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Markus Giering: "Man wird halt dann doch auch irgendwie älter"

"Direktabnahme"

In der Serie "Direktabnahme" nehmen wir die mittelfränkischen Amateurligen genauer unter die Lupe. Weiter geht's mit Markus Giering, Kapitän des FC Kalchreuth, der kein Blatt vor den Mund nimmt.

"Der Erfolg ist auch nicht immer das Wichtigste", sagt Markus Giering (Mitte), Kapitän des FC Kalchreuth.

 / © Zink

Persönlich:

Schönstes Erlebnis? Ganz klar der Aufstieg in die Bezirksliga 2016. Das kommt, denke ich, wenig überraschend. Ich glaube, als Fußballer gibt es kein schöneres Erlebnis als einen Aufstieg mit all den Tagen und Feierlichkeiten danach. Auch rückblickend bleiben diese Momente und die Spieler, die dazu beigetragen haben, für immer in Erinnerung.

Persönlich bestes Spiel? Das müsste wahrscheinlich gegen die SpVgg Erlangen 2019 gewesen sein, als wir früh 1:0 zurück lagen, aber dann die Spieli zuhause überrollt haben. Wir hatten einfach den Willen, das Spiel zu drehen und das dann mit einer Energieleistung auch geschafft.

Ziele? Persönlich ist das oberste Ziel natürlich verletzungsfrei und gesund zu bleiben. Ich möchte mit dem FCK und den Leuten, die den Verein lieben, eine gute Zeit verbringen und den FCK für die Zukunft aufstellen. Der Erfolg kommt dann auch meistens von alleine, ist aber auch nicht immer das Wichtigste.

Wenn ich wechseln würde, dann wohin? Wenn ich einen Verein nennen müsste, wäre es wohl der ASV Weisendorf. Ich finde dass der Verein sehr gute Arbeit leistet. Sie haben ein gutes Umfeld und auch starke Spieler, mit denen man auch neben dem Platz das ein oder andere Bierchen trinken kann. Mit Bernd Fuchsbauer haben sie zudem auch noch einen Trainer, von dem ich nur Positives höre.

Mannschaft:

Talentiertester Spieler? Wir hatten in den letzten Jahren und haben auch heute echt gute Spieler in Kalchreuth. Der talentierteste Spieler ist für mich sicherlich Rene Schmitt. Er bringt eigentlich so ziemlich alles mit, was ein Fußballer braucht und könnte in meinen Augen auch in anderen Ligen spielen. Für mich persönlich ist er auf und neben dem Platz enorm wichtig.

Der Unterschätzteste? Da würde ich Thomas Damasty nennen. Thomek ist nicht nur ein extrem ekliger Gegenspieler im Training, sondern auch ein Mensch, vor dem ich Hochachtung habe. Ich kenne keinen Spieler, der sich so in den Dienst der Mannschaft und sein Ego nie in den Vordergrund stellt. Er ist für mich menschlich ein Typ, zu dem man aufsieht.

Kabinen-DJ? Wir haben keinen festgelegten DJ, aber Leon Siefert hat die Rolle in der Vergangenheit ganz ordentlich gemacht. Ich sehe in Jonas Dorn einen würdigen Nachfolger. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass sein Datenvolumen nach der ersten Woche nicht mehr ausreicht.

Der konditionell Beste? Lars Mehlig ist da sicherlich auf einem ganz guten Level. Der Junge ist eigentlich nicht kaputt zu kriegen und läuft die Linie rauf und runter. Gegen ihn möchte ich nicht mal im Training spielen, von daher ist das gar nicht so schlecht, dass er unter der Woche nicht trainieren kann.

Größter Spaßvogel? Also einen richtigen Schaden hat eigentlich schon Flo Schwarzenbrunner. Prinzipiell gibt es bei uns im Team aber einige Spieler, die während des Arbeitstages nicht ausgelastet sind und dann im Training das entsprechend nachholen. Da möchte ich auch nicht immer der Trainer sein...

Liga:

Unangenehmster Gegenspieler? Da würde meine Wahl auf Florian Söllmann vom TV 1848 Erlangen fallen. Gegen den TV haben wir sowieso nie gut gespielt, und Söllmann und ich haben uns auf dem Platz meistens nur bedingt gut verstanden und uns auch gern mal untereinander ausgetauscht. Im Endeffekt konnten wir aber in den letzten Spielen dann mehr darüber lachen, man wird halt dann doch auch irgendwie älter.

Fairster Spieler? Für mich Marc Weiler. Marc war viele Jahre Mitspieler beim FSV Erlangen-Bruck und in Kalchreuth und sowohl als Mitspieler wie auch als Gegenspieler in Adelsdorf immer fair. Er hatte nie Bock auf den im Amateurfussball üblichen Trashtalk und hat sich an sowas nie beteiligt. Das war ihm eigentlich alles immer zu viel und zu wild. Er wollte einfach nur kicken.

Bester Spieler? In der Bezirksliga spielen in meinen Augen richtig viele gute Kicker. Objektiv gesehen, kommt man in der Liga nicht um Matthias Gruner herum. Neben ihm würde ich noch Tim Schmidt aus Weisendorf nennen. Den Jungen haben wir in den vergangenen Jahren eigentlich nie in den Griff bekommen, und ihn könnte ich mir im rot-weißen Trikot eigentlich ganz gut vorstellen. Aber das halte ich eher für unrealistisch.

Angstgegner? Den Platz teilen sich wahrscheinlich der TV 1848 Erlangen und die SpVgg Hüttenbach. Obwohl wir eigentlich in den letzten Jahren immer vor dem TV standen, haben wir gegen sie nie gewinnen können. Gegen Hüttenbach habe ich beim Aufwärmen eigentlich immer nur darauf geachtet, ob Matters Gruner aus der Kabine kommt. Und leider war das meistens der Fall.

Lieblingsgegner? Das wäre dann die SpVgg Erlangen. Die Spieli ist ein attraktiver Verein, und sie haben einen guten Trainer und gute Jungs, aber gegen uns konnten sie in der Vergangenheit einfach nie gewinnen. Manchmal hatten sie Pech mit Schiedsrichterentscheidungen, aber irgendwie hatten wir gegen sie meistens einen guten Tag oder auch das notwendige Glück.

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