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Kleeblatt-U19: "Woche für Woche auf die Fresse"

U19-Bundesliga

Als Aufsteiger haben die A-Junioren der SpVgg Greuther Fürth bislang alarmierend wenige Punkte gegen den Abstieg gesammelt.

Marco Ried (links) versucht, an der Seitenlinie Einfluss auf das Spiel seiner A-Junioren zu nehmen, hinter ihm sitzt Co-Trainer Roberto Hilbert. 

 / © Sportfoto Zink

Am Samstag bestreitet die U19 der SpVgg Greuther Fürth ihr letztes Bundesligaspiel vor der Winterpause. Die Vorzeichen für die Partie beim Karlsruher SC (13 Uhr, Wildparkareal Karlsruhe) sind klar: Der Kleeblatt-Nachwuchs braucht unbedingt einen Sieg.

Die Tabelle lügt nicht. Platz 14, fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer und selbst erst vier Zähler auf dem Konto, sind einfach zu wenig, um die Klasse zu halten. Die A-Junioren durchleben ohne Frage eine harte Saison. Bewusst war das Trainer Marco Ried von Anfang an. Der Sprung von der Bayernliga in die Bundesliga ist ein großer.

„Die Saison ist einerseits ein bisschen wie verhext, aber man muss andererseits auch sagen, dass wir auf den Boden der Tatsachen gefallen sind“, sagt Ried. Den Fürthern jetzt schon die nötige Klasse für die Bundesliga abzusprechen, wäre allerdings zu früh. Einige Partien gingen knapp verloren, gegen Spitzenteams wie Hoffenheim (1:1) oder Mainz 05 (2:3) schnupperten die Kleeblatt-Youngster sogar an der Sensation.

„In letzter Zeit haben wir uns das Glück einfach nicht erarbeitet oder es war nicht auf unserer Seite“, sagt Ried. Beispielhaft führt er das letzte Punktspiel am vergangenen Wochenende in Frankfurt an. Fürth dominierte, kassierte in der Nachspielzeit das 0:1 und verschoss als i-Tüpfelchen zuvor einen Elfmeter. Es war der vierte von fünf Fehlschüssen vom Punkt in der Vorrunde.

Der Frust sitzt tief. „Mich nervt es, wenn die gegnerischen Trainer zu mir kommen und sagen, dass wir es verdient gehabt hätten“, sagt Ried. „Wir werden einfach nicht für unseren Aufwand belohnt.“ Mentalitätsprobleme hatte der junge Cheftrainer zu Beginn der Saison seinem Team unterstellt. Mittlerweile tritt die Gruppe als Gemeinschaft auf, versucht alles und steht doch meistens mit leeren Händen da. Das nagt am Selbstbewusstsein.

Mit Hilberts Erfahrung

„Natürlich fangen die Jungs jetzt an, sich Gedanken zu machen. Wir haben mit der Situation gerade schon zu kämpfen. Es wird immer schwieriger für sie, im Training Gas zu geben, wenn man Woche für Woche auf die Fresse bekommt. Aber es bleibt dabei: Wir müssen uns den Erfolg erarbeiten“, fordert Ried, der mittlerweile von Roberto Hilbert als Co-Trainer unterstützt wird. „Er kann uns helfen, kennt alle Situationen aus seiner Zeit als Profi und hat einen Blick für die Dinge.“ Klar ist auch, dass Fürth mit allen Mitteln versuchen will, die A-Junioren in der Bundesliga zu halten. Ein Abstieg in die Bayernliga würde das Nachwuchsleistungszentrum wieder enorm zurückwerfen, zumal der sofortige Wiederaufstieg keinesfalls ein Selbstläufer ist, wie die Vergangenheit bewiesen hat. „Wir haben unseren Blickwinkel richtig weit aufgemacht“, sagt Ried zum Thema Verstärkungen. „Aber klar ist, dass wir Spieler brauchen, die sofort einschlagen. Und die sind im Winter auch im Jugendbereich nicht so einfach und vor allem bezahlbar zu bekommen. Das wissen die abgebenden Vereine auch.“ Positiv stimmt den 30-Jährigen, dass trotz aller Hindernisse die Mannschaft „daran glaubt, den Klassenerhalt schaffen zu können. Und es wäre natürlich überragend, wenn wir gegen Karlsruhe endlich unseren ersten Sieg einfahren könnten, um mit einem positiven Gefühl aus der Winterpause zu kommen." Nur knapp vier Wochen Vorbereitung bleiben Ried bis zum ersten Spiel im Jahr 2020 Zeit.

„Wir sind noch nicht abgestiegen. Wir haben noch alle Chancen – so verrückt es klingt mit lediglich vier Unentschieden. Alles, was wir brauchen, ist jetzt endlich mal diesen Scheiß-Sieg.“

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