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Petr Ruman: "Die Finanzen geben natürlich weiter die Richtung vor"

Regionalliga Bayern

Mit der Aufhebung des Kontaktverbots ist auch bei der U23 der SpVgg Greuther Fürth neuer Schwung ins Training gekommen. Bereits am vergangenen Wochenende absolvierte sie ihr erstes Testspiel.

Kleeblatt-U23-Coach Petr Ruman.

 / © Sportfoto Zink

In Offenbach unterlag das Kleeblatt mit 0:2. An diesem Wochenende steht der zweite Test bei Viktoria Pilsen in Tschechien an. „Man hat gemerkt, dass wir lange keine Spiele hatten. Die Partie in Offenbach war der erste Schritt zurück auf dem Weg zu alter Form“, sagte Trainer Petr Ruman. Am 22. Juni hatten sich seine Spieler zur ersten Einheit getroffen. „Wir haben natürlich mit den gegebenen Beschränkungen und der Umsetzung des Hygienekonzepts angefangen. Die Spieler kamen umgezogen mit Mundschutz aufs Vereinsgelände, haben auf Abstand trainiert und sind im Anschluss zum Duschen nach Hause gefahren. Seit zwei Wochen dürfen wir wieder normal Zweikämpfe führen. Am restlichen Ablauf hat sich nichts geändert.“ Eine Woche später standen bereits die ersten Personalentscheidungen an. Wie in jedem Jahr, wird sich der Kader verändern. „Wir haben uns im Verein bei den Verträgen darauf verständigt, dass wir die Vertragssituation ab dem 30.6. wie nach dem Ablauf einer regulären Saison behandeln. Wir stellen seit dem 1. Juli ein Team mit Perspektive zusammen, unabhängig vom späteren Saisonende.“ Verlassen haben den Verein Lucas Zahaczewski (SpVgg Bayreuth), Janik Engelhard, Patrick Ort, Patrick Tischler (beide ATSV Erlangen), Malik McLemore, Laurin Klaus und Rodin Deprem. Für Peter Jost wird die Zeit im Kleeblatt-Trikot ebenfalls enden. Er darf sich momentan bei der U23 aber noch fit halten und mittrainieren. McLemore war mit großen Ambitionen vor einem Jahr von Bayern Hof nach Fürth gewechselt, kam sogar zu einem Kurzeinsatz bei den Profis beim Auswärtsspiel in Kiel. „Mit Malik habe ich bereits im Winter gesprochen, dass er im Sommer den nächsten Schritt gehen soll. Bei uns hat es am Ende nicht gereicht, aber ich hoffe, dass wir ihn nächste Saison in der 3. Liga wiedersehen“, erklärt Ruman.

Auch einige Neuzugänge stehen fest. Aus der eigenen U19 rücken Rodney Elongo-Yombo, Amer Habibovic, Viktor Miftaraj, Tobias Schaffors und Mika Trenkwald nach. Mit Dennis Owusu (19) kommt ein flinker Außenbahnspieler von der U19 des SV Darmstadt 98. Vom ASV 13 aus der Wiener Stadtliga wurde schon im März Thomas Komornyik verpflichtet.

Aktuell umfasst der Kader 13 Spieler. Weiter mit an Bord bleibt Leitwolf Daniel Adlung. Gegenüber dem kicker sagte er in einem Interview: „Ich habe noch Bock auf Fußball. Wenn ich aber merke, dass der Körper das Pensum nicht mehr leisten kann, dann sage ich: Das war’s.“

Ligapokal und Restsaison

Angesprochen auf die doch recht dünne Kaderdecke, bleibt Trainer Ruman gelassen: „Die Finanzen geben natürlich weiter die Richtung vor. Es ist noch offen, wie es weitergeht. Das betrifft nicht nur uns, sondern auch die Profis. Wir müssen dreimal schauen, wo das Geld hingeht. Wir werden das Team weiter verjüngen. Und Corona hin oder her, gerade jetzt besteht für junge Spieler die Chance, sich noch mehr ins Schaufenster zu stellen. Wir werden auch weiterhin den einen oder anderen Spieler aus der U19 einsetzen. Das ist wichtig für deren Weiterentwicklung und dass sie sich frühzeitig an den Männerfußball gewöhnen.“ Die U19-Akteure, die altersbedingt zu ihm ins Team gewechselt sind, haben sich mittlerweile gut eingefunden. „Man hat am Anfang gemerkt, dass ihre Saison nicht so positiv verlaufen ist. Aber sie sind alle engagiert und hauen sich voll rein“, sagt Ruman.

Ab September soll die Regionalliga-Saison fortgesetzt und zu Ende gespielt werden. Zusätzlich startet am 5. September der Ligapokal. Eingeteilt in zwei Vierer- und drei Dreiergruppen geht es am Ende um den Einzug in die DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/2022 und den Einzug in das Viertelfinale des Toto-Pokals. Die SpVgg trifft in ihrer Gruppe auf den FC Schweinfurt 05, den TSV Aubstadt und Viktoria Aschaffenburg.

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