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Baiersdorf-Coach Rene Ebert: "Haben mit der Vergangenheit abgeschlossen"

Landesliga Nordost

In Baiersdorf will man der verkorksten Hinserie nicht mehr nachtrauern. Stattdessen will das Team nach vorne gucken und sich weiterentwickeln. Im Sommer soll dann personell nachgerüstet werden.

Müssen viel gegenseitige Aufbauarbeit leisten: Die jungen Spieler des Baiersdorfer SV haben eine frustrierende Hinserie hinter sich.

 / © Sportfoto Zink

Es wurde viel geschrieben über den Baiersdorfer SV in den letzten Monaten: über die Ursachen und das Ausmaß der sportlichen Misere, über Fehler der Beteiligten und enttäuschende Leistungen auf dem Feld. Damit soll jetzt Schluss sein, wenn es nach Trainer Rene Ebert geht.

"Natürlich haben wir Fehler gemacht und einen unglücklichen Saisonverlauf erlebt", räumt Ebert ein. "Aber es ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um nach vorne zu blicken." Nach vorne blicken, das heißt im Fall des abgeschlagenenen Tabellenletzten der Landesliga Nordost nicht etwa, den Abstieg zu vermeiden. "Wir brauchen uns da nichts vormachen. Der Relegationsplatz wäre ein mittelgroßes Fußballwunder und ist als Zielsetzung utopisch."

Vielmehr wird es in der Rückrunde darum gehen, dem jungen Team weitere Entwicklungsmöglichkeiten auf Landesliga-Niveau zu geben. "Sollten wir in die Bezirksliga runtermüssen", sagt Ebert und verwendet dabei trotz allem den Konjunktiv, "wäre es auch dort für uns kein Selbstläufer. Dass sich Absteiger auch eine Ligastufe weiter unten direkt im Keller wiederfinden, ist kein seltenes Phänomen."

Um das zu vermeiden, wird es nach Einschätzung des erst 37-jährigen Coaches Erfolgserlebnisse in der zweiten Saisonhälfte brauchen. Diese waren im bisherigen Saisonverlauf bekanntermaßen äußert rar gesät. Vier Zähler stehen nach 21 absolvierten Partien zu Buche, 19 Niederlagen hagelte es bereits. Der einzige Sieg der Hinrunde gelang Ende September in Forchheim.

Eine derartige Flut an Niederlagen geht wohl an keiner Fußballmanschaft spurlos vorüber - erst Recht nicht an einem so blutjungen Team wie dem Baiersdorfer SV. Der Altersdurschnitt des Teams beträgt jugendliche 21,82 Jahre, kein eingesetzter Spieler aus dem aktuellen Kader ist älter als 27.

Die Amtszeiten der Trainer in der Landesliga Nordost:

Zwei Neue im Winter - weitere Verstärkungen im Sommer

In den verbleibenden 13 Partien wird es nun darum gehen, zumindest mithalten zu können und eine etwas breitere Brust zu gewinnen. Dabei helfen sollen ab sofort zwei Neue. Zusätzlich zu Rückkehrer Joshua Fees, der vom TV 48 Erlangen kommt und ursprünglich der Baiersdorfer Jugend entstammt, konnten die Kren-Städter auch Florian Wunderlich für ihr Team gewinnen. Der 24-jährige Angreifer kommt aus der Bezirksliga Nord vom FC Kalchreuth, wo er in der laufenden Saison keine nennenswerte Rolle spielte. 

Nicht mehr an Bord ist neben Alexander Filian, den es zurück in die USA zog, auch Aleksandar Temelkov. Die Ankunft des ehemaligen Champions-League Akteurs hatte im Herbst wie berichtet Hoffnung auf einen Umschwung entfacht. Als er sich nach nur drei Einsätzen verletzte, verpuffte diese jedoch so schnell wieder, wie sie entflammt war. Nun schließt sich der Nordmazedonier dem Kreisliga-Tabellenführer DJK SC Oesdorf an.

Im Sommer wird es dann weitere Veränderungen innerhalb des Kaders geben. Ebert kündigt bereits an: "Wir haben uns schon mit dem ein oder anderen Spieler auf eine Zusammenarbeit verständigen können." Sicherlich werden dann auch erfahrenere Akteure dabei sein, denn dass es ganz ohne Erfahrung nicht geht, hat das Team schmerzlich erfahren müssen.

Rückblick auf den bisherigen Saisonverlauf in der Landesliga Nordost:

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