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Vierke warnt vor den Landesliga-Qualitäten des SV Ornbau - Dombühl fordert Fairplay ein

Vorschau Bezirksliga Süd 20. Spieltag

Der TSV 1860 Weißenburg hat mit Kellerkind SV Ornbau eine machbare Aufgabe vor der Brust, doch TSV-Trainer Markus Vierke warnt. Zu einem Derby treffen sich der TV Hilpoltstein und der TSV Greding. Über den Tellerrand blickt hingegen Dombühls Trainer Markus Engelhardt, der angesichts von Corona die Vereine zu Geschlossenheit aufruft.

Attestiert seinem Team einen hohen Grad an Motivation: Markus Vierke (rotes Shirt), der mit dem TSV 1860 Weißenburg zu seinem Ex-Verein SV Ornbau fährt.

 / © Uwe Mühling

Mit einem Heimsieg hat der TV Hilpoltstein beim Re-Start gleich die Möglichkeit, Boden auf die Spitzengruppe gutzumachen. Allerdings hat der TSV Greding seinerseits mit einem Dreier beim Derby die Chance, bis auf zwei Punkte an den Gastgeber heranzukommen und sich einen Vorsprung zu den Mannschaften aus dem hinteren Mittelfeld aufzubauen. Das Team der beiden Spielertrainer Fabian Schäll und Florian Grau startete am 27. Juli mit der Vorbereitung und traf dabei auch auf den Ex-Verein der Beiden, nämlich auf den Regionalligisten VfB Eichstätt. Mit einer 0:3-Niederlage zog sich das Team achtbar aus der Affäre und beim 4:3-Sieg gegen Türkspor/Cagrispor Nürnberg, immerhin Tabellenführer der Bezirksliga Nord, war Grau ebenfalls sehr zufrieden: "Wir stehen gut im Saft und können auf eine starke und konzentrierte Vorbereitung mit interessanten Gegnern zurückblicken. Wir freuen uns aber jetzt alle, dass es jetzt endlich wieder mit der Punktrunde losgeht und besonders auf das Derby. Das Hygienekonzept des Vereins steht und alle Verantwortlichen haben sich große Mühe gegeben." Getrübt wird die Vorfreude aber durch eine sehr lange Verletztenliste, welche aber aktuell noch durch den großen Kader abgefangen werden kann. Längerfristig werden Michael Meier, Niklas Odörfer, Patrick Hauber, Michael Kobras und Fabian Schäll fehlen. Der Spielertrainer muss voraussichtlich bis Ende Oktober pausieren. Wegen verschiedener Blessuren werden auch Simon Wittmann, Enzo Schneck, Simon Forster und Fabian Schnabel fehlen. Die beiden Urlauber Marius Gerlach und Steffen Lieberwirth werden gegen Greding auch nicht mit von der Partie sein. Bei den Gästen blickt Trainer Jürgen Schmid auf eine umfangreiche Vorbereitung zurück: "Auf Wunsch der Mannschaft stehen wir schon sehr lange auf dem Platz. Wir haben auch sehr früh kontaktlos an den Freitagen trainiert, und waren sichtlich froh, als wir in den normalen Trainingsalltag wieder einsteigen konnten." Mit einem 5:1-Kantersieg gegen den Kreisligisten TV Büchenbach könnte der TSV Greding mit einem guten Gefühl in das schwere Derby gegen den Aufsteiger gehen, doch der Trainer fand nach der Begegnung mahnende Worte für sein Team: "Der Gegner hatte nicht seinen besten Tag, und phasenweise erinnerte das Spiel an einen Sommerkick. Um in Hilpoltstein und in den folgenden Spielen bestehen zu können, müssen wir uns noch deutlich steigern und auch etwas aggressiver zu Werke gehen." Bei der Fortsetzung der Punktrunde muss der TSV Greding wegen zahlreicher Verletzungen auf Leistungsträger verzichten. Fabian Schlupf hat sich die Achillessehne gerissen, aber auch Alexander Sipl und Fabian Wolfsteiner werden längerfristig ausfallen. Moritz Rabl und Fabian Koller haben muskuläre Probleme, ihr Einsatz steht deswegen auf der Kippe. Der Gegner ist Schmid noch aus den Spielzeiten in der Kreisliga bekannt: "Hilpoltstein hatte in den letzten Jahren immer ein gutes Team. Mit den beiden Spielertrainern haben sie ihre Qualität noch enorm gesteigert und stehen auch völlig zu Recht in der oberen Tabellenhälfte. Wir müssen von Beginn an aufpassen, dass sie uns nicht überrollen, da sie sehr zweikampfstark sind und immer mit einem hohen Aufwand auftreten."

Beim Einstand des neuen Trainers Alberto Mendez hat es die TSG Roth gleich mit dem Aufstiegsaspiranten aus Dittenheim zu tun. Die lange Zwangspause und das Warten auf den Re-Start machte sich auch bei seinem Team bemerkbar: "Die Unsicherheit, wann es denn endlich losgeht, schlug sich auf die Laune und die Stimmung innerhalb der Mannschaft nieder. Das Team zog in der Vorbereitung im Training gut mit und setzte meine Vorgaben um. In den Testspielen waren die Leistungen wechselhaft, doch mein Konzept ist auf die gesamte Saison ausgelegt. Wir wollen auf alle Fälle den Relegationsplatz verlassen und langfristigen Erfolg haben." In den ersten Wochen der Vorbereitung hatte Mendez nur selten wegen Urlaub oder Verletzungen den gesamten Kader zur Verfügung. Pünktlich zum Re-Start blieb die TSG Roth jedoch vom Verletzungspech verschont und der neue Coach kann aus dem Vollen schöpfen. Sein Dittenheimer Kollege Martin Huber ist nach der langen Pause froh, dass er mit seinem Team wieder in die Punktrunde einsteigen kann: "In den letzten Monaten konnten wir uns ein Bild von den schönen Seiten der Freizeit, auch ohne Fußball, machen. Allerdings hat jedem nach einer gewissen Zeit dann doch der Wettkampf gefehlt. Alle sind nun hungrig auf Fußball, und ich denke auch, dass die Zuschauerzahlen ansteigen werden." Der FV Dittenheim ist bewusst als einer der letzten Vereine der Bezirksliga Süd im August ins Training eingestiegen, da man schon geahnt hatte, dass es wohl erst Mitte September richtig ernst wird. In der komprimierten Vorbereitung absolvierte das Team ein solides Programm und hat sich gut auf den Re-Start vorbereitet, doch leider konnten nicht alle geplanten Testspiele stattfinden. Der Tabellendritte wurde nicht vom Verletzungspech verschont, doch auch wegen Urlaub oder aus beruflichen Gründen wird die Aufstellung gegen Roth auf vielen Positionen verändert. Deswegen wird sich im taktischen Bereich gegenüber dem letzten Jahr auch einiges verändern. Trotzdem gibt sich Huber zum Auftakt selbstbewusst: "Wir wollen auf alle Fälle vorne mit dabei bleiben und einen Dreier mitnehmen. Es wird keine einfache Aufgabe, da die TSG Roth in ihrer Situation nichts zu verschenken hat. Allerdings weiß keine Mannschaft in der Liga, wo sie nach der langen Pause steht."

Für den SV Ornbau kommt es beim Re-Start gleich knüppeldick, da er den Tabellenführer TSV 1860 Weißenburg empfängt. Mit einem Sieg hätte das Team des neuen Trainers Patrick Hilgarth die Möglichkeit, auf die TSG Roth auf dem Relegationsplatz aufzuschließen, doch auch er kennt die Tabelle: “Vom Papier her ist das Spiel eine klare Sache, doch wir wollen den Schwung aus der Vorbereitung mitnehmen. Wir sind froh, dass es endlich wieder losgeht.” Mit der Bilanz aus den Testspielen mit fünf Siegen gegenüber drei Niederlagen ist Hilgarth grundsätzlich zufrieden: ”Wir haben für den Rest der Saison nichts zu verlieren. Ich bin zuversichtlich, dass wir den Klassenerhalt erreichen können, und wir werden mit breiter Brust in die Saison gehen. Das Ziel ist, zukünftig in der Defensive stabiler zu werden und uns in der Offensive zu verbessern sowie insgesamt noch durchschlagskräftiger aufzutreten.” Definitiv ausfallen werden Sebastian Kocher, Michael Strempfl und David Lederer, während hinter dem Einsatz von Mert Aydin, Simon Nachtrab und Marius Lehner noch ein Fragezeichen steht. Für den TSV Weißenburg wäre alles andere als ein Dreier wohl eine Enttäuschung zum Re-Start. Nach einer langen Vorbereitung ist das Team von Markus Vierke auch froh, dass es wieder losgeht: "Wir trainieren schon seit Juli, und nun wird es wieder ernst, weil es um etwas geht. Für das Team war es natürlich etwas leichter sich zu motivieren, da wir vorne stehen und unsere Ziele verfolgen." Der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft hat sich durch das Nachrücken von Spielern aus der eigenen Jugend verschärft, und Vierke kann zum Re-Start aus einem größeren Kader auswählen: "Wir sind jetzt breiter aufgestellt und verfolgen weiterhin die Philosophie, junge Spieler an den Kader der ersten Mannschaft heranzuführen." Trotz des Tabellenstandes wird der Gegner sehr ernst genommen: "Ornbau hat enorme Qualität in seinen Reihen und wird am Ende nicht auf einem Abstiegsplatz stehen. Sie haben einige Leistungsträger mit Landesliga-Format in ihren Reihen, welche wir in den Griff bekommen müssen", sagt Vierke, der auch schon für SV Ornbau als Trainer verantwortlich war.

Die Eisenbahner genießen beim Re-Start Heimrecht gegen den TSV Freystadt, der sich auf einem direkten Abstiegsplatz befindet. Der ESV Ansbach/Eyb kam beim letzten Pflichtspiel vor der Corona-Pause gegen die ebenfalls abstiegsbedrohte TSG Roth nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Um sich die sehr gute Ausgangsposition in der Tabelle zu erhalten, sollte das Team von Jörg Müller auf eigenem Platz gegen die Oberpfälzer optimal punkten: “Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht. Nach so einer langen Pause ist es schwer zu sagen, wo man steht. Die Leistungen in den Testspielen waren insgesamt ordentlich. Am Sonntag zählt das aber nichts, wenn es wieder um Punkte geht. Das Wichtigste ist, schnell wieder in den Wettkampfrhythmus zu kommen.” Routinier Tobias Zippold fällt aus, da er sich wahrscheinlich schwerer am Knie verletzt hat. Außerdem fehlen Jannik Hofmann (im Aufbautraining) und Adama Joof (Zerrung im Oberschenkel). Der TSV Freystadt spielte in der Vorbereitung auf den Re-Start hauptsächlich gegen Mannschaften aus der Kreisliga, damit das Team mit Siegen und Selbstvertrauen in das schwere Auftaktprogramm gehen kann. Allerdings konnte die Mannschaft dieses Vorhaben nicht in allen Partien zur Zufriedenheit ihres Trainers Marco Christ erfüllen: "Nach einer guten Anfangsphase und einer Führung haben wir das Spiel gegen den FC Ezelsdorf noch mit 2:4-Toren verloren. Auch das Unentschieden gegen den Henger SV ist in unserer Situation zu wenig. Die Niederlage gegen Reichertshofen war ärgerlich, denn wir wollen uns im Spiel gegen den Ball verbessern und die Räume für den Gegner eng machen. Sollten wir uns hier nicht steigern, wird es ganz schwer die Liga zu halten. Mit der Leistung bei den 4:1-Siegen gegen Berching und Deining war ich zufrieden, doch ansonsten war die Vorbereitung eher durchwachsen." Christ ist sich der prekären Lage voll bewusst, und für ihn zählen in den nächsten Wochen nur Siege, damit das Ziel Klassenerhalt erreicht werden kann. Nach der 0:3-Niederlage im Hinspiel hängen die Trauben für die Oberpfälzer bei den Eisenbahnern hoch, da wegen Verletzungen und aus beruflichen Gründen der knappe Kader zum Re-Start zusätzlich dezimiert wurde.

Der noch sieglose SV Marienstein bekommt es beim Re-Start gleich mit einem dicken Brocken und einem der Top-Favoriten auf die Meisterschaft zu tun. Am vergangenen Sonntag absolvierte der SVM noch sein letztes Testspiel in der Vorbereitung auf den Re-Start und besiegte dabei Kreisklassist DJK Dollnstein mit 4:1. Das Team mit dem neuen Trainer Dominik Pfuhler an der Seitenlinie geht als krasser Außenseiter gegen den ASV Zirndorf in die Partie, und nach sieben Niederlagen in Folge vor der Zwangspause wäre ein Unentschieden schon eine kleine Sensation. Der Coach und seine Mannschaft haben keinen Druck und empfinden den Rest der Saison als Vorbereitung auf die nächste Saison. "Wir sind nun natürlich alle froh, dass es endlich weitergeht. Die Jungs hatten nach der Freigabe von Pflichtspielen endlich wieder einen festen Punkt, auf den sie hintrainieren konnten. Die Trainingsbeteiligung war gut und alle ziehen voll mit. Am Wochenende erwarten wir mit Zirndorf natürlich gleich ein Spitzenteam, aber wir können befreit aufspielen und haben nichts zu verlieren", sagt Pfuhler, der auf alle Fälle aus der bestehenden Situation das Beste machen möchte. In dieser Begegnung trifft die schwächste auf die beste Defensive der Bezirksliga Süd, doch unterschätzen wird der Tabellenzweite, mit seinem Trainer Martin Hermann, die Oberbayern nicht: "Marienstein ist abgeschlagener Letzter und hat deswegen nichts zu verlieren." Der ASV Zirndorf verlor in der Vorbereitung knapp gegen die beiden Landesligisten ASV Vach und 1. SC Feucht. Nach einer weiteren Niederlage gegen den 1. FC Hersbruck folgte zum Abschluss noch ein 2:0-Sieg beim TSV Wolfstein. Das Team wurde in der Oberpfalz herzlich empfangen und das Spiel fand bei einer tollen Atmosphäre statt, doch ganz zufrieden war der Trainer in den letzten Wochen nicht: "Die Vorbereitung verlief für uns sehr durchwachsen. Wir konnten in keinem Spiel komplett antreten. Wegen Urlaub werden auch in den ersten Begegnungen noch Spieler ausfallen, und wir können deswegen nicht in Bestbesetzung antreten. Ob diese Spielzeit tatsächlich regulär beendet werden kann, ist für mich sehr fraglich, wenn es bei Spielern in der Liga Ansteckungen mit Covid-19 geben würde.” Steven Lange und Christian Niedermeier befinden sich derzeit noch im Aufbautraining und werden noch nicht von der Partie sein.

Der SV Raitersaich steht mit seinem neuen Trainer Rico Röder im Niemandsland der Tabelle und kann zum Re-Start ohne großen Druck in das Heimspiel gegen den FC Dombühl gehen. Allerdings haben die Gäste mit einem Dreier am Zuckermandelweg die Möglichkeit, auf den SVR aufzuschließen. Im Training zog sich der neue Spielertrainer einen Bänderriss im Knie zu und steht seinem Team bis zum Jahresende nicht auf dem Platz zur Verfügung. Röder blickt zufrieden auf die letzten Wochen zurück: "Die Mannschaft hat mich zu Beginn der Vorbereitung positiv überrascht. Die Trainingsbeteiligung in den ersten Wochen war sehr gut, allerdings hatten wir in den letzten drei Wochen noch einen personellen Engpass wegen Verletzungen und Urlaub. In den Vorbereitungsspielen gab es ein Auf und Ab. Im Training werden wir versuchen, persönliche Defizite noch abzustellen." Für die Röder-Brüder ist die Bezirksliga eine neue Herausforderung, da sie über viele Jahre hinweg in der Landesliga, der Bayernliga und auch der Regionalliga gespielt haben: "Die Liga ist Neuland für mich, und von den Gegnern kenne ich nur einzelne Spieler, welche in der Vergangenheit in höheren Ligen spielten." Die Heimstärke des SV Raitersaich soll auch unter dem neuen Coach bestehen bleiben: "Wir wollen weiterhin auf dem eigenen Platz fleißig punkten." FCD-Trainer Markus Engelhardt hat Respekt vor dem Gegner: “Raitersaich hat einige neue Spieler mit höherklassiger Erfahrung verpflichten können, ohne die Leistungsträger abzugeben. Dazu hat mit Rico Röder ein neuer Spielertrainer das Sagen, der sich gewiss mit neuen Ideen einbringen wird. Wenn man rein auf die Einzelspieler schaut, sind wir krasser Außenseiter. Raitersaich hat ganz klar die Stärken in der Offensive. 36 erzielte Tore sind für einen Aufsteiger, bei zwei Spielen weniger, eine sehr gute Ausbeute. Zu Hause mussten sie lediglich eine Niederlage einstecken, und das lässt erahnen, was auf uns zukommt. Gerade in Heimspielen treten sie enorm giftig und körperlich auf. Da müssen wir kühlen Kopf bewahren und besonnen dagegen halten.” Der Gästetrainer hat sich folgende Taktik zurechtgelegt: “Wir wollen mannschaftlich geschlossen ihre Offensive kontrollieren, doch ganz wichtig wird es sein, auch selber aktiv Fußball zu spielen, um ihnen Aufgaben zu stellen. Wir werden versuchen, dem Spiel unsere Identität zu geben, was bedeutet, aktiv gegen den Ball zu arbeiten und mutig nach vorne zu spielen.” Dombühl stehen zum Re-Start zwei Neuzugänge zur Verfügung. Karami Pejman ist durch einen Wohnortwechsel von Weigenheim zum FCD gestoßen. Emre Hacialiogullari kommt aus der U19 der SpVgg Ansbach und hat fußballerisch ein großes Potenzial. Das Team konnte sich in der Vorbereitung wegen vieler Umstellungen nicht einspielen: “Unsere Ergebnisse in der Vorbereitung waren alles andere als gut, weil wir nie die Möglichkeit hatten, die selben Spieler zweimal hintereinander einzusetzen. Diese Trainingswoche lief aber bisher gut, und die Mannschaft ist fokussiert auf den Start. Wir wollen in Raitersaich etwas mitnehmen, auch wenn es das erste Unentschieden für den Gegner wäre", sagt Engelhardt. Besonders am Herzen liegt ihm noch folgendes: “Außerdem will ich erwähnen, dass der FC Dombühl als kleiner Verein mit viel Zusammenhalt sensationell durch die schwierige Zeit durchgekommen ist. Ein Dank gilt da vielen ehrenamtlichen Helfern sowie den aktiven Spielern und den Betreuern aus der Jugend. Fairplay wird unter den Vereinen während Corona wichtig sein. Nur wenn die Vereine gut miteinander kommunizieren und Probleme aller Art gemeinsam lösen, kann es unter diesen schwierigen Voraussetzungen funktionieren und weitergehen.” 

Im Hinspiel gab es in Wendelstein bei der 2:4-Niederlage für Herrieden nichts zu erben, doch das in der Hinrunde vom Verletzungspech gebeutelte Team will beim Heimspiel nicht wieder mit leeren Händen vom Platz gehen. Mit 20 Punkten steht die Mannschaft von Thomas Seibold noch über dem Strich, doch können die Verfolger aus Roth und Freystadt bei einer Herriedener Heimniederlage bedrohlich nahe kommen. Der SGH-Trainer blickt auf die letzten Monate zurück: “Endlich geht es wieder los, doch eigentlich war ich ein Befürworter des Abbruchs der laufenden Saison. Meiner Meinung nach hat die Aufnahme des Spielbetriebes zum jetzigen Zeitpunkt nichts mehr mit der Saison zu tun, welche schon eine Ewigkeit unterbrochen ist. Aufgrund der langen Unterbrechung, haben wir den Spielern mit einem freiwilligen Training eine Hinführung auf die Vorbereitung angeboten, bei der der Spaß am Fußball im Vordergrund stand.” Die Corona-Pause hätten die zahlreichen verletzten Spieler nutzen sollen, um wieder fit zu werden, doch bei Seibold machte sich Ernüchterung breit: ”In den bereits absolvierten Punktspielen wurden wir ja extrem vom Verletzungspech verfolgt. Eigentlich hatten wir gehofft, dass durch die lange Unterbrechung wieder einer nach dem anderen Verletzten zurück auf den Platz kommen könnte. Leider ist dem nicht so.” Maximilian Christ hatte nach einjähriger Pause die Vorbereitung voll mit durchlaufen und war in einer bestechenden Form. Er hat sich jedoch bei einem Vorbereitungsspiel wieder schwer verletzt und darf aktuell acht Wochen keinen Sport machen. Joshua Seibold ist seit über einem Jahr verletzt. Mehr als leichtes Lauftraining ist aktuell noch nicht drin. Philipp Paul ist seit kurzem wieder in das Training eingestiegen. Bei ihm wird noch einige Zeit vergehen, bis er wieder der "Alte" ist. Mit Christian Chalupnik und Fabian Schneider hat die SGH zusätzlich noch zwei weitere Verletzte mit leichteren Blessuren aus den Vorbereitungsspielen zu verzeichnen, welche am Sonntag auch ausfallen werden. Seibold gibt den Klassenerhalt als Saisonziel aus: “Die Vorbereitung verlief zufriedenstellend, auch wenn es Formschwankungen gab. Ich habe keine Ahnung, wo die Reise hingeht, doch aktuell stehen wir noch auf einem Nichtabstiegsplatz. Diesen gilt es zu behalten. Dies wird auf alle Fälle ein hartes Stück harte Arbeit.” Die stärkste Offensive der Liga besitzt mit 50 Treffern der FC Wendelstein, und das junge Team stellte seine Gefährlichkeit in der Vorbereitung desöfteren unter Beweis. Im letzten Testspiel gegen den TSV Burgfarrnbach (Bezirksliga Nord) erzielte der FCW sogar noch einen 7:0-Kantersieg. Trainer Andreas Speer hält aber den Ball flach und hatte trotzdem etwas zu bemängeln: “Wir werden dieses Ergebnis nicht überbewerten. Die ersten 15 Minuten nach der Pause haben wir zwei Gänge heruntergeschalten, und es fehlte die nötige Konsequenz. Insgesamt waren wir aber in der Vorbereitung sehr fokussiert und gehen gut gerüstet in die Fortsetzung der Punktrunde.” Mit den zwei jungen Neuzugängen Moritz Beil und Samuel Andert hat Speer zwei weitere Alternativen auf dem Feld, die ihre Qualitäten schon unter Beweis stellten. Auch zwei junge Torhüter aus der JFG Wendelstein machten ihre Sache gegen die Bären sehr gut und konnten Erfahrungen im Herrenbereich sammeln. In den letzten Wochen hatte der Trainer noch die Qual der Wahl, doch zum Re-Start fehlen Marco Loos, Tim Zagel, Mirsad Behjeti und Aleksandar Sekulic.

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