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BFV-Präsident Rainer Koch fordert klare Vorgaben von der Politik

Corona

Die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz sind nach Meinung von Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) noch mit einigen Unklarheiten für den Amateurfußball versehen. Die Sitzung des bayerischen Kabinetts am Donnerstag lieferte indes allenfalls in Nuancen Antworten auf die Fragen des BFV.

Wie geht es konkret weiter für den bayerischen Amateurfußball? BFV-Präsident Rainer Koch ist mit dem derzeitigen Informationsstand noch nicht zufrieden.

 / © picture alliance

Rainer Koch hat sich die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz genau angesehen. Koch findet die Lockerungsschritte offenkundig zu zaghaft und sieht darüberhinaus noch Unklarheiten. Er fordert daher von der Politik "fortan größere Schritte und kurzfristig klare, verständliche Regeln zur Umsetzung auf dem Weg hin zu einem geregelten Wettkampfspielbetrieb. Die braucht es jetzt ganz dringend." Die Bayerische Staatsregierung um Ministerpräsident Markus Söder dürfe laut Koch, "unsere Vereine nicht im Regen stehen lassen, sondern muss klar und unmissverständlich formulieren, was in welcher Form für das Fußball-Training fortan erlaubt ist."

Die Staatsregierung traf sich am Donnerstag zu einer Kabinettssitzung. Für den Amateurfußball kam dabei nichts bahnbrechendes heraus. Söder ließ allenfalls durchblicken, dass bei den Inzidenzen die Werte der jeweiligen Landkreise und nicht der Inzidenzwert des kompletten Bundeslands entscheidend seien.

Große regionale Unterschiede bei der Infektionslage könnten den Verband bei der Planung des Re-Starts vor große organisatorische Probleme stellen, die eine Fortführung der Saison schwierig erscheinen lassen. Der BFV-Präsident würde sich deshalb mehr Freiraum für Bayerns Amateurfußballer wünschen, freut sich aber dennoch über die ersten Lockerungen: "Die existenzielle Bedeutung von organisierten Bewegungsangeboten in unseren Vereinen für die gesamte Gesellschaft bestreitet niemand - auch wenn der Ball nicht mal im Ansatz wieder so rollen kann, wie sich das Millionen von Menschen hierzulande sehnlich wünschen, so können wir jetzt endlich wieder erste, wenngleich leider nur überraschend kleine Schritte in diese Richtung machen." Denn so, Koch, "wir Sportler sind Teil der Lösung und gewiss nicht das Problem! Der Amateurfußball hat mit ganz viel Herzblut und großer Achtsamkeit längst bewiesen, dass er mit dieser Verantwortung umgehen kann und sich seiner Rolle vollauf bewusst ist. Unsere Vereine sind bereit."

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