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Feucht bangt um Stephan König

Landesliga Nordost

Der SC Feucht setzt sich im Toto-Pokal erst im Elfmeterschießen mit 3:1 beim Bezirksligisten FC Wendelstein durch. Torjäger Stephan König droht wegen einer Verletzung am Sprunggelenk länger auszufallen.

Verletzte sich am Sprunggelenk: Stephan König.

 / © Jainta

Pokalspiele im Fußball unterliegen sehr oft eigenen Gesetzmäßigkeiten. Da gewinnt nämlich nicht immer der Favorit. Aber warum ist das so? Nun gut, vieles kann man damit erklären, dass nicht jede klassenhöhere Mannschaft mit voller Konzentration an die Aufgabe herangeht, beziehungsweise den Gegner regelrecht unterschätzt. Andererseits wachsen Underdogs sehr häufig über sich hinaus. Vergangenen Samstag beim Toto- Pokal-Erstrundenspiel zwischen dem Bezirksligisten FC Wendelstein und dem Tabellenführer der Landesliga Nordost, dem 1. SC Feucht, war vor allem Letzteres der Fall.

„Ich will keinesfalls die Leistung der Wendelsteiner schmälern, die haben es für einen Bezirkligisten nämlich richtig gut gemacht. Aber wir haben uns teilweise schon etwas dämlich angestellt“, bilanziert SC-Coach Forian Schlicker die Pokalpartie und führt aus: „Wir hatten zwar mehr Ballbesitz, aber haben uns die Kugel meistens nur im brotlosen Raum hin und her geschoben. Und eines ist doch klar: Je länger man einen unterklassigen Gegner am Leben hält, desto mehr wächst der dann über sich hinaus.“ Nach 94 torlosen Minuten zog der Favorit schließlich mit einem 3:1 im Elfmeterschießen in die nächste Pokalrunde ein.

Das große Zittern aus elf Metern

Es war wirklich knapp, da spürte man auch bei Feuchts Trainer Florian Schlicker die Erleichterung nach dem letzten Strafstoß, den Felix Spielbühler verwandelte. Dabei hatte sich die Torflaute zunächst vom Punkt fortgesetzt, denn auch nach dem dritten Schützen (zwei Wendelsteiner und ein Feuchter hatten verschossen) stand es nämlich immer noch 0:0. Die Zuschauer spekulierten schon, wie denn die Entscheidung fallen sollte und auch Florian Schlicker haderte: „Das mit den Toren war schon irgendwie wild.“ Ausgerechnet die von Schlicker zur Pause eingewechselten Fabian Klose und Tim Ruhrseitz behielten vom Punkt aus die Nerven, ehe Spielbühler zum entscheidenden 3:1 für den Landesligisten traf. Doch den Pokalerfolg mussten die Zeidler teuer bezahlen: Stephan König, Feuchts Toptorjäger der laufenden Landesligasaison (19 Treffer), verletzte sich in der 60. Minute am Sprunggelenk, musste gestützt vom Platz geführt werden und droht gar länger auszufallen.

„Es sah wirklich nicht gut aus bei ihm. Wir vermuten eine Bänder- oder Kapselverletzung. Am Montag ist er beim Arzt, dann wissen wir hoffentlich mehr“, sagte Schlicker im Gespräch mit dem Boten am Sonntagnachmittag. Sollte der 31-jährige Goalgetter längere Zeit ausfallen, wäre das für den weiteren Saisonverlauf der Feuchter „natürlich sehr bitter“, wie Schlicker betont.

Doch allzulange Zeit bleibt dem SC Feucht nicht, sich mit dem Pokalspiel und dessen Folgen aufzuhalten. „Wir haben in dieser Saison noch viel vor – vor allem in der Liga“, stellt Schlicker klar und holt aus: „Ich kann gar nicht beschreiben, wie froh wir waren, dass diese Saison fortgesetzt werden konnte. Nicht auszudenken, wenn sie abgebrochen oder womöglich am grünen Tisch entschieden worden wäre. Natürlich wollen wir nach oben in die Bayernliga, bis jetzt ist ja alles gut gelaufen.“

„Müssen auf der Hut sein“

Einen Spaziergang in der restlichen Saison erwartet der Feuchter Coach trotz der bislang gezeigten Leistungen jedoch nicht: „Da müssen wir schon noch auf der Hut sein“, sagt er und denkt dabei allen voran an den SC 04 Schwabach: „Für mich ist Schwabach der härteste Verfolger, denn sie spielen sehr konstant in dieser Saison.“ Schwabachs 2:0-Erfolg in Feuchtwangen vergangenen Samstag hat den SC 04 wieder näher an den SC Feucht herangebracht. Nun sind es nur noch fünf Punkte auf Platz eins – allerdings ist Florian Schlicker tiefenentspannt, auch weil der Spitzenreiter mit zwei Spielen im Rückstand ist und das Punktepolster wieder auf elf Zähler vergrößern kann. Die erste Möglichkeit dazu bietet sich kommenden Sonntag im Derby beim ASV Vach. Genug Zeit für Florian Schlicker, einen geeigneten Ersatz für den verletzten Stephan König im Sturmzentrum zu finden.

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