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Speer: "Bin stolz, dass wir nur drei Punkte hinter Weißenburg liegen"

Vorschau Bezirksliga Süd 17. Spieltag

Wendelstein kann durch einen Sieg in Weißenburg mit dem Spitzenreiter gleichziehen. Verfolger Dittenheim empfängt Aufkirchen. Zirndorf trifft auf Greding, während Eyb in Roth bestehen muss, Hilpoltstein in Freystadt und Raitersaich in Ornbau.

Ist mit den Leistungen seines Teams sehr zufrieden: Wendelstein-Coach Andreas Speer.

 / © Sportfoto Zink

Vier Spiele in Folge hatte die TSG Roth gewonnen, doch gegen die heimstarke Mannschaft aus Raitersaich war in der Vorwoche kein Kraut gewachsen: "Es war eine sehr unglückliche Niederlage, da wir bereits nach 20 Minuten mit drei Toren im Rückstand lagen. Die Mannschaft bewies anschließend trotzdem eine tolle Moral, vergab jedoch viele hochkarätige Chancen", sagt TSG-Trainer Anton Hufmann. Keine leichte Aufgabe wird auch die Begegnung gegen den ESV Ansbach/Eyb für die Hufmann-Elf werden: "Wir treffen auf einen schweren Gegner, der uns in der Vorrunde eine herbe Klatsche zugefügt hat. Trotzdem wollen wir auf eigenem Platz einen Punkt mitnehmen." Maximilian Weiß und Jonas Buckel werden nach Krankheit wieder in den Kader zurückkehren. Nach der Niederlage gegen Tabellenführer Weißenburg möchte der ESV Ansbach/Eyb in Roth sicherlich wieder etwas mitnehmen. Auf die leichte Schulter wird Trainer Jörg Müller den Gegner aber nicht nehmen: "Die TSG Roth ist nicht mehr vergleichbar mit der Mannschaft vom Hinspiel, denn sie sind mittlerweile auf dem Sprung in das Mittelfeld der Tabelle. Unser Ziel ist es, genauso leidenschaftlich zu spielen wie gegen Weißenburg und es zu schaffen, wieder mehr Torchancen herauszuarbeiten." Andre Folz und Alexander Armbrüster fallen aus, dafür kommen David Scherb und Dennis Zagarevic wieder dazu.

Mit einer starken Leistung nahm der STV Deutenbach beim emotionalen Derby in Zirndorf einen Punkt mit. Das Team von Arno Zeilmann lag sogar kurzzeitig in Führung, doch die Partie endete mit einem gerechten Unentschieden: "Das Spiel hatte Derby-Charakter und ich war mit unserer Leistung sehr zufrieden." Gegen das Schlusslicht aus Marienstein dürfen auf dem Weihersberg drei Punkte eingeplant sein, doch die Begegnung in der Vorrunde endete mit einem 1:1-Unentschieden. Zeilmann ist von dem Tabellenstand des Gegners überrascht: "Marienstein ist besser, als es ihr Punktestand aussagt. Vor allem in der Offensive haben sie einige gute Spieler. Wir kennen ihre Stärken und werden uns darauf einstellen. In den letzten drei Spielen haben wir nicht verloren und wir wollen an diese Leistungen anknüpfen. Die drei Punkte sollen in Deutenbach bleiben." Auch gegen den FC Dombühl stand am Ende nichts Zählbares für den SV Marienstein zu Buche. Trotz zahlreicher hochkarätiger Torchancen für die Oberbayern ging die Partie durch ein Tor in der Nachspielzeit verloren. Mit dem ersten Sieg wird es gegen die formstarken Deutenbacher sehr schwer werden, doch sollte das Team von Stephan Zengerle individuelle Fehler abstellen und in der Offensive die Chancen konsequent nutzen, dann könnte es für eine Überraschung sorgen. 

Mit dem Sieg bei Schlusslicht Marienstein gewann der FC Dombühl nach fünf sieg- und torlosen Spielen wieder. Mit dem Dreier hat das Team von Markus Engelhardt nun vier Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz: "Kompliment an meine Mannschaft, wir haben bis zur letzten Sekunde an den Erfolg geglaubt und nur so ist es möglich, Spiele in den Schlussminuten zu gewinnen. Der Druck war da, und wir haben Stand gehalten." Der FCD trifft nun auf einen Gegner, der sich im Aufwind befindet: "Die SG Herrieden hat sicher andere Ziele als den Klassenerhalt. Nach einem schwierigen Saisonstart hat es Thomas Seibold geschafft, wieder eine stabile Einheit auf den Platz zu bringen, die sich in der Tabelle langsam ins Mittelfeld orientiert. Drei Spiele ohne Niederlage, dazu der Erfolg gegen das Spitzenteam aus Dittenheim sind ein Beleg dafür. Gerade offensiv bringen sie nach der Rückkehr von Peter Bernhard wieder viel Qualität auf den Platz." Auf die Leistungsträger des Gegners wird ein besonderer Augenmerk gelegt: "Wir werden versuchen die starken Einzelspieler der SG zu kontrollieren. Trotzdem wäre es schlecht, nur zu reagieren. Wir wollen dem Gegner auch Aufgaben stellen und selbst aktiv für den Erfolg agieren. In einem Derby gibt es sicher auch Emotionen, diese wollen wir positiv ins Spiel einbringen." Thore Beck kehrt nach seiner Sperre ins Team zurück. Nico Horn hat weiterhin Kniebeschwerden, ein Einsatz ist daher eher unwahrscheinlich. In der Vorrunde behielt der FC Dombühl gegen die ersatzgeschwächte SG Herrieden mit 4:2 die Oberhand. Mit dem Last-Minute-Treffer von Dennis Regner zum Ausgleich hielt die SG Herrieden den TSV Freystadt auf Distanz. SGH-Trainer Thomas Seibold trauert dem möglichen Dreier gegen Freystadt noch hinterher: "Wenn man den Ausgleich zum 2:2 erst in der 94. Minute erzielt, sollte man eigentlich zufrieden sein. Über die gesamte Spielzeit betrachtet sind es eigentlich zwei Zähler zu wenig. Durch das erreichte Unentschieden haben wir aus den letzten drei Begegnungen sehr wichtige sieben Punkte eingefahren. Beim Vorrundenstart gab es für uns null Punkte aus den ersten sechs Begegnungen. Immerhin haben wir zu Beginn der Rückrunde schon einmal einen Punkt geholt." Jetzt steht das Derby an: "Durch die zahlreichen Aufeinandertreffen in den vergangenen Jahren kennen sich ja beide Mannschaften bestens. Ich habe persönlich zwei Spiele in dieser Saison unseres Gastgebers beobachtet. Als Aufsteiger sind sie ordentlich in die Bezirksliga gestartet. Vor ihrem Sieg am vergangenen Sonntag in Marienstein, hatten sie mit null erzielten Toren und nur einem Punkt aus fünf Begegnungen eine kleine Schwächephase." Für die letzten drei Spiele hat sich die SG Herrieden folgendes Ziel gesetzt: "Nach dem miserablen Rundenstart möchten wir gerne mit einem Nichtabstiegsplatz in die Winterpause gehen. Dazu müssten wir aus den verbleibenden drei Spielen noch den einen oder anderen Punkt einsammeln, sonst geht es schnell wieder auf einen Abstiegsplatz." Im Gegensatz zur Anfangsformation der Vorrunde werden in Dombühl acht andere Spieler in der Startelf auflaufen. Fehlen werden weiterhin die Langzeitverletzten Joshua Seibold, Maximilian Christ und Tim Holzschuh. Tom Plohmer hat Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur. In der letzten Begegnung hat sich Andre Vogelhuber einen Riss im Meniskus zugezogen und wurde diese Woche operiert.

Über 80 Minuten war die Partie gegen den ESV Ansbach/Eyb ausgeglichen, doch dann brachte ein Eigentor den TSV Weißenburg auf die Siegerstraße. Mit dem Dreier bleibt das Team von Markus Vierke weiterhin der Primus der Bezirksliga Süd. In der Vorrunde unterlag Weißenburg in einer spektakulären Partie dem jungen Wendelsteiner Team mit 2:4. Trainer Markus Vierke erinnert sich noch an die Begegnung: "Die Mannschaft und ich haben das Hinspiel noch gut im Hinterkopf. Es wird auf jeden Fall ein Spiel mit Charakter. Wendelstein hat insgesamt eine sehr gute Qualität und ist taktisch und spielerisch stark. Wir sind aber momentan auch sehr gut unterwegs und wollen die vorhandene Euphorie nutzen. In der Defensive stehen wir sicher und die Offensive ist sehr effizient. Wir wollen einen Punkt holen - besser drei, um weiterhin in der Spitzengruppe bestehen zu können." Mit einer konzentrierten Leistung besiegte der FC Wendelstein auf eigenem Platz den TSV Greding. Mit einem weiteren Dreier könnte das Team von Andreas Speer auf den Tabellenführer aufschließen: "Es war am Anfang der Saison nicht zu erwarten, dass diese Partie zum jetzigen Zeitpunkt ein Spitzenspiel ist. Mit Weißenburg haben eigentlich alle gerechnet, doch ich bin stolz, dass wir nur drei Punkte hinter dem Spitzenreiter liegen. Mit den bisher gezeigten Leistungen haben wir uns den Respekt der Gegner verdient." Speer erwartet eine sehr enge Partie: "In dieser Begegnung werden Kleinigkeiten entscheidend sein und ihr 8:0-Sieg gegen den SV Raitersaich sollte uns eine Warnung sein. Wir freuen uns aber auf alle Fälle auf das Spiel und wollen konzentriert in die Partie gehen. Die Spitzengruppe ist sehr eng beieinander und keiner kann sich eine Niederlage erlauben. Wir haben einen breiten und hochwertigen Kader, da ist es für mich nicht immer einfach, alle Spieler bei Laune zu halten. Jedoch können wir Verletzungen und Sperren gut kompensieren." Carlos Schepl muss dieses Spiel noch aussetzen und wegen Krankheit stehen noch ein paar Spieler auf der Kippe.

Der SV Ornbau konnte einen Punkt aus Aufkirchen mitnehmen. Allerdings müsste das Team von Marco Meier wieder einmal dreifach punkten, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Bisher stehen beim SV Ornbau nur drei Siege auf dem Konto, doch mit einem Dreier könnte das Team theoretisch sogar die Abstiegsplätze verlassen. Bei Heimspielen hat der SVO bisher weniger Punkte erzielt als auswärts. Auf eigenem Platz bleibt der SV Raitersaich eine Macht und beendete die Serie der TSG Roth mit vier Siegen in Folge. Nach einer starken ersten Halbzeit war die Partie praktisch schon gewonnen. In der Tabelle belegt der SVR nur Platz sieben, doch das Team von Dietmar Kusnyarik hat zwei Spiele weniger als die Konkurrenz auf dem Konto. Mit der Leistung seines Teams war Spielertrainer Kusnyarik zufrieden: "Wir haben am letzten Wochenende eine überzeugende Leistung abgeliefert. In der ersten Halbzeit haben wir stark begonnen und in der zweiten Halbzeit hatten wir etwas Glück und einen gut aufgelegten Keeper Andreas Graf. Es war ein wichtiger Sieg für die Moral. Unser Ziel ist es, die negative Auswärtsserie zu beenden, um den Abstand nach hinten zu vergrößern." Bis auf Stammtorhüter Jürgen Singer sind alle Spieler an Bord

Trotz einer starken Leistung in Wendelstein ging die Partie für den TSV Greding knapp verloren. Auf eigenem Platz trifft das Team von Jürgen Schmid wiederum auf ein Spitzenteam. Allerdings fügte Greding dem ASV Zirndorf im Hinspiel die einzige Saisonniederlage zu und dürfte nicht chancenlos sein. Trainer Jürgen Schmid ist auf eigenem Platz auch gegen den Tabellendritten zuversichtlich: "Bei unseren letzten Heimspielen haben wir immer gut gespielt. Gegen Zirndorf wird wichtig sein, dass wir über 90 Minuten eine starke Leistung bringen. Ihre starke Offensive müssen wir in den Griff bekommen und konsequent arbeiten. Es wird auf alle Fälle eine ganz harte Nummer." Daniel Schlupf ist nach seiner Roten Karte in Wendelstein gesperrt, doch sonst sind alle Spieler an Bord. Ein hart umkämpftes und emotionales Derby absolvierte der ASV Zirndorf gegen den STV Deutenbach in der Vorwoche. Am Ende blieb es bei einem gerechten Unentschieden. "Beide Trainer waren sich nach dem Spielende einig, dass es ein verdientes Unentschieden war", sagt Hermann. Auf Weißenburg, Dittenheim und Wendelstein hat das Team von Martin Hermann allerdings zwei Punkte verloren. Gegen Greding hat der ASV nach der Hinspiel-Niederlage noch eine Rechnung offen und sollte gewinnen, damit er den Anschluss zu Tabellenführer Weißenburg hält. Hermann erwartet in Greding keine einfache Partie: "Sie haben das Hinspiel verdient gewonnen. Ihre Defensive stand sicher und offensiv haben sie ihre Chancen konsequent genutzt. Wir sind jedoch auswärts ungeschlagen und wollen dies auch noch nach dem Spiel sein." Kapitän Marcus Schmitt fehlt wegen einer Verletzung,Patrick Zwingel sah gegen Deutenbach die Rote Karte.

Mit einer konzentrierten Abwehrleistung und einer konsequenten Chancenauswertung hätte der TSV Freystadt beinahe drei Punkte aus Herrieden entführt, doch ein Treffer in der Nachspielzeit machte dem Team von Marco Christ noch einen Strich durch die Rechnung: "Der späte Ausgleichstreffer hat wahnsinnig weh getan. Herrieden hatte mehr Spielanteile, doch ein großes Lob an meine Mannschaft für ihr engagiertes Auftreten bei dieser wichtigen Partie. Vor dem Spiel wären wir sicherlich mit einem Punkt zufrieden gewesen. Bei den letzten Spielen vor der Winterpause werden wir immer als Außenseiter in das Spiel gehen, da wir mindestens fünf Stammspieler ersetzen müssen. Wir wollen aber trotzdem das Maximum noch herausholen." Beim Hinspiel trennte man sich gegen den TV Hilpoltstein mit einem torlosen Unentschieden. In der Schlussphase gab der TV Hilpoltstein seine knappe Führung gegen den FV Dittenheim noch aus der Hand. Der Anschluss an die Spitzengruppe ist für das Team von Florian Grau und Fabian Schäll nun etwas abgerissen. Es wird auch in der Oberpfalz mit Sicherheit keine einfache Partie, da der Gegner jeden Punkt gebrauchen kann. Spielertrainer Fabian Schäll blickt auf das Spiel gegen Dittenheim zurück: "Es war ein tolles Bezirksliga-Spiel. Wir gingen glücklich Entführung, doch waren wir in der ersten Halbzeit klar überlegen. In der zweiten Halbzeit macht es sich unsere fehlende Erfahrung bemerkbar und Kleinigkeiten haben das Spiel entschieden. Ein Unentschieden wäre durchaus möglich gewesen." In Freystadt trifft Schäll mit Marco Christ auf eine guten Bekannten: "Freystadt steht mit dem Rücken zur Wand. Sie werden mit Sicherheit sehr defensiv ausgerichtet sein." Definitiv fehlen wird Frank Drechsel wegen seiner Roten Karte in Dittenheim.

Mit dem Glück des Tüchtigen holte der FV Dittenheim im Spitzenspiel einen Dreier gegen den TV Hilpoltstein. Julian Gulden behielt in der Nachspielzeit die Nerven und versenkte einen Elfmeter nach einer Notbremse. Durch diesen Sieg bleibt das Team von Martin Huber weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz und ist auf Schlagdistanz zum Tabellenführer Weißenburg. Huber ist mit dem bisherigen Verlauf der Saison sehr zufrieden: "Wir haben unsere Erwartungen bisher übertroffen. Unser Gegner Aufkirchen ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Insgesamt haben sie aber eine sehr gute Qualität und einige starke Einzelspieler. Wir werden uns auf alle Fälle wieder strecken müssen." In der Abwehr muss der FV Dittenheim improvisieren, da einige Verletzte zu beklagen sind. Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung in der Vorwoche steht hinter dem Einsatz von Torjäger Thomas Selz ein Fragezeichen. Das Unentschieden auf eigenem Platz gegen den SV Ornbau war für den SC Aufkirchen zu wenig. In Dittenheim werden die Trauben für das Team von Norbert Brandt wohl sehr hoch hängen. Das Hinspiel gewann Dittenheim allerdings nur sehr knapp mit 1:0.

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