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Pascal Benes: Drei Tore und ein Brummschädel

Bezirksliga Nord

Pascal Benes ist in jeder Hinsicht der „Mann des Tages“ beim Derby in Buckenhofen: Er trifft zuerst dreifach für den SC Adelsdorf und muss nach einem Zusammenstoß in der Luft ausgewechselt werden.

Lust- und schmerzvoll zugleich war das Spiel in Buckenhofen für Adelsdorfs Torjäger Pascal Benes: Dreimal traf er, aber nach einem Zusammenprall mit Jonas Gräbner musste er mit brummendem Schädel vom Platz, hier wurde er aber am Bein getroffen.

 / © Sportfoto Zink

Mit einem verdienten Auswärtssieg beim Nachbarn rückt der forsche Aufsteiger bis auf einen Punkt an den Derbyrivalen heran und sitzt im oberen Tabellendrittel fest. An der Tatsache, dass der SC Adelsdorf mit Daniel Brenner, Andi Mönius und Spielertrainer Dennis Weiler einen Ex-Kicker von Jahn Forchheim mehr auf dem Platz hatte als die Gastgeber, bei denen Spielertrainer Tobias Eiskrug und Felix Burkel bereits des Trikot des Landesligisten trugen, lag es sicher nicht, dass die Gäste als verdiente Sieger vom Platz gingen.

„Mann des Tages“ war mit Pascal Benes ein Adelsdorfer Eigengewächs. Lediglich eine Saison spielte der Sturmführer für den ASV Vach. Dass Benes das Spiel trotz des Sieges und seiner drei Tore in nicht allzu guter Erinnerung behalten wird, lag an einer Szene Mitte der zweiten Halbzeit. Da krachte er im Luftkampf per Kopf heftig mit dem Schädel von Jonas Gräbner zusammen, beide Spieler blieben benommen liegen, Gräbner konnte nach kurzer Behandlung weiterspielen, Benes musste mit brummendem Schädel das Feld verlassen.

„Wir sind derselbe Jahrgang. Die meisten von uns kennen ihn schon aus der Jugend. Es war für uns nichts Neues, dass er einer der richtig Guten ist, er hat uns schon öfter alt ausschauen lassen“, lobte Buckenhofens Spielertrainer Tobias Eisgrub den dreifachen Torschützen des Gegners. „Die waren abgezockter und wir haben dreimal gepennt. Das war heute der Unterschied. Sonst war es ein ausgeglichenes Spiel“, erklärte Eisgrub weiter zum Zustandekommen der Heimniederlage. Zwei Minuten vor dem Ausscheiden von Benes hatten die Gastgeber ihr einziges Tor erzielt, dem Spiel konnten sie aber keine Wende mehr geben.

Die Abwehr des Aufsteigers um Dennis Weiler stand sehr sicher, das Gegentor fiel nach einem Fehlpass im Spielaufbau, die Gastgeber hatten endlich einmal Platz, den Jannik Schwarzmann zu einer Flanke von der rechten Seite nutzte und damit Jonas Weber als dankbaren Abnehmer fand. In der übrigen Spielzeit rieb sich der Buckenhofer Torjäger, der bis zum gestrigen Spiel ebenso wie sein Gegenüber Benes bereits 15-mal getroffen hatte, in Zweikämpfen mit der kompromisslosen Deckung der Gäste auf.

Dass der SC Adelsdorf das Derby souverän gewinnt, war anhand der Vorzeichen nicht unbedingt zu erwarten. „Wir haben derzeit eine sehr prekäre Personallage und sind hier mit nur 13 Mann angetreten. Wir wollten daher erst einmal defensiv stehen und dann effektive Konter fahren. So sind dann auch die Tore gefallen. Der Plan ist letztlich aufgegangen“, lautete das Resümee von Dennis Weiler nach dem Schlusspfiff.

Mit dem Zusatz „wir hätten noch ein oder zwei Tore mehr machen können“ hatte Weiler recht, denn durch das sehr frühere Stören der Gastgeber hatte Adelsdorf in der gegnerischen Hälfte viel Platz, der reichlich genutzt wurde. Beim Stande von 0:2 setzte Benes das Leder, nachdem er einen Gegenspieler hatte „aussteigen“ lassen aus zwölf Metern knapp am Pfosten vorbei, wenige Minuten vor seiner Auswechslung musste Felix Bischoff im Tor der Gastgeber Kopf und Kragen riskieren, um nach einem Freistoß der Gäste vom eigenen (!) Strafraum den hohen Ball kurz vor Benes zu erreichen.

Weniger gut hatte Bischoff nach sechs Minuten ausgesehen, als Andi Mönius per Lupfer Benes freispielte und Bischoff zu spät kam. Die komplette Abwehr schlief wenig später bei einem Freistoß von Brenner, wieder stand Benes frei und traf zum 0:2. Auch beim 0:3 kurz nach dem Wechsel hinterließ die Deckung der Gastgeber einen zögerlichen Eindruck, Benes setzte sich entschlossen durch und ließ Bischoff mit einem strammen Schuss aus 14 Metern keine Abwehrchance. Die Messe war damit gelesen, sehr zum Leidwesen von Jahn-Spieler Felix Pfister, der den Auftritt seiner früheren Teamkameraden im Trikot des SV Buckenhofen kritisch beäugte und kommentierte.

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