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Die zweite Ära Zeilmann endet: Im Sommer übernimmt Letizia in Deutenbach

Bezirksliga Süd

Die zweite Ära Zeilmann geht beim STV Deutenbach nach Abschluss der Corona-Saison 19/21 zu Ende. Mit ihm wird sich Freund und Co-Trainer Andreas Falk verabschieden. Das Nachfolgerduo steht auch schon fest.

Optische Parallelen vorhanden: Künftig gibt nicht mehr Arno Zeilmann (links) die Richtung vor, Rino Letizia übernimmt.

 / © Zink

"Innerhalb der letzten Monate haben sich bei mir im Privaten einige wirklich positive Veränderungen und Aufgaben abseits des Fußballs ergeben. Diese machen mir die Ausübung meines Traineramtes im gewohnten Maße unmöglich“, begründet Zeilmann seine Entscheidung. "In all den Jahren, in denen ich beim STV diese Mannschaft trainieren durfte, habe ich immer 100 Prozent Einsatz, Leidenschaft und Feuer gegeben. Diesen Anspruch habe ich an mich, und den hat sich der Verein und die Mannschaft auch verdient. In Zukunft würde ich dem nicht mehr gerecht werden. Wer mich kennt, weiß natürlich, wie schwer mir das fällt. Außerdem ist es nach neun unglaublich intensiven Jahren auch wirklich Zeit für neue, unverbrauchte Impulse", so der 45-Jährige.

Der Name Zeilmann ist in Deutenbach eng mit der erfolgreichsten Epoche der Vereinsgeschichte verknüpft. Als ehemaliger Spieler übernahm er 2011 in der ersten Kreisliga-Saison nach dem Aufstieg aus der Kreisklasse die Geschicke. In den folgenden Jahren wuchs unter Zeilmann eine Mannschaft heran, die 2017 den großen Wurf schaffte und in die Bezirksliga aufstieg. Dort sicherte man sich souverän den Klassenerhalt und verabschiedete Freund und Coach Zeilmann 2018. Der Trainer-Ruhestand sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein. Unter Michael Scherbel wollte es nicht so richtig laufen, und so fand Zeilmann sein Feuer wieder und kehrte zurück. Abermals gelang der Klassenerhalt, und auch in der laufenden, seit 2019 andauernden Corona-Saison, steht man in der Tabelle solide da. 

 "Arno hat bei unseren Planungen immer mit völlig offenen Karten gespielt. Über seine Verbundenheit mit dem STV müssen wir ja nicht sprechen. Zusammen werden wir die laufende Saison sicherlich zu einem guten Ende führen. Wir können nur Danke sagen für die Erfolge und den Einsatz, der weit über den eines Trainers hinausging. Arno hat diesen Verein geprägt. Er ist bei uns immer ein willkommener Gast“, dankt der 1. Vorstand Dieter Wellmann dem scheidenden Coach.

"Ich konnte nicht ablehnen"

 "Durch die frühzeitige Kommunikation konnten wir uns zeitnah auf Trainersuche begeben und haben jetzt eine für uns sehr zufriedenstellende Lösung gefunden", so Wellmann weiter. Diese Lösung heißt Rino Letizia, der zusammen mit Marco Rietz im Sommer seine Zelte am Weihersberg aufschlagen wird. Letizia kommt vom Kreisklassen-Spitzenteam TSV Langenzenn, das er innerhalb von sechs Jahren vom A-Klassenabsteiger zum Aufstiegsanwärter in die Kreisliga coachte. Auch in dieser Saison ist die Aufstiegschance noch präsent. "Ich hatte in Langenzenn wunderschöne Jahre, und mir fiel der Abschied dort wahrlich nicht leicht. Als die Verantwortlichen aus Deutenbach an mich herantraten, konnte ich aber nicht ablehnen. Bei einem höherklassigen Verein, der genauso familiär und kameradschaftlich eingestellt ist, wollte ich diesen Schritt unbedingt gehen“, so Letizia. "Ich brenne darauf, im Sommer loszulegen und den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen. Davor werde ich noch alles geben, um mich aus Langenzenn gebührend zu verabschieden“, freut sich Letizia auf die neue Aufgabe.

Ganz ähnlich geht es Marco Rietz von Letizias Noch-Ligakonkurrenten SV Großhabersdorf. Rietz stand beim SVG seit 2017 in Verantwortung und fühlte sich dort auch sehr gut aufgehoben - hielt sich in den Gesprächen mit den Verantwortlichen aber stets die Möglichkeit offen, bei einem möglichen höherklassigen Angebot diese Chance auch zu nutzen. Diese ergab sich nun: Der 45-Jährige wird ab Sommer den Trainerstab komplettieren. Letizia kennt er bereits aus Jugendtagen und nicht zuletzt aus den Ligapartien gegeneinander.

"Der STV Deutenbach möchte sich ausdrücklich beim TSV Langenzenn und dem SV Großhabersdorf bedanken, die sich als absolut faire Verhandlungspartner erwiesen und sich ihren langjährigen Trainern gegenüber sehr entgegenkommend verhielten. Jetzt heißt es, diese laufende, für alle sehr schwere Saison zu einem guten Ende zu bringen und dann mit neuem Schwung und Impulsen in die hoffentlich vierte Bezirksliga-Saison zu gehen", resümiert Wellmann abschließend. 

Gänzlich unverändert geht es derweil bei der zweiten Mannschaft weiter. Sowohl die Trainer Christian Geißelbrecht und Co-Martin Steimer, als auch der breite Kader werden weiterhin für einen stabilen Unterbau sorgen. "Wir hoffen für 2021/22 auf eine reguläre Saison ohne Unterbrechungen, in der wir unsere Entwicklung weiter vorantreiben möchten", äußerte sich Geißelbrecht zuversichtlich.

Die Amtszeiten der Bezirksliga-Süd-Trainer:

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