Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Die Flausen sind weg: Eltersdorfs Tugay Akbakla "hat einen absoluten Schritt nach vorne gemacht"

Bayernliga Nord

Auch dank Torwart Tugay Akbakla bleibt der SC Eltersdorf Tabellenführer der Bayernliga. Gegen Bayern Hof gelang in einem turbulenten Spiel ein 3:2-Erfolg.

Kein Kasper mehr: Tugay Akbakla will aufsteigen. 

 / © Sportfoto Zink

Den Kasper muss Tugay Akbakla nicht mehr immer geben. „Ich versuche jetzt, auf das Wesentliche zu achten und nicht mehr den Clown zu spielen“, sagt der Eltersdorfer Torwart. Auf dem Platz ist er trotzdem gewohnt laut. Und mittlerweile auch richtig stark. Beim 2:0 bei der DJK Don Bosco Bamberg hatte Akbakla in der zweiten Halbzeit den Quecken drei Punkte gerettet, und auch am Freitagabend gegen Bayern Hof parierte er in letzter Minute. „Für mich“, sagt sein Trainer Bernd Eigner, „hat er einen absoluten Schritt nach vorne gemacht. Früher hatte er Flausen im Kopf und wirkte wie ein Teenie. Er ist ein Stück erwachsener geworden.“ Während der langen Corona-Pause haben Trainer und Keeper viele Gespräche geführt. „Der Coach hat viel dafür getan, dass ich reifer werde. Irgendwann wird es mal Zeit“, sagt Akbakla. „Jetzt“, sagt Eigner, „ist er der beste Torwart der Liga“.

Am Freitag gegen Bayern Hof musste der 23-Jährige das lange nicht zeigen, die Gäste brachten kaum Gefahr vors Tor. Die Eltersdorfer traten selbstbewusst auf. Das 1:0 erzielte Jens Wartenfelser nach einer halben Stunde: Er tankte sich auf links durch, eroberte im Strafraum den Ball mit Glück zurück und traf ins obere linke Eck. Drei Minuten später schloss Julian Konrad zum 2:0 ab.

Als die Oberfranken nach einer Stunde einmal mit Vollgas durchgingen, konnte sich Niclas Egerer als letzter Mann nur mit einem Schubser helfen. Die Folge: glatt Rot. Christian Schraps verwandelte vom Punkt zum 1:2. Das Quecken-Spiel wurde jetzt fahrig, Hof glich durch Ferdinand Seifert aus (73.). Das 3:2 war eine Willensleistung: Sebastian Schäferlein setzte sich auf der rechten Außenbahn durch, im Zentrum vollstreckte Karim Said freistehend. Kurz vor Schluss parierte auch Akbakla noch einmal gegen Fabian Krantz auf der Linie, „irgendwas“, sagt Akbakla, „muss ich ja auch machen“.

Eigentlich, meint er, „hatten wir das Spiel im Griff. Dann machen wir ein Geschenk. Doch das 3:2 zeigt, dass wir eine geile Truppe sind.“ Der SCE bleibt Tabellenführer. „Der Aufstieg wäre schön“, sagt Akbakla. Seit 2017 ist die Langenaustraße seine sportliche Heimat. Seither ist Akbakla Stammspieler. „In Eltersdorf bin ich mehr als nur angekommen. Es ist der geilste Verein.“ Ein schlichter Typ aber wird Akbakla wohl nie. Der Fürther trägt privat gern bunte Hemden. „Nur weiß zur dunklen Hose mag ich nicht“, sagt der selbstständige Versicherungskaufmann. Auffallen ist also weiterhin erlaubt.

Mehr zum Thema