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Selz-Wechsel: Die Dittenheimer Daumen sind gedrückt

Bezirksliga Süd

Der Abgang von Thomas Selz zum Regionalligisten VfB Eichstätt reißt beim FV Dittenheim eine große Lücke. Dennoch überwiegt beim FVD das Verständnis für den Karrieresprung des Angreifers. Jetzt beginnt die Suche nach Nachfolgern.

Hat großes Verständnis, dass Thomas Selz das Angebot des VfB Eichstätt angenommen hat: Dittenheims Trainer Martin Huber

 / © Uwe Mühling

Seit zwei Jahren schon jagen sie ihn, jetzt ist Thomas Selz dem VfB Eichstätt ins Netz gegangen. Einer der prägenden Spieler des FV Dittenheim und der gesamten Bezirksliga wird in der kommen Spielzeit in der Regionalliga Bayern auflaufen. Dittenheims Trainer Martin Huber weiß das seit drei Wochen. Selz‘ Abgang bedeutet für sein Team einen deutlichen Qualitätsverlust, trotzdem kann Huber seinen Stürmer verstehen: "Wenn einer so eine Möglichkeit bekommt, muss man ihm doch sagen, mach‘ das." Es sei nicht in seinem Sinne als Trainer, solch einen Wechsel zu verhindern. Zudem schätzt Huber die Situation in Dittenheim nüchtern ein: "Wir haben viele externe Spieler, da muss man mit einer gewissen Rotation rechnen."

Wenn einer wie Selz geht, ist es trotzdem etwas Besonderes. Sechs Jahre spielte er beim FV, schoss in bislang 123 Partien satte 56 Tore. Dass der 26-Jährige nun bei einem Viertligisten unterschreiben durfte, hat auch etwas mit einer Entscheidung seines Trainers in der Saison 2017/18 zu tun. Weil Stammstürmer Philipp Unöder verletzt ausfiel, stellte Huber Selz erstmals im offensiven Zentrum auf. Der wurde daraufhin so torgefährlich wie nie zuvor.

"Keine negative Stimme gehört"

Natürlich hätten sie sich in Dittenheim gefreut, wenn Selz geblieben wäre. Dass es anders kommen könnte, war jedoch abzusehen. Im Team wussten sie alle von den Avancen der Eichstätter. Entsprechend gefasst hat die Mannschaft reagiert. "Alle finden das absolut positiv und wir wünschen Thomas natürlich viel Glück", berichtet Coach Huber. "Ich habe keine einzige negative Stimme gehört." Er glaubt, dass Selz eine Chance hat, sich in der Domstadt durchzusetzen. "In Eichstätt gibt es einen Umbruch, eine neue Mannschaft wird zusammengestellt." Schnelligkeit und Technik des wendigen Stürmers könnten die Abwehrreihen auch in der Regionalliga beschäftigen. In Sachen Robustheit wird Selz hingegen zulegen müssen. Das weiß er auch selbst: "Die Intensität wird höher sein, auch körperlich", sagt Selz. "Da werde ich mich anpassen, wenn man mit physisch stärkeren Spielern trainiert, wächst man ja auch mit."

Beim FV Dittenheim, der, Stand jetzt, noch Chancen auf die Aufstiegsrelegation hat, müssen bald andere Spieler mehr Verantwortung übernehmen. Zum Beispiel der 21-jährige Philipp Niederlöhner. Und natürlich wird der Bezirksligist in den kommenden Wochen den Markt sondieren. Auf der Suche nach einem jungen, torgefährlichen Spieler, der seine Qualität in Dittenheim unter Beweis stellen will.

Die Torjäger der Bezirksliga Süd:

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