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Türkspor/Cagrispor: Ein lachendes und ein weinendes Auge

Bezirksliga Nord / Kreisliga 2

Der Meister der Bezirksliga Nord heißt Türkspor/Cagrispor. 56 Punkte aus 23 Spielen und damit ein Quotient von 2,43 reichte der Halicic-Elf zum Landesliga-Aufstieg. Konkurrent Gutenstetten bleibt mit 51 Punkten und einem Quotienten von 2,22 in der Bezirksliga.

Während die erste Mannschaft von Türkspor/Cagrispor in die Landesliga aufsteigt, muss die zweite künftig eine Liga tiefer in der Kreisklasse auflaufen.

 / © Sportfoto Zink

Abteilungsleiter Fatih Köseoglu sieht die Entscheidung mit Auf- und Absteigern mit gemischten Gefühlen, denn die TSCS-Reserve muss nun den bitteren Gang in die Kreisklasse antreten: "In erster Linie bin ich froh, dass es endlich eine Entscheidung gibt. Für uns ist es eine Entscheidung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits sind wir froh, dass der Landesliga-Aufstieg fest steht, andererseits sind wir natürlich traurig, dass wir mit der zweiten Mannschaft absteigen müssen. Das ist schon ein bisschen bitter für uns", stellt der Abteilungsleiter klar. Für den erfahrenen Funktionär war es ohnehin seit Monaten klar, dass der Paragraf 93 Anwendung finden wird, da es nicht mehr nach einer möglichen Fortführung aussah. 

Die Diskussionen um Absteiger und die daraus folgende Abstimmung habe ihm jedoch Hoffnung gemacht: "Durch die Berichterstattung und die Bemerkungen mehrerer Vereine in Social Media, hatte man schon den Eindruck, dass sich viele Teams gegen Absteiger entscheiden. Das hat bei uns natürlich Hoffnungen geweckt. Die dann doch deutliche Abstimmung für Absteiger hat mich schon überrascht, aber vielleicht hat die Ungewissheit bei dem ein oder anderen Verunsicherung ausgelöst. Für die gesamte Situation kann niemand etwas, jetzt wurde demokratisch entschieden und wir haben eine Entscheidung, die müssen alle nun annehmen", so Köseoglu weiter. Nichtsdestotrotz ist der Abteilungsleiter mehr als froh über den Aufstieg der ersten Mannschaft in die Landesliga, dieser habe nämlich "viel Kraft und Nerven gekostet." Mit Verfolger Gutenstetten, der erst einmal Bezirksligist bleiben muss, kann er mitfühlen: "Für sie ist es natürlich schade, keine Frage. Sie haben, wie wir, viel Aufwand betrieben und einiges investiert. Ihnen wurde die Möglichkeit der Relegation genommen und es ist ja nicht gesagt, dass sie eine so gute Saison sofort wiederholen können. Es ist sicher sehr bitter für Gutenstetten, aber ich kann sagen, unser Aufstieg ist verdient, da gibt es keine Diskussion."

Eine ordentliche Aufstiegsfeier soll es dann auch noch geben: "Es ist kein Vergleich zu einer Meisterschaft oder einem Aufstieg auf dem Platz. Wir sind zwar Meister, aber es fühlt sich so an, wie wenn ich online einen Spielerwechsel lese, total emotionslos. Ich freue mich, wenn wir uns wieder alle sehen dürfen und dann werden wir auf jeden Fall trotzdem richtig feiern", so Köseoglu. Eine wichtige Personalie soll zeitnah geklärt sein. Trainer Jasmin Halicic soll auch in der kommenden Spielzeit auf der Trainerbank bei TSCS sitzen: "Wir sind in sehr guten Gesprächen, es fehlt eigentlich nur noch die Unterschrift unter den Vertrag. Wir haben die fußballfreie Zeit alle sehr gut genutzt und werden jetzt die Planungen anziehen." Die Ziele sind klar definiert: "Als Aufsteiger sollte man tief stapeln. Wir wollen erstmal ankommen, die Klasse halten und wie auch schon in der Bezirksliga ansehnlichen Fußball spielen. Von unserer Art werden wir sicher nicht abrücken." Die ein oder andere Veränderung im Kader wird es auf jeden Fall noch geben: "Wir wollen mit dieser Mannschaft weiter machen. Es kann jedoch sein, dass ein, zwei Spieler pausieren möchten. Wir werden den Markt sondieren und uns punktuell verstärken. Es wird für uns eine große Herausforderung, weil auch wir auf Sponsoren und die Mitglieder angewiesen sind. Es wird sicher nicht einfach, aber wir freuen uns, wenn es wieder losgeht und werden bereit sein", so der TSCS Abteilungsleiter.

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