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Vereine machen ernst: Online-Petition für Saisonabbruch gestartet

Petition gestartet

Unter Federführung von Dirk Schaefer, Abteilungsleiter des FC Stein, wurde eine Petition eingereicht, die auf den Abbruch der Saison 2019/20 abzielt. Mehrere Vereine zeigen sich solidarisch.

"Wir fordern den sofortigen Abbruch der Saison 2019/20": Der FC Stein hat eine Petition gestartet.

 / © Zink / DaMa

Im Vorfeld wurde bereits darüber berichtet, nun ist die Petition für den Saisonabbruch angelaufen. Dabei soll die Tabelle vom 13.03.2020 unter Anwendung einer Quotientenregelung gewertet werden. 24 Vereine stehen aktuell neben dem FC Stein, dessen Abteilungsleiter Dirk Schaefer die Sache ins Rollen gebracht hat, hinter dem Vorhaben. 

"Wir fordern den sofortigen Abbruch der Saison 2019/20 in den bayerischen Amateurfußball-Ligen (Änderung § 13 Ziffer 1. Abs. 2 der SpO). Wir plädieren für einen Abbruch mit Wertung der zum Zeitpunkt 13.03.2020 aktuellen Tabelle unter Anwendung der Quotienten Regelung (Punkteschnitt pro ausgetragenem und gewerteten Spiel). Auf dieser Grundlage bleiben die Aufstiegsrechte in den jeweiligen Spielklassen erhalten.

Begründung:

Der BFV hatte am 04.05.2020 die Unterbrechung der Saison 2019/20 bis mindestens zum 31.08.2020 und die anschließende Fortsetzung der Saison 2019/20 beschlossen. Auf Grund der jüngsten Entwicklungen müsste der BFV diesen Beschluss aufheben und die Saison 2019/20 umgehend abbrechen. Der BFV ist gemeinsam mit Thüringen der einzige von 21 Regionalverbänden, der seine Saison im Amateurbereich nicht abgebrochen hat. Selbst in der Jugendbundesliga wurde die Saison abgebrochen. Die rechtlichen Probleme könnten bei einem Abbruch auch im Rahmen gehalten werden, wie es andere Verbände vormachen: Keine Absteiger und Aufsteiger nach der sog. „Quotienten-Regelung“ bestimmen. Damit würde man allen Vereinen eine weitgehend sportliche Entscheidung entgegen bringen. Welcher Verein bei einer Bestimmung nach der Quotienten-Regelung dann auch noch tatsächlich klagen wollen würde, bleibt dann sicherlich fraglich. Diese Entscheidung würde einer sportlichen Entscheidung am nähesten kommen und wäre auch argumentativ sehr nachvollziehbar.

Besonderes Problem bei einer Fortführung der Saison sind nun die Vereinswechsel zum Sommer. Dies wurde jetzt nochmals deutlich als der BFV die Richtlinien zu den Vereinswechseln vorgestellt hat. Hier wird es zahlreiche Probleme und Ärger zwischen den Vereinen geben, der vermeidbar ist. Durch die festgelegten Wechselmodalitäten steht eine arge Wettbewerbsverzerrung zu befürchten, die am Ende auch keine sportlich faire Saisonbilanz zulässt.

Mit einem Saisonabbruch mit Aufsteigern nach Quotienten-Regelung und ohne Absteiger wäre nun auch für alle Vereine Planungssicherheit für die Zeit geschaffen in der es tatsächlich wieder losgehen kann. Ligazugehörigkeit, Trainerverträge und Vereinswechsel könnten über den Sommer ordentlich bestimmt werden. Eine neue Saison könnte nach eine Vorbereitungsphase dann ab dem 01.09.2020 (oder eben später) starten – auch im Wissen, dass hierfür Flexibilität (z.B. verkürzte Saison) notwendig sein könnte. Die Vereine könnten sich nun auf eine neue Spielzeit regulär und unter gleichen Rahmenbedingungen vorbereiten, selbst wenn ein Start ab dem 01.09.2020 noch nicht möglich wäre. Auch die Übergänge von Junioren in den Herrenbereich und die Übergänge mit anderen Verbänden wären mit einem Abbruch klar nachzuvollziehen und ohne größere Probleme bestehend.

Insgesamt war die Entscheidung des BFV von Anfang Mai vielleicht damals noch nachvollziehbar, wenn auch doch arg gelenkt. Mittlerweile wurden jedoch deutlich klarere Konzepte in fast allen anderen Verbänden umgesetzt, die nun auch in Bayern umzusetzen wären. Dafür müsste der BFV die Änderung in § 13 Ziffer 1. Abs. 2 der SpO rückgängig machen und den sofortigen Abbruch der Saison 2019/20 beschließen. Bei den Vereinen ist hierfür mittlerweile eine große Zustimmung gewachsen."

Stein ist nicht alleine

Der FC Stein steht mit seinem Ansinnen nicht allein da. Bisher unterstützen folgende Vereine die Petition: SpVgg Erlangen, ASV Fürth, TSV Sack, ASV Weinzierlein, FC Eschenau, SV Raitersaich, Post SV, SV Schwaig, SC Großschwarzenlohe, FC Großdechsendorf, SV Burggrafenhof, ASV Vach, TSV Falkenheim, DJK Eintracht Süd, TV 48 Erlangen, TSV Ammerndorf, Megas Alexandros, SV Großweismannsdorf, FC Bayern Kickers, KSD Hajduk, SG Weigendorf / Hartmannshof, ATSV Erlangen, STV Deutenbach, ASV Zirndorf. Möglicherweise werden es noch mehr.

>>> Hier geht es zur Petition

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