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Ansbachs Tobias Dietrich: "Regionalliga? Sicherlich cool, aber nicht um jeden Preis"

"Direktabnahme"

In der Serie „Direktabnahme“ nehmen wir die mittelfränkischen Teams im Amateurfußball genauer unter die Lupe. Diesmal: Ansbachs Kapitän Tobias Dietrich, der die Bayernliga Nord seit Jahren kennt und daher umso besser weiß, welche Auswärtsfahrten es in sich haben. Persönlich erinnert er sich gerne an ein kurioses Spiel in der Jugend, als er den Spielverlauf quasi allein bestimmte.

Ansbachs Kapitän Tobias Dietrich (links) gegen seinen "unangenehmsten Gegenspieler", Mergim Bajrami.

 / © Zink

Eigenes Team:

Der konditionell Beste: Das ist für mich Lukas Karakas, der mit seinen 21 Jahren ja auch noch jung ist.

Der größte Spaßvogel: Ganz klar Patrick Kroiß. Jeder, der ihn kennt, wird da nicht überrascht sein.

Der Unterschätzteste: Als erstes kommt mir Niklas Seefried in den Sinn. Er macht viel fürs Team, läuft, ackert, aber als Torschütze oder direkter Vorlagengeber tritt er recht selten in Erscheinung.

Der Kameradschaftlichste: Zählt auch ein Spielertrainer? Dann Christoph Hasselmeier, der naturgemäß alle integriert und vorangeht.

Der Talentierteste: Jonas Bayerlein bringt alles mit als Innenverteidiger. Unter anderem ist er körperlich stark und hat ein gutes Zweikampfverhalten. Er hat noch Luft nach oben, was die Lautstärke auf dem Platz angeht, das kommt aber bestimmt mit der Zeit. Was er auch selbst weiß ist, dass er nach Standards oft an den Ball kommt, aber bisschen mehr draus machen könnte (lacht).

Liga:

Der unangenehmste Gegenspieler: Mergim Bajrami stellt mich immer wieder vor Herausforderungen. Er ist technisch stark und schwer vom Ball zu trennen. Das kann ich besonders gut einschätzen, weil er als Zehner schon das eine oder andere Mal mein direkter Gegenspieler war.

Der fairste Gegenspieler: Mir würde es ja schon leichter fallen, den unfairsten zu benennen (lacht). Nein, im Ernst: Tugay Akbakla ist vielleicht keine offensichtliche Wahl, weil er auf dem Platz auch mal emotional wird. Da ich ihn aber aus Forchheim kenne, weiß ich, dass das alles im sportlichen Rahmen bleibt und kann ihn als fairen Spieler einordnen.

Die unangenehmste Auswärtsfahrt: Sehr schwierig ist es immer in Würzburg, wo die Spiele in der Vergangenheit oft eng waren und die Fans für die nötige Stimmung sorgen. Gleichzeitig macht es dort aber auch Spaß. Ähnlich umkämpft, aber noch unangenehmer, ist es in Sand. Der FC spielt sehr hart und zusammen mit dem kleinen Platz sind damit alle Voraussetzungen für ein hartes Pflaster gegeben.

Der individuell stärkste Spieler: Es führt wohl kein Weg an André Luge vorbei. Ein Blick auf die Zahlen reicht. Er ist brutal treffsicher und bringt dazu noch viel Tempo mit.

Der sympathischste Verein: Eintracht Bamberg. Zum einen kenne und schätze ich den Coach Michael Hutzler seit gemeinsamen Forchheimer Zeiten, zu dem ich bis heute ein gutes Verhältnis habe. Zum anderen wird dort ähnlich wie bei uns viel auf junge Spieler gesetzt.

Privat:

Dein bestes Spiel: Ich weiß nicht, ob es das beste Spiel in meiner Karriere war, aber was mir in Erinnerung geblieben ist, war ein Spiel in der U15 in Amberg. Durch ein Eigentor habe ich uns Ansbacher in Rückstand gebracht, habe die Partie später aber dann mit einem Doppelpack ins richtige Tor noch selbst drehen können. Das war jedenfalls sehr kurios.

Dein schönstes Erlebnis in Ansbach: Es fällt mir schwer, ein einzelnes Erlebnis herauszuheben. Was natürlich immer super viel Spaß macht, sind die Heimfahrten nach Auswärtssiegen. Und das Hallenturnier in Sindelfingen, das sich über zwei Tage zieht, ist auch immer ein Highlight des Jahres gewesen.

Deine Ziele für die Zukunft: Mit der Mannschaft wollen wir kommende Saison oben angreifen. Persönlich will ich, so abgedroschen das klingt, weiter besser werden. Konkrete Ziele habe ich nicht so sehr. Regionalliga wäre sicherlich cool, aber nicht um jeden Preis. Wenn dann werde ich diesen Schritt mit Ansbach gehen.

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