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20 Spiele, kein Sieg: Kleeblatt-U19 steht kurz vor dem Abstieg

U19 Bundesliga

Obwohl noch sechs Spieltage anstehen, ist die Runde für die U19-Junioren der SpVgg Greuther Fürth so gut wie gelaufen. Auf zwölf Zähler ist der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz in der Bundesliga Süd/Südwest angewachsen. Und auch nach 20 Spieltagen ist der Mannschaft kein Sieg gelungen.

Für die A-Jugend der SpVgg Greuther Fürth ist die Bundesliga-Saison bisher eine einzige Enttäuschung

 / © Sportfoto Zink

Das 1:5 am vergangenen Wochenende beim direkten Konkurrenten in Ulm markierte den Tiefpunkt einer Saison, die sich Trainer Marco Ried anders vorgestellt hatte: "Wir haben gesehen, dass wir in dieser Liga mitspielen können. Aber am Ende ist es dann zu wenig, wenn man keine Spiele gewinnt." Den Rechenschieber brauchen die Fürther nicht mehr groß auszupacken. Mit Bayern München, dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg warten in den nächsten Wochen drei Mannschaften aus den Top Vier der Liga auf die SpVgg. Die Rückkehr ins Oberhaus der U 19-Junioren darf nach einer Saison wieder als abgehakt angesehen werden. Dass auf den Kleeblatt-Nachwuchs vom ersten Spieltag an eine harte Mission warten würde, war klar.

Mit keinem Sieg nach 20 Spieltagen hatte aber selbst der größte Pessimist nicht gerechnet. Fürth muss leiden, Woche für Woche. "Gefühlt hat man uns schon abgeschrieben, aber wir werden natürlich weiterhin alles probieren und die Flinte nicht ins Korn werfen. Die Hoffnung stirbt zuletzt und wenn wir hinfallen, dann werden wir so schnell wie möglich wieder hochkommen", sagt Ried.

Der 30-Jährige durchlebt derzeit eine harte Phase. Im Juli 2018 hatten ihn die Vereinsverantwortlichen in die A-Jugend hochgezogen, die Mannschaft stieg auf und war endlich wieder in der Beletage des Jugendfußballs angekommen. Mit viel Einsatz, Akribie und Begeisterung verfolgt Ried seinen Job. Das aktuelle Tief geht an ihm natürlich nicht spurlos vorbei. "Die Entwicklung hätte auch in eine andere Richtung gehen können. Da nehme ich auch mich mit in die Pflicht. Ich komme ja aus Fürth – und die aktuelle Situation beschäftigt mich sehr."

Hat das NLZ alles getan?

Den Klassenerhalt zum Saisonbeginn als Selbstläufer zu betrachten, wäre angesichts der Konkurrenz auch vermessen gewesen. Intern muss man sich im Nachwuchsleistungszentrum ein Stück weit hinterfragen, ob der Etat und die Kaderplanung ausreichend waren, um die Vorzeigemannschaft der Jugend mit aller Kraft in der obersten Liga zu halten. Zumindest bei der Durchlässigkeit gibt es Erfolge. Mit Jamie Leweling hat es ein Spieler geschafft, zu den Profis durchzustoßen, Mert-Yusuf Torlak und Viktor Miftaraj durften bei Stefan Leitl erste Erfahrungen sammeln.

In der aktuellen sportlichen Situation nutzt das Ried wenig. Er versucht die Mannschaft auf die letzten Spiele einzuschwören, den Kopf oben zu halten und vielleicht doch noch das Unmögliche möglich zu machen.

Nach dem 1:5 in Ulm war er aber zunächst ziemlich angefressen. "Wir haben unfassbare Fehler gemacht. Manchmal kann man als Trainer ein Team einstellen wie man will. Wenn dann so viele individuelle Fahler dazukommen, kannst du nichts machen. Ulm war einfach effektiv und hat uns aufgezeigt, was Effizienz ist. Die Jungs haben am Montag und Dienstag keinen Ball gesehen. So ein Auftritt ist nicht akzeptabel." Am Samstag will das Team ein anderes Gesicht zeigen. Mit dem FC Bayern München kommt das Schwergewicht der Liga (12 Uhr, Charly-Mai-Sportanlage) nach Fürth – der Bayerische Fußballverband tagt am Freitagvormittag, ob er spielen lassen will.

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