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Der SV Seligenporten wird mit Gerd Klaus verjüngen

Bayernliga Nord

Nach langer Geduldsprobe kann Bayernligist SV Seligenporten endlich die Zukunftsplanung vorantreiben. So vermeldet das Neumarkter Landkreis-Aushängeschild als erste Personalie den Verbleib von Trainer Gerd Klaus.

Will seine Kontakte zu Fürth und Club spielen lassen: Gerd Klaus, der beim SV Seligenporten als Trainer weitermacht.

 / © Ernst Blank

In seiner Funktion als Geschäftsführer der ausgegliederten ersten Mannschaft hat Karl-Heinz Tischer gelernt, Ruhe zu bewahren. "Wir waren auch schon mal im ersten Training nur mit neun Mann dagestanden", berichtet Tischer. Neben den üblichen Unwägbarkeiten auf dem umkämpften Transfermarkt für hochklassige Amateurklubs erschwerte in diesem Frühjahr freilich die noch immer offene Wertung der unterbrochenen Bayernliga-Saison das Werben um Spieler sowie Sponsorengelder.

Nun da sich die kleinen Aufstiegs-Hoffnungen wohl zerschlagen und diverse Stammkräfte andernorts Herausforderungen suchen, kommt mit der Perspektive eines Wettkampfbetriebs spätestens ab August doch Bewegung in die Planungen des SV Seligenporten. Als "wichtigste Personalie" gab Tischer auf Anfrage der Neumarkter Nachrichten die Vertragsverlängerung mit Trainer Gerd Klaus bekannt. Darüberhinaus bestehe aufgrund der bekannten Abgänge auf jeden Fall der Bedarf etlicher Neuverpflichtungen. Gespräche mit potenziellen Kandidaten laufen bereits, ebenfalls Verhandlungen über den Verbleib beziehungsweise einen Wechsel von Spielern des bisherigen Aufgebots. "Gut möglich", sagt der Geschäftsführer, dass sein Übungsleiter in der Vorbereitung mit einem Dutzend neuer Gesichter zusammentrifft.

Nach dem "Austausch mit den Verantwortlichen über die Ausrichtung" beschreibt Gerd Klaus den Umbruch im wesentlichen als Startschuss zu einer "Verjüngung". Während er bei seiner Rückkehr ins Kloster 2019 noch ein Gerüst aus etablierten Persönlichkeiten vorfand, wolle man nun "eine Mannschaft aufbauen, die sich in den nächsten ein oder zwei Jahren entwickeln kann. Natürlich braucht es dazu den einen oder anderen gestandenen Routinier."

"Eine reizvolle Aufgabe"

Über die Kontakte in die Nachwuchsakademien des Clubs und des Kleeblatts bietet sich der SVS als Sprungbrett für jene Talente an, denen der direkte Weg in den Profibereich verwehrt wurde. So sehr Klaus darauf beharrt, den dritten Rang aus der laufenden Runde nicht als Enttäuschung einzustufen, so wenig könne die Zielsetzung in der veränderten Konstellation "an einem konkreten Tabellenplatz" festgemacht werden. "Trotzdem ist es eine reizvolle Aufgabe", betont Klaus.

Über die vermeintlichen Abstriche im finanziellen Bereich möchte wiederum Karl-Heinz Tischer "keine Aussage" treffen. Immerhin reichte das Budget, um die Regionalliga-Lizenz zu beantragen und die zwischenzeitlich vom Verband bemängelten Punkte am Entwurf seriös nachzubessern.

Dass diese Mühe umsonst war, hat Geschäftsführer Tischer mittlerweile in angemessener Gelassenheit akzeptiert.

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