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Buckenhofen mit neuem "Co": "Mal sehen, wie schnell unser Konzept greift"

Bezirksliga Nord

Beim SV Buckenhofen hat der neue Spielertrainer Tobias Eisgrub sein Amt im Mai früher als geplant angetreten - und sein Team gleich in eine ausgiebige Pause geschickt. Als Hausaufgabe gab es lediglich Ausdauereinheiten, die jeder in Eigenverantwortung absolvieren sollte.

In Buckenhofen beginnt das Training am nächsten Montag – mit dem einstigen Erlanger ATSV-Keeper Christian Hildebrand als neuem Co-Trainer.

 / © Zink/JüRa

Eisgrub: „Ich habe da an die Vernunft appelliert. Wenn die Jungs nach so einer langen Pause nicht halbwegs fit ins Training einsteigen, ist die Verletzungsgefahr einfach zu hoch. Aber ich denke, das hat gut geklappt.“ Nur einmal hat sich das Team real und nicht virtuell getroffen: Als Eisgrub seinen Co- und Torwarttrainer Christian Hildebrand vorstellte, der zuvor beim ATSV Erlangen, dem SC Adelsdorf und dem SC Eltersdorf tätig war. „Den kannte kaum einer und da war das Treffen sinnvoll, zu diesem Anlass haben wir auch ein wenig trainiert.“ Als offiziellen Trainingsauftakt hatte sich das Trainerteam nun Montag, 20. Juli ausgeguckt. Für diesen Tag waren auch von Verbandsseite neue Lockerungen erwartet worden. „Dass Kontakttraining nun schon früher erlaubt wurde, kam überraschend, aber wir haben dann nichts mehr geändert. Unser Vorbereitungsplan erscheint mir ausreichend“,

Man habe bewusst die lange Pause gewählt. Erstens habe man beim SVB keinen Mehrwert in diesen Kleingruppen-Einheiten gesehen, zweitens wollte man sich dann richtig auf den Re-Start Anfang September fokussieren. „Dieses Vor-sich-hin-Trainieren ohne ein konkretes Ziel bringt meiner Meinung nach nichts. Wir als neue Trainer wollen ja neue Impulse setzen und wollten uns nicht schon vor einem möglichen Saisonstart abnutzen.“ Jetzt wolle man lieber etwas langsamer beginnen und die Intensität langsam steigern, „damit keiner von den Jungs umkippt“, wie Eisgrub lachend anmerkt.

Mittlerweile glaubt er auch daran, dass die Runde fortgesetzt werden kann. „Das war nicht immer so“, räumt er ein. Doch nach immer mehr Öffnungen der Politik sei er optimistisch. Etwas weniger zuversichtlich ist er hinsichtlich der sportlichen Ziele. In der Hinrunde hatte man die Tabelle der Bezirksliga Nord schon angeführt, war dann aber – auch wegen einer heftigen Verletzungsmisere – auf Rang drei durchgereicht worden.

Jetzt wäre man wieder komplett, doch drei wichtige Spieler haben laut Eisgrub trotz ursprünglicher Zusagen, die Saison beim SVB zu beenden, den Verein vorzeitig im Sommer verlassen. Mit Innenverteidiger David Friedrich (Spielertrainer bei der DJK Schnaid/Rothensand), Felix Pfister (zu Jahn Forchheim) und Timo Strohmer (Eintracht Bamberg) fehle die komplette Mittelachse. Ob die Neuzugänge Jonas Gräbner (TSV Ebermannstadt) und Jannik Schwarzmann (TSV Pinzberg) diese Lücken so schnell schließen können, bleibe abzuwarten.

Dennoch wolle man so lange wie möglich vorne dran bleiben, obwohl sieben Punkte Rückstand auf Platz zwei schon eine gehörige Hypothek seien. Zumal die Topteams Türkspor/Cagrispor Nürnberg (zehn teils hochklassige Neuzugänge) und SV Gutenstetten finanziell deutlich besser aufgestellt sind und nochmals kräftig aufgerüstet haben. Eisgrub gibt sich aber angriffslustig: „Mal sehen, wie schnell unser Konzept greift. Am Saisonende treffen wir noch auf beide Konkurrenten – und bis dahin sind wir vielleicht schon so weit, sie zu Fall zu bringen.“

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