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Weilands Top-Elf: Dieses Team "könnte ohne Probleme durch die Liga marschieren"

Kreisliga 2

Kaum einer kennt die Kreisliga 2 so gut wie er. Seit vielen Jahren steht Frank Weiland für das Urgestein der Liga, den SV Ermreuth, im Tor. Er hat viele gute Kicker kommen und gehen sehen, für nordbayern Amateure hat er nun seine Top-Elf der letzten Jahre zusammengestellt.

Kaum einer kennt die Kreisliga 2 so gut wie er. Seit Jahren steht Frank Weiland im Ermreuther Tor.

In dieser Saison muss Weiland aufgrund einer Schulteroperation pausieren, noch ist nicht genau abzuschätzen, wann er für seinen SVE wieder das Tor hüten kann: „Ich will auf alle Fälle wieder einsteigen. Momentan mache ich aber noch Reha-Sport, denn zwischendurch gab es immer wieder Komplikationen.“ Seiner Mannschaft schaut er trotzdem so oft es geht zu, wobei es in dieser Saison ohne ihn nicht recht laufen wollte. Platz 13 steht momentan zu Buche, aber wohin die weitere Reise geht, ist mit der momentanen Situation um das Coronavirus nicht einzuschätzen.

In den Jahren zuvor war Weiland eine feste Größe und zählte zu den besten Keepern der Kreisliga. Er brachte schon einige Angreifer zur Verzweiflung und erarbeitete sich große Anerkennung. Zwar kann sich der 28-Jährige nicht mehr an jeden einzelnen Gegenspieler erinnern, die Ausnahmekönner sind ihm aber in Erinnerung geblieben. Für nordbayern Amateure hat er nun seine persönliche Top-Elf der letzten Jahre zusammengestellt, die seiner Meinung nach „ohne Probleme durch die Liga marschieren könnte". Sein Team lässt er im 3-4-3-System spielen, und gespickt ist es mit Ermreuther Weggefährten.

Der Torhüter

Weiland hütet nicht selber den Kasten, er hat einen Keeper ausgewählt, der schon seit Jahren für höchstes Kreisliga-Niveau steht. Über Martin Jäger vom TSV Brand hat er nur Positives zu berichten. „Man wusste immer, wenn man gegen Brand spielt, dass da ein Bomben-Keeper im Tor steht, der fast alles hält. Es war immer eine große Herausforderung, gegen ihn ein Tor zu machen.“

Die Abwehrreihe

In der Dreierkette davor ist ein weiterer Brander vertreten, auch Rene Schroft imponiert Weiland mit seiner Spielweise. Daneben spielt mit Alexander Stengel ein wahrer Leader, der Diepersdorfer Kapitän ist für seine Robustheit und Zweikampfstärke gefürchtet. „Lange Bälle darfst du gegen diese Spieler nie spielen, weil sie sehr kopfballstark sind.“ Komplettiert wird das Trio von Matthias Escherich, dem langjährigen Mitspieler von Weiland. „Das Zweikampfverhalten und Stellungsspiel von Matthias sind einfach Wahnsinn. Ich war immer froh, wenn ich mit ihm spielen konnte.“

Das Mittelfeld

Weiter geht die Ermreuther Achse mit Markus Hammerand, den sein Keeper nicht wie zuletzt so oft in der Innenverteidigung, sondern auf der Sechser-Position aufstellen würde. Seine technischen Fähigkeiten, die Schnelligkeit und die körperliche Robustheit sieht Weiland eins weiter vorne noch besser aufgehoben. Unterstützt wird er im Mittelfeld von seinem routinierten Cousin Mathias, zu dem Weiland eine spezielle Anekdote erzählen kann: „Ich habe seinen Schulterbruch, der ihn lange außer Gefecht setzte, zu verantworten. Ich bin bei einem langen Ball rausgekommen, bin mit dem Knie oben abgesprungen, und Mathias war leider im Weg.“ Eine feste Größe in der Elf ist auch Philipp Lämmermann, den Spielertrainer des FC Reichenschwand halten nicht wenige für den besten Einzelspieler der Liga. Auch Weiland ist von dessen Dynamik begeistert: „Vor den Spielen gegen Reichenschwand haben wir immer gehört, passt auf den Lämmermann auf und versucht sein Spiel zu unterbinden. Wie er die Fäden zieht, das ist schon stark.“ Vom Lokalrivalen TSV Neunkirchen hat es Markus Conrad in die Mannschaft geschafft. Auf sein Tempo und feine Technik will Weiland nicht verzichten.

Der Sturm

Auch Conrads Teamkollege Manuel Menges hat jahrelang nachgewiesen, dass er zu den Besten seines Faches gehört, und so führte auch kein Weg an ihm vorbei. „Menges muss man immer auf dem Schirm haben, er ist immer brandgefährlich.“ Abgerundet wird das Team von einem Duo, dass in den letzten Jahren Scorerwerte erzielt hat, die wohl so schnell nicht wieder erreicht werden: Andreas „Gigi“ Hammerand und Maik Sprenger. Weiland durfte die beiden hautnah im Training zusammen wirbeln sehen und ist sich sicher, dass sein ehemaliger Trainer Sprenger ihm mehr Buden eingeschenkt hat. Schämen muss man sich dessen sicher nicht, gibt es doch kaum einen Keeper in der Kreisliga 2, der sich noch kein Tor vom Bomber der Liga eingefangen hat: „Wie viele Tore Maik geschossen hat die letzten Jahre, das ist einfach Wahnsinn. Mit seiner Technik braucht er nicht viele Chancen, der Ball geht irgendwie rein. Er hat einfach einen Torriecher vor dem Herrn. Oftmals war es so, dass ‚Gigi‘ die Wege ging und dann auf den Maik vorgelegt hat. Aber auch der Andi ist technisch stark, schnell und hat eine enorme Schussgenauigkeit.“

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