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Hannes Wirth: "Was will man mehr in einem Abschiedsspiel"

Bezirksliga Nord

Der SV Buckenhofen hat sich mit einem Sieg gegen den TV 48 Erlangen in die Winterpause verabschiedet. Es war auch der letzte Auftritt eines verdienten Spielers.

Tor zum Abschied: Hannes Wirth jubelt, der Gegner ist bedient. 

 / © Pfrogner

Es gab schon viele aufregende Spiele in 31 Jahren Fußball. Das letzte gehört nun auch dazu. „Elfmeter verschossen, Tor zum 1:0 gemacht“, sagt Hannes Wirth. "Was will man mehr in einem Abschiedsspiel.“ In der Reserve „darf er schon noch spielen“, heißt es zwar aus dem Mannschaftskreis. Doch mit dem höherklassigen Fußball soll Schluss sein. „Aus beruflichen und privaten Gründen höre ich auf“, sagt der 33-Jährige. Im Job möchte er weiterkommen, am Max-Planck-Institute in Erlangen warten neue Aufgaben auf ihn.

Zudem möchte er mehr Zeit mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern verbringen. „Körperlich geht es langsam auch nicht mehr.“ Dreieinhalb Jahre hat Wirth zuletzt in Buckenhofen gespielt. Davor war der Verteidiger in Eltersdorf, beim ATSV Erlangen und in Baiersdorf. Angefangen hatte er in Effeltrich, in der Jugend wechselte er zu Jahn Forchheim. 31 Jahre Fußball waren das.

Am Sonntag gingen sie auf dem Sportplatz am Kosbacher Weg in Erlangen zu Ende. Im Bezirksliga-Spiel beim Turnverein gewann der SV Buckenhofen mit 2:0, tat sich aber lange schwer. Das lag auch an Hannes Wirth. Kurz vor der Pause vergab er einen Elfmeter – und das auch noch gegen einen gerade erst eingewechselten Torwart. Weil sich Ben Dittmar beim Foul im Strafraum selbst verletzt hatte, musste bei den Erlangern doch der etatmäßige Keeper Dominik Ort ran.

Der war unter der Woche mit einem Infekt flach gelegen und wollte eigentlich gar nicht spielen. Den Elfmeter aber hielt er trotzdem, bereits zum dritten Mal in Folge. Für den Tabellendritten blieb es so ein Geduldsspiel. In der Schlussviertelstunde gaben die Gäste dann noch einmal Gas. Die eingewechselten Ferdinand Riedinger und Noah Drummer sorgten für Unruhe rund um den Erlanger Strafraum. Dominik Ort blieb zunächst weiter ungeschlagen. Dann aber kam noch einmal Hannes Wirth, nach einer Ecke wuchtete er den Ball ins Tor. Der Jubel danach war riesig auf Buckenhofener Seite, alle freuten sich mit ihrem „Hansi“.

Kurz darauf erhöhten die Gäste auf 2:0, wieder standen die Erlanger bei einem Eckball unsortiert. Jonas Weber versenkte per Flachschuss am langen Pfosten. „Wir hatten eine lange Durststrecke“, sagt Wirth. Vier der jüngsten fünf Partien hatte Buckenhofen zuvor verloren. „Deshalb war es sehr wichtig, dass wir gewonnen haben. Für den Abschluss der Hinserie war das genau das Richtige.“ So verabschiedeten sich die Buckenhofener mit lauten Sieger-Rufen in die Winterpause. Und Hannes Wirth wohl für immer.

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