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Bayreuth-Trio: ATSV Erlangen holt Messingschlager, Kracun und Piller

Bayernliga Nord

Drei Transfer-Paukenschläge beim ATSV Erlangen: Der Bayernligist holt ein Trio vom Regionalliga-Spitzenverein SpVgg Bayreuth.

ATSV-Trainer Shqipran Skeraj (links) gemeinsam mit den drei Neuzugänge: Philip Messingschlager (neuer spielender Co-Trainer), Christopher Kracun (Mitte) und Alexander Piller (rechts).

 / © ATSV

Der ATSV Erlangen macht ernst: Daraus, dass er mit seinem Verein die Regionalliga anpeilt, machte Abteilungsleiter Jörg Markert in der Vergangenheit kein Geheimnis, mit den jüngsten Verpflichtungen legen die Erlanger von der Paul-Gossen-Straße die Messlatte nun schon für die kommende Spielzeit hoch. Nachdem die Saison nun auch für die SpVgg Bayreuth beendet ist, machte Markert es offiziell: Mit Philip Messingschlager, Christopher Kracun und Alexander Piller werden zur Spielzeit 21/22 drei Noch-Bayreuther den Kader des ATSV verstärken. Alle drei zählten in der abgelaufenen Spielzeit zur Stammformation der Bayreuther.

Eine besondere Rolle soll dabei Philip Messingschlager einnehmen. Der 28-Jährige ist als spielender "Co" von Coach Shqipran Skeraj vorgesehen. "Er ist mit dem Studium fertig und will ein neues Kapitel aufschlagen. Sein Wunsch ist es, ins Trainergeschäft einzusteigen, und den wollen wir ihm erfüllen", so Markert über den Rechtsverteidiger, der in seiner Karriere schon für Bruck, Forchheim und Eltersdorf in der Bayernliga auflief, sich in Schweinfurt dann zur etablierten Regionalliga-Stammkraft entwickelte. 2019 zog es ihn dann von den "Schnüdeln" nach Bayreuth.

Der zweite Zugang, Christopher Kracun, soll künftig als defensiver Mittelfeldspieler eine wichtige Rolle in der Statik des Erlanger Spiels einnehmen. "Wir kennen uns schon lange, haben früher schon immer geflachst, dass er irgendwann für mich spielen wird. Familiäre Veränderungen haben jetzt bei ihm dazu geführt, dass er nicht immer die weite Strecke nach Bayreuth fahren will", so Markert. "Er ist ein richtig geiler Sechser, wir wollen gemeinsam mit ihm etwas aufbauen", so seine Pläne mit dem 28-Jährigen, der in seiner Jugend in den Nachwuchsleistungszentren von Club und Kleeblatt ausgebildet wurde, dort auf ein U19-Länderspiel kam und nach seinem ersten Herrenjahr für Fürth über den SV Seligenporten weiter zum FC Kaiserslautern II zog. Dort sammelte er ebenso reichlich Regionalliga-Erfahrung wie bei seinen weiteren Stationen FC Schweinfurt und - seit 2018 - der SpVgg Bayreuth. Bei der jüngst entscheidenden Play-Off Niederlage der "Oldschdod" gegen die "Schnüdel" fehlte Kracun verletzungsbedingt - Beobachter sahen im Ausfall des Stabilisators einer der Hauptgründe für das deftige 0:4.

Drittliga-Einsätze für Haching

Der dritte Neue bringt sogar Drittliga-Erfahrung zurück nach Erlangen: Offensivmann Alexander Piller stand in der Spielzeit 17/18 im Kader der SpVgg Unterhaching, kam dort auf neun Einsätze. Eine Spielzeit zuvor packte er mit Haching noch den Sprung aus der Regionalliga. Zuvor überzeugte der 27-Jährige auch schon bei seinen Stationen Bruck und Greuther Fürth II. Piller wechselte gemeinsam mit Kracun 2018 aus Schweinfurt nach Bayreuth. "Auch er ist in einem gewissen Alter, denkt an Familie und konzentriert sich auf seine berufliche Situation", so Markert, der sich begeistert zeigt ob der Qualitäten, die der ATSV-Kader durch das 'Königstransfer-Trio' erhält. "Ein Rechtsverteidiger, ein defensiver Mittelfeldspieler und ein Offensivmann: Wenn drei so gestande Regionalligaspieler kommen, was will man da mehr?" 

Die Zusammenarbeit mit den Dreien sei nicht nur für die kommende Spielzeit ausgelegt, sondern soll über die nächsten Jahre andauern. Während der restliche Kader ab dem 7. Juni wieder auf dem Trainingsplatz stehen wird, werden Messingschlager, Kracun und Piller nach dem intensiven Saisonfinale in der Regionalliga noch ein wenig Freizeit bekommen.

Die ATSV-Kaderplanung für die kommende Spielzeit sei damit nun beendet, kündigt Markert an. Mit dem Quelle-Duo Emre Uluca und Tramaine Lawson hatte sich der ATSV schon vor ein paar Wochen zwei vielversprechende Akteure gesichert, zuletzt kamen mit Oliver Janz und Burak Ayvaz sowie Kevin Woleman drei Akteure mit Bayernliga-Erfahrung hinzu.

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