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Hannes Decher: Ein letzter Kraftakt

Bezirksliga Nord

Der TV 1848 Erlangen wechselt nach dieser Saison in der Bezirksliga den Trainer. Vor seinem Abschied will Hannes Decher aber noch die Klasse halten.

Verlässt den TVE im Sommer: Hannes Decher (schwarz).

 / © Zink/OGo

Zuerst hatte Hannes Decher selbst nicht so recht gewusst, ob er weitermacht. Abstiegskampf in der Bezirksliga zehrt an den Kräften, vor allem, wenn man als Spieler und Trainer doppelt gefordert ist. „Die Geschichte wiederholt sich“, sagt der 28-Jährige. Wieder steckt der Turnverein zur Winterpause tief unten drin, aktuell stehen die Erlanger auf dem Relegations-Abstiegsplatz.

Eine Geschichte wie im vergangenen Sommer, der Rettung in letzter Sekunde in der Relegation, aber will der TVE unbedingt vermeiden. „Letztes Jahr waren wir deutlich schlechter“, sagt Decher zwar, „jetzt hatten wir großes Verletzungspech“. Das Ergebnis aber ist gleich: In der Restrunde geht es nur ums Überleben. Das, sagt Decher, „ist schon anstrengend“, weiter „gute Arbeit“ zu leisten, „kostet mehr Kraft“.

Anfang Januar führte Decher mit Abteilungsleiter Max Bittner erste Gespräche, „wie wir weitermachen und unter welchen Bedingungen“. Selbst sei sich Decher „unschlüssig“ gewesen. „Der Verein hätte am liebsten mit mir und Markus weitergemacht.“ Markus Bauer, der aktuelle Trainer der A-Jugend, soll gemeinsam mit zwölf Spielern aus seiner Mannschaft zum Erwachsenen-Fußball wechseln. Auch weil Coach Hans Schuller mit seinen B-Junioren zur A-Jugend aufrückt.

„Bei einer Doppelspitze befürchteten wir aber, dass es zu einem Kompetenzgerangel kommen könnte“, sagt Decher. Er schätzt Markus Bauer, lobt ihn, hält ihn für die richtige Lösung. „Es ist ein guter Zeitpunkt, alles abzugeben.“ Auch Max Bittner wurde das bewusst, der Turnverein wollte lieber einen Mann an der Seitenlinie, der nur noch Coach ist und nicht mehr als Spielertrainer auch auf dem Feld steht. Wie Markus Bauer.

Er ist zudem die langfristige Option. „Markus soll das für die nächsten zwei, drei Jahre machen“, sagt Decher. Er selbst wäre vielleicht noch eine Saison geblieben. Nun sind es nur ein paar Monate. Verein und Coach trennen sich wie berichtet einvernehmlich. „Hannes hat aus dem verunsicherten Team wieder eine Einheit gemacht“, sagt Bittner. Decher kam 2017 von der DJK Weingarts zum Turnverein, zunächst als spielender Assistenzcoach. Seit einem Jahr ist er Spielertrainer.

In dieser Funktion möchte Hannes Decher auch noch zwei, drei Jahre weitermachen. Er habe schon „viele schöne Anfragen“ bekommen und überlegt nun, welchem Verein er sich anschließen möchte. Dabei will der Mittelfeldmann in der Region bleiben, er wohnt im Nürnberger Ortsteil Neunhof. „Doch zuerst liegt der Fokus zu 100 Prozent auf der Mission Klassenerhalt“, sagt Decher. Heute starten die Erlanger in die Vorbereitung. „Wir wollen noch einmal alle Kräfte mobilisieren.“ Das weiß Hannes Decher ganz genau.

Die Amtszeiten der Trainer:

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