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Die Qualitätsoffensive des TSV Kornburg geht weiter: Stanislaus Herzel kommt vom FV Illertissen

Landesliga Nordost

Der TSV Kornburg hat mit einem spektakulären Transfer untermauert, dass er zukünftig nicht mehr nur um den Klassenerhalt in der Landesliga kämpfen möchte.

Ein neuer Mann mit großem Namen: Stanislaus Herzel (links) wechselt zum TSV Kornburg.

 / © TSV Kornburg

Die Schlagzeilen in der wegen Corona punktspielfreien Zeit liefert eindeutig der TSV Kornburg. Die Rücktritte von Fußball-Abteilungsleiter Rainer Nusselt und dessen Stellvertreter Oliver Milutinovic sind gerade erst verarbeitet, da präsentierten die aktuellen Entscheidungsträger mit Stanislaus Herzel einen weiteren hochkarätigen Neuzugang und setzten fort, womit sie bereits vor der Winterpause begonnen hatten: Der Spielerkader des abstiegsbedrohten Landesligisten soll soweit aufgepeppt werden, damit nicht nur das Thema "Abstieg" nach dem Re-Start möglichst schnell zu den Akten gelegen werden kann. Schließlich haben die Kornburger ja schon im Winter mit der Verpflichtung von Tim Olschewski, Artan Selmani und Danilo Dittrich viel Qualität in ihren Kader bekommen.

"Nicht kleckern, sondern klotzen" lautet an der Kellermannstraße in dieser Saison offensichtlich wieder die Devise, denn der aktuelle Neuzugang ist sicherlich einer, den man in die Kategorie "Hochkaräter" einordnen könnte. Allein die sportliche Vita von Stanislaus "Stani" Herzel, der einst von der U19 des SC 04 Schwabach sein Glück im höherklassigen Fußball gesucht und es schließlich auch gefunden hat, ist interessant. Aus Schwabach ging es in die U19 des SSV Jahn Regensburg, wo er in der Nachwuchs-Bundesliga spielte. Danach begann Herzels Regionalliga-Zeit. Die ersten Sporen in der vierten Spielklassen-Ebene verdiente er sich bei der zweiten Mannschaft des FC Ingolstadt 04. Von dort ging es 2013 zur "Zweiten" des FC Augsburg. Danach war Zweitligist Jahn Regensburg sein Ziel. In der 2. Liga hatte er jedoch keine Einsätze. Diese gab's dann wieder ab der Saison 2015/16 beim damaligen Regionalligisten SV Seligenporten. In der Saison 2018/19 war der technisch versierte Defensivspieler, der vorzugsweise auf der linken Abwehrseite eingesetzt werden kann, beim FV Illertissen (Regionalliga Bayern) unter Vertrag.

Und jetzt ist "Stani" Herzel, der inzwischen wieder in Pleinfeld zu Hause ist, beim TSV Kornburg gelandet. Dort hat man sehr wohl erkannt, dass der geplante Ligapokal eine Option sein könnte, um doch möglichst schnell seine sportlichen Ziele umsetzen zu können. Teammanager Josef Maiser hat ja nie einen Hehl aus seiner Absicht gemacht, den TSV kurz- bis mittelfristig in der Bayernliga zu etablieren.

Nachdem sich Rainer Nusselt und Oliver Milutinovic genau wegen dieser Überlegungen aus der Abteilungsspitze zurückgezogen haben, sind diese Posten in Kornburg vakant, doch will man dort nun die Kräfte bündeln. Teammanager Josef Maiser wird natürlich ebenso in den Entscheidungsprozess beim Landesligisten einbezogen wie Trainer Hendrik Baumgart oder das eine oder andere Vorstandsmitglied.

Die Mannschaft ist seit geraumer Zeit wieder im Training. Bis zu 25 Mann tummeln sich zweimal pro Woche auf dem Sportgelände. Natürlich haben sie dabei stets die aktuellen Corona-Vorschriften im Blick. Gut möglich, dass die Mannschaft vor dem möglichen Re-Start noch eine Pause einlegen wird, dies hängt aber alles von der weiteren Entwicklung rund um Corona ab.

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