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Streit im Amateurfußball lässt den SC Feucht kalt

Landesliga Nordost

Ungewissheit und Streitigkeiten prägen derzeit das Bild des bayerischen Amateurfußballs. Es herrscht noch immer keine Klarheit, wann der Ball auf den Sportplätzen wieder rollen wird, ob der angepeilte Restart im September zu realisieren sein wird. Einen Verein lässt all dies jedoch völlig kalt: den SC Feucht, den souveränen Tabellenführer der Landesliga Nordost.

Sieht die derzeit aufgeheizte Stimmungslage im bayerischen Amateurfußball gelassen: SC-Feucht-Macher Manfred Kreuzer

 / © Sportfoto Zink

"Uns ist es völlig egal, welche Entscheidung getroffen wird", sagt Manfred Kreuzer, seit ewigen Zeiten der Macher und die Seele des Sportclubs. Für ihn zählt nur eines: der Aufstieg in die Bayernliga nach zuletzt drei gescheiterten Anläufen. Kreuzer hat gut lachen, denn angesichts des stattlichen Vorsprungs in der Tabelle von zehn Punkten ist das Ziel zum Greifen nahe. Das Risiko, diesen Traum nicht verwirklichen zu können, das räumt er ein, sei nur noch gering.

Die Feuchter haben zwar die heuer fällige Feier ihres 100-jährigen Bestehens auf 2021 verschoben, doch in sportlicher Hinsicht sind sie voll auf der Höhe und waren der Realisierung ihrer Ambitionen bis zur Saisonunterbrechung schon sehr nahe gekommen.

Eines der Themen, die derzeit nicht nur im bayerischen Amateurfußball die Gemüter erhitzen, sind Wechselbedingungen für Spieler im Sommer. "Das tangiert uns nicht", winkt Kreuzer ab, "denn unsere Planungen für die neue Saison, egal in welcher Liga, sind bereits abgeschlossen." Die künftige Mannschaft stehe bis auf ein oder zwei Spieler. Nach einer realisierten Statusänderung hätten in Feucht alle Spieler und auch Trainer Florian Schlicker bereits die entsprechenden Verträge unterschrieben.

Mit der Rückkehr auf den Rasen zum Training lässt sich der Sportclub noch Zeit: Erst in knapp vier Wochen soll die Vorbereitung starten. "Wir haben dann noch vier Wochen Zeit, bis der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird", erzählt Kreuzer, dem dieser Zeit absolut ausreichend erscheint.

Der Mann, dessen Anteil an den Erfolgen des Vereins im Waldstadion, die bis in die höchste Amateurliga führte, enorm ist, schließt das Gespräch mit einem breiten Grinsen auf den Lippen und einem durchaus nachvollziehbaren Satz: "Selbst wenn abgebrochen wird, haben wir überhaupt kein Risiko." Da er kein Pessimist ist, wird er aber kaum bestreiten, dass seine Mannschaft nun auch mit der Fortsetzung der Saison bereits mit mehr als einem Bein in der Bayernliga steht.

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