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Seligenporten holt zwei ehemalige ASV-Neumarkt-Stützpfeiler

Bayernliga Nord

Wechselspiele beim Oberpfalz-Nachbarn DJK Ammerthal ermöglichen dem SV Seligenporten in der fußballfreien Zeit eine Nachrüstung des Bayernliga-Aufgebots.

Zwei Ex-Neumarkter für den SV Seligenporten: Christian Schrödl (links) und Bernhard Neumayer

 / © Sportfoto Zink (Montage: nbA)

Die Spatzen pfiffen es in den vergangenen Tagen längst von den Dächern, doch Michael Pfeifer hat im hochklassigen Amateurbetrieb und speziell in den zurückliegenden Monaten genug erlebt, um sich mit voreiligen Ankündigungen zurückzuhalten. "Es ist kein Geheimnis, dass es ein beidseitiges Interesse gibt", kommentierte der Spielleiter des SV Seligenporten also zunächst die Gerüchte um die Verpflichtung zweier Spieler.

Natürlich hatte auch Pfeifer den überraschenden Abgang von Trainer Dominik Haußner beim Bayernliga-Konkurrenten in Ammerthal verfolgt und seine Schlüsse gezogen, was die Zufriedenheit einer gewachsenen Fraktion aus der Neumarkter Gegend angeht. Während Jungtalent Florian Hausner zwischenzeitlich bereits den direkten Weg zurück zum ASV eingeschlagen hat und der SC Ezelsdorf die Fühler nach Daniel Wolf ausstreckte, konzentrierte sich das Interesse der Seligenportener auf zwei gestandene Haußner-Schützlinge aus der Neumarkter Landesliga-Meistermannschaft von 2016.

Qualitativer Gewinn trotz Abgängen

"Ich kenne beide schon seit der Jugend und habe nicht erst einmal versucht, sie zu uns zu holen", gestand Michael Pfeifer über Christian Schrödl und Bernhard Neumayer, ehe der Kaderplaner zur Wochenmitte freudig den Vollzug bestätigte. Demnach lösten die bisherigen Ammerthaler Führungskräfte – der eine als Kapitän und der zweite als Torjäger – ihre Verträge fristgemäß auf und wechseln ablösefrei in ein neuerliches Verhältnis als Vertragsamateur. 

Wenngleich Pfeifer über finanzielle Details schweigen mag, so lässt er durchblicken, dass die Bezüge der Neuzugänge genau wie die der Kollegen aufgrund der speziellen Situation an die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs gekoppelt sind. Selbst die jüngste Aufhebung des Verbots von Körperkontakt auf dem Platz ließ die Verantwortlichen indes am Entschluss festhalten, erst am 1. August wieder richtig einzusteigen. "Bis dahin bringen sich die Jungs im Juli auf freiwilliger Basis in einen entsprechenden Fitnesszustand. Eine Vorbereitung über mehr als fünf Wochen wäre aus unserer Sicht Quatsch", stützt Pfeifer den Standpunkt von Übungsleiter Gerd Klaus, der wiederum die Verstärkungen in seiner Auswahl begrüßte. Schließlich verzeichnete der Tabellendritte in der Rundenpause den Verlust seiner beiden Studenten aus den USA. Dass sich Ekern Fletcher (nach England) und Kamron Crow (TSV Kornburg) jedoch ohne größeres Aufsehen verabschieden konnten, lag freilich an ihren Rollen als Ergänzungsspieler und dem positionsgetreuen Ersatz. Mit Defensivstratege Bernhard Neumayer und Stürmer Christian Schrödl "werden wir uns qualitativ nicht verschlechtern", konstatiert Manager Pfeifer. Vielmehr hätten die beiden 26-Jährigen "ihr Potenzial noch gar nicht komplett ausgereizt". Mit Blick auf die vehement anvisierte Regionalliga-Rückkehr "sieht es so aus, als ob wir gestärkt aus der Krise hervorgehen".

Nicht einmal weitere Nachrüstungen will Michael Pfeifer, der sein Geschäft eben kennt, ausschließen. "Du hast immer mal wieder jemand zum Probetraining da", bekennt er süffisant. Das Ammerthaler Sortiment indes bietet in Person von Christoph Bellmann und Ferdinand Buchner gar ein weiteres Duo mit Neumarkter Vergangenheit, wobei es Letztgenannter schon zweimal beim SVS probiert hat.

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