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Kleeblatt-Trainer Marco Ried: "Gehören spielerisch definitiv nicht zu Teams, die absteigen müssen"

U19-Bundesliga

Der Trainer warnt: Trotz eines ordentlichen Saisonstarts dürfen sich die A-Junioren der SpVgg Greuther Fürth in keinem einzigen Spiel zurücklehnen.

Tatsächlich haben die A-Junioren der SpVgg Greuther Fürth und Trainer Marco Ried seit Beginn dieser Saison endlich wieder Grund zum Jubeln

 / © Markus Ludwig (SpVgg Greuther Fürth)

Mit sechs Punkten aus den ersten vier Ligaspielen hat sich die U19 der SpVgg Greuther Fürth in die Corona-Pause im November verabschiedet. Ob die Juniorenbundesliga im Dezember noch einmal einen Anlauf startet, ist bislang offen. „Es kann sein, dass wir im Dezember noch ein oder zwei Spiele haben werden. Ich gehe aber nicht davon aus“, sagt Trainer Marco Ried. Zum einen müsste es eine zweiwöchige Vorlaufzeit für Trainingseinheiten geben und zum anderen ist es momentan alles andere als sicher, dass die Regierung Gruppentraining in absehbarer Zeit wieder ermöglichen wird.

„Wir nutzen die Zeit jetzt so. Die Spieler haben drei bis vier Läufe in der Woche zu absolvieren, über das Online-Tool Zoom halten wir Einheiten mit Krafttraining ab“, erzählt Ried. Zusätzlich nutzt er die Zeit, um mit den Spielern in Einzelgesprächen taktische Dinge aus den ersten Partien aufzuarbeiten. „In der großen Gruppe mit allen Spielern macht das wenig Sinn. Aber im Einzelgespräch kann man schon einige Dinge ansprechen.“ Nach zwei Siegen zum Auftakt in Heidenheim (4:1) und gegen Ulm (4:2) setzte es in Augsburg (2:5) und gegen Stuttgart (1:4) zwei empfindliche Niederlagen.

„Insgesamt bin ich bisher trotzdem zufrieden. Wir können im Vergleich zur Vorsaison spielerisch absolut mithalten. Und auch wenn es angesichts des Ergebnisses blöd klingt: Das Spiel in Augsburg dürfen wir nie verlieren“, findet der Coach. In den entscheidenden Situationen zu naiv, manchmal nicht konsequent und ab und an nicht aufmerksam genug sei sein Team bei den Schwaben gewesen. „Man muss einfach in jedem Spiel von der ersten Minute an auf dem Platz sein. Das waren wir in Augsburg nicht und lagen schnell hinten.“ Zudem habe er keine Mannschaft, die den Rückwärtsgang einlegen kann. “Wir denken bei einem 0:3-Rückstand zur Pause nicht an Ergebnisverwaltung, sondern wir wollen es dann erst recht wissen. Das kann auch mal daneben gehen.“ Mit Niederlagen wie gegen Tabellenführer Stuttgart kann Ried besser umgehen. „Da spielt halt unter anderem im Sturm ein starker Spieler, den sie mal schnell von Stoke City verpflichtet haben für ein paar Scheine. Dann ist das so. Aber wir haben dort auch gut mitgespielt.“

Deutlich besser als im Vorjahr

Im Vergleich zur Vorsaison, die sein Team bis zum Abbruch nach dem Pandemieausbruch ohne einen einzigen Sieg beenden musste, sieht Ried die U19 jetzt deutlich besser aufgestellt. „Wir profitieren davon, dass der jüngere Jahrgang der Vorsaison schon auf diesem Niveau gespielt hat und gut klarkommt. Wenn ich mir die ersten vier Spiele anschaue, gehören wir rein spielerisch definitiv nicht zu den fünf Teams, die am Saisonende absteigen müssen.“ In der Komfortzone sieht er seine Mannschaft trotz des ordentlichen Starts aber noch lange nicht: „Statt sechs müssten wir schon neun Punkte haben und wir müssen immer aufpassen, dass wir nicht in dieses gefährliche Fahrwasser geraten. Es kann ganz schnell bergab gehen.“

Der Artikel wurde um 12:41 Uhr überarbeitet.

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