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Fabian Eberle sagt Servus beim VfB Eichstätt

Regionalliga

Der Toptorjäger der Regionalliga hört nach dieser Saison in Eichstätt auf. Gründe sind die Familie und die hohe Belastung. Mit der Karriere aber soll noch nicht Schluss sein.

Seit 2016 im grünen Trikot des VfB Eichstätt: der Ex-Solnhofener Fabian Eberle. 

 / © Zink

Der VfB Eichstätt hat einen sehr schmerzhaften Abgang zum Saisonende zu beklagen. Mit dem in Weißenburg lebenden Fabian Eberle verlieren die Domstädter einen Ausnahmefußballer, Führungsspieler und vor allem „den besten Torjäger der Fußball-Regionalliga Bayern“, wie es Aschaffenburgs Trainer Jochen Seitz nach einem Eberle- Dreierpack im März 2019 ausgedrückt hatte. „Das ist natürlich keine Ad-hoc-Entscheidung gewesen, die man von heute auf morgen trifft. Es war ein langer Reifeprozess. Schon vor einem Jahr spielte ich mit dem Gedanken, wie lange ich in Eichstätt noch spielen werde. Doch dann kam Corona dazwischen und die Saison wurde unterbrochen. Da stand für mich außer Frage, dass ich diese Spielzeit gemeinsam mit den Jungs noch durchziehe und vernünftig zu Ende bringe“, sagt Fabian Eberle.

Seine Zeit in Eichstätt wird nunmehr im Sommer 2021 nach fünf Jahren enden. Als Grund führt er sowohl die Familie als auch die körperliche Belastung an. So hatte der „Mann mit eingebauter Torgarantie“ beispielsweise das letzte Punktspiel im Oktober vergangenen Jahres bei der SpVgg Bayreuth aufgrund anhaltender Rückenbeschwerden verpasst – nachdem er davor fast ein halbes Jahr fortwährend unter starken Schmerzen gespielt hatte. Trotz stetiger Behandlung hat sich der körperliche Zustand bis heute nicht großartig verbessert. „So langsam ist es schon etwas frustrierend“, so Eberle.

Abschied ja, Karriereende nein

Die extrem hohe Belastung mit bis zu sechs Fußballtagen während der Vorbereitung und drei bis vier Einheiten während der Saison sowie einem Punktspiel am Wochenende (mit Auswärtsspielen in bis zu 300 Kilometern Entfernung) forderten in den zurückliegenden fast fünf Jahren einfach ihren Tribut bei dem mittlerweile 32-Jährigen – und vor allen Dingen viel Zeit. Diese will er nun seiner Familie widmen. „Meine Frau hat mich über die Jahre immer voll unterstützt. Der Fußball war mir schon immer sehr wichtig, jetzt will ich das Ganze zeitlich zurückschrauben und noch mehr Zeit für meine Familie haben“, sagt der zweifache Vater.

Der Abschied aus Eichstätt ist aber nicht mit einem Karriereende des Torjägers gleichzusetzen. „Dafür verspüre ich noch viel zu große Lust auf Fußball. Und abgesehen von meinen Rückenbeschwerden fühle ich mich topfit. Ich will nur weniger Aufwand betreiben müssen und in einer Liga spielen, in der der zeitliche Faktor nicht mehr so umfangreich ist.“ Dabei lässt sich der gebürtige Solnhofener alle Optionen offen. Entweder er macht nur als Spieler weiter oder aber er steigt vielleicht als spielender Co-Trainer in das Trainergeschäft ein, wobei die Zukunft derzeit noch völlig offen ist.

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