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Herber Verlust für den ATSV Erlangen: Bastian Herzner wechselt in die Kreisliga

Bayernliga Nord

Schwerer Schlag für den ATSV Erlangen: Der Bayernligist muss in der Winterpause seinen Führungsspieler und besten Torjäger ziehen lassen. Bastian Herzner wechselt aus privaten Gründen in die Kreisliga. Unterdessen freut sich Abteilungsleiter Jörg Markert über einen Coup im Nachwuchsbereich.

Bastian Herzner geht nach Burgoberbach.

 / © Sportfoto Zink

Nach nur einer Halbserie verlässt Bastian Herzner den ATSV Erlangen schon wieder. Erst im vergangenen Sommer hatte Jörg Markert den hochveranlagten Offensivspieler vom Stadtrivalen SC Eltersdorf an die Paul-Gossen-Straße lotsen können. Nun muss der Abteilungsleiter seinen einstigen Königstransfer schon wieder ziehen lassen. Herzner wechselt zum abstiegsbedrohten Frankenhöhe-Kreisligisten FC/DJK Burgoberbach, der von Peter Fränkel trainiert wird. Die Gründe für den Abschied sind privater Natur, wie Markert erklärt: "Basti Herzner ist vor einiger Zeit auf uns zugekommen, dass er es zeitlich nicht mehr hinbekommt, Bayernliga zu spielen." Der 29-Jährige habe sich ein Haus in Burgoberbach gekauft, das er nun umbauen möchte. Zudem verlege Herzner auch seinen beruflichen Mittelpunkt in die Region Ansbach, wo er künftig wieder als Schreiner tätig sein wird.

Herzner hatte als damals 19-Jähriger im Jahr 2009 seine Bayernligakarriere bei der SpVgg Ansbach gestartet und war danach immer wieder zurückgekehrt. Dreimal stand Herzner für den SC Eltersdorf unter Vertrag, ein halbes Jahr kickte er für den SV 1873 Nürnberg-Süd und eineinhalb Jahre lang trug er das Dress des SV Seligenporten, wo er den Aufstieg in die Regionalliga schaffte. Zuletzt kam eben noch ein halbes Jahr beim ATSV Erlangen dazu. Für die Skeraj-Elf absolvierte er 17 Spiele und erzielte dabei acht Tore. Nun verlässt er erstmals den Fußball auf Verbandsebene und wechselt in den Kreis.

"Dafür haben wir einen guten Trainer"

Fiebig, Geißler, Herzner - der Aderlass, den der ATSV in der Winterpause verkraften muss, ist nicht ohne. "Es wird brutal schwer für uns, weil praktisch die ganze Offensivabteilung wegfällt", sagt Markert. Mit Lucas Markert, dem Sohn des Abteilungsleiters, fällt ein weiterer Angreifer zumindest für Teile der Vorbereitung aus, wie Markert Senior erklärt: "Luci fliegt mit der SpVgg Unterhaching ins Trainingslager." Dass er für Herzner noch in der Winterpause Ersatz finden wird, glaubt Markert nicht. "Es wird wohl nicht möglich sein, weil niemand jetzt Spieler hergeben will. Und ich möchte auch keine Unruhe bei anderen Vereinen stiften", sagt er. Dennoch zeigt sich der Abteilungsleiter optmistisch, dass der ATSV trotz der Abgänge seinen einstelligen Tabellenplatz wird halten können und nicht wie vor einem Jahr einen Einbruch in der Rückrunde erleidet: "Dafür haben wir einen guten Trainer." In der kommenden Saison will Markert dann wieder voll angreifen. "Wir werden eine starke Mannschaft zusammenstellen, um in den Top-5 mitzuspielen."

Kubilay Arslan übernimmt die U14

Jörg Markert (li.) mit seinem neuen U14-Trainer Kubilay Arslan.

 / © privat

Nicht in der 1. Mannschaft, sondern im Nachwuchsbereich konnte Markert dafür einen Erfolg vermelden. Kubilay Arslan, der zehn Jahre lang bei der SpVgg Greuther Fürth Jugendtrainer im Nachwuchsleistunsgezentrum war, hat sich den Erlangern angeschlossen. Arslan, Inhaber der A-Lizenz und selbstständig mit der "Fußball Akademie Franken", übernimmt ab 1. Februar die U14, um dann im Sommer nahtlos den 2006er Jahrgang in die U15 zu begleiten. "Kubilay hat sich vor einem Jahr selbstständig gemacht, möchte aber zusätzlich wieder eine Mannschaft trainieren", sagt Markert. Auch die "Fußball Akademie" wird Arslan künftig beim ATSV betreiben. "Wir haben jetzt Zeit, für kommende Saison einen guten 2006er Jahrgang zu kreieren, um mit dem nächstes Jahr ganz oben in BOL angreifen zu können", sagt Markert.

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