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Akbakla, Benes und Co. in Zeiten von Corona: Zu viel Zeit am Wochenende

Coronavirus

Das Coronavirus stellt Amateurfußballer vor ganz neue Herausforderungen: Wie soll man fit bleiben, wenn man doch nicht ins Training gehen kann? Für Eltersdorfs Torhüter Tugay Akbakla stellt die jetzige Trennung von seinen Teamkollegen einen Vorgeschmack auf das dar, was ihn nach der Pause erwartet. Es geht um eine Frau.

Muss sich erst an die Zwangspause gewöhnen: Eltersdorfs Torhüter Tugay Akbakla

 / © Sportfoto Zink

Als das Handy klingelt, sitzt Pascal Benes auf der Coach und schaut Netflix. Die Serie "The Blacklist" haben ihm seine Kollegen vom SC Adelsdorf empfohlen. Dass er sonntags zu Hause sitzt, passiert Benes selten, normalerweise ist er am Wochenende im Doppel-Einsatz: als Torjäger in der Bezirksliga und als Trainer des Frauenteams. "Der Sonntag geht immer für Fußball drauf, deshalb habe ich heute länger geschlafen." Am Vormittag war Benes Joggen, auch seinen Spielerinnen hat er zwei Läufe pro Woche aufgetragen - "falls die Saison doch wieder beginnt". Am Nachmittag, so Benes, steht noch etwas anderes an: Prüfen, ob mit dem Home-Office-Zugang alles klappt. Wie bei vielen Fußballvereinen ruht auch beim SCA der Trainingsbetrieb bis 23. März. Nachdem Bayern am Montag den Katastrophenfall ausgerufen hat, wird die Pause noch wesentlich länger dauern. 

Der Fußball, sagt Tugay Akbakla, wird ihm fehlen. Er wisse gar nicht so recht, wie das funktionieren soll: Seit seiner Kindheit gehört der Fußball zu seinem Leben. Bis zu fünf Mal in der Woche steht der Torwart zwischen den Pfosten des Bayernligisten SC Eltersdorf. Seit Freitagabend aber nicht mehr - der Coronavirus hat die Liga vorerst unterbrochen, das Freitagsspiel fiel aus. "Wir wollten stattdessen trainieren, dann wurde das abgesagt - jetzt muss fortan jeder selbstständig drei Läufe absolvieren und den Screenshot der Laufapp an den Trainer schicken." Am Freitag aber, da saßen sie noch einmal zusammen im Sportheim, so wie immer nach dem Training, nach den Spielen. Das geht nun auch nicht mehr. "Was mach' ich nur mit all der Zeit", sagt Akbakla. Arbeiten will er so gut es geht als selbstständiger Versicherungsvertreter, Playstation spielen mit den Teamkameraden. "Das Sportheim wird fehlen", sagt er. Akbakla meint: die Freunde. Wenn auch am Freitag Simon Drießlein und Karim Said fehlten. "Seit Karim eine Freundin hat, ist ihm das wichtiger geworden", sagt Akbakla und grinst. Das Fehlen war schon ein Vorgeschmack auf das, was nun kommen wird.

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