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Alles bleibt beim Alten: Bezirksligisten stimmen vorerst gegen veränderten Modus

Saison 2021/22 soll herkömmlich gespielt werden

Die "Spielmodus-Revolution" in der Bezirksliga bleibt vorerst aus. Am Donnerstagabend teilte Spielleiter Thomas Jäger die Umfrage-Ergebnisse der Öffentlichkeit mit. Die Vereine stimmten deutlich gegen eine veränderte Variante. Somit soll die Saison 2021/22 trotz unklarer Zukunft erst einmal normal starten.

© Sportfoto Zink

Im Hintergrund der verlängerten Saison 2019/21 laufen schon länger Überlegungen, wie man die neue Runde gestalten könnte. Außer Frage steht, dass die pandemischen Folgen den Amateursport auch noch 2021/22 begleiten, womöglich beherrschen werden. Bezirksspielleiter Thomas Jäger hat deshalb mit einer Gruppe von Bezirksliga-Vereinen mehrere alternative Spielvarianten erarbeitet. Bis zum 3. März hatten die Vereine Zeit, um abzustimmen, ob die Saison 2021/22 alternativ oder herkömmlich gespielt werden soll. Am Donnerstagabend informierte der Bezirksspielleiter die 32 Bezirksligisten in einer Videotagung über die Abstimmungs-Ergebnisse. Mit einem deutlichen Nein lehnten die Vereine eine alternative Spielform ab. Rund 60 Prozent stimmten gegen, nur circa 40 Prozent für die ausgearbeiteten Modelle. Thomas Jäger war verwundert über das deutliche Ergebnis - und auch etwas enttäuscht. Böse sei er aber nicht, sagte er. Für ihn "wird es dadurch einfacher". Gejammer wolle er hinterher aber nicht hören, so der Bezirksspielleiter, der aber auch versprach: "Ich werde den besten Spielplan für euch machen, den ich kann." 

Lange damit befassen, wollte er sich sowieso nicht. Jedoch machte er den teilnehmenden Vereinen auch deutlich, dass die neue Spielzeit so kein Zuckerschlecken werden wird. 36 Mannschaften werden kommende Saison auf Bezirksebene gegeneinander antreten. Gleich zu Beginn, so Jäger, müsse man mit zwei oder drei englischen Wochen rechnen. Im Frühjahr 2022 können noch einmal "fünf, sechs, sieben" hinzukommen. Verfechter eines Alternativ-Modis, darunter "Spieli"-Abteilungsleiter Holger Müller, suchten zwar noch einmal das Gespräch und wiesen auf die Vorteile hin, am Ergebnis rütteln konnten sie aber nicht mehr.

Anschließend richtete Jäger den Blick auf die aktuelle Saison. Wie und wann es weitergeht, darüber könne er jetzt noch keine verlässliche Aussage treffen. "Abbrechen will keiner", sagte Jäger. Man mache sich ständig Gedanken, aber "einen konkreten Plan gibt es noch nicht". "So eine Glaskugel, die uns die Politiker aufgemacht haben", und sprach dabei vom Stufenplan der Regierung, "ich weiß nicht, wie wir das handlen sollen." Nächste Woche will der Verbandsspielausschuss tagen, dann eventuell habe man einen Plan, den er den Vereinen an die Hand geben könne. Klar ist aber auch: "Spätestens am 1. Mai muss der Start erfolgen, um die Saison vernünftig zu Ende zu bringen."

Am Ende der Videokonferenz lenkte Weißenburgs Abteilungsleiter Roland Mayer das Gespräch noch einmal auf die neue Runde. Seine Idee: die 36 Mannschaften auf drei Ligen aufzuteilen. Abgeneigt war dem augenscheinlich zunächst niemand. Auch Jäger sei weiter für Vorschläge aus den Vereinen offen. Generell sei der Verband flexibel. Die Tür für eine alternative Spielform bleibt also offen. Denn "sicher ist", so Jäger zum Abschluss, "dass aktuell nichts sicher ist". 

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