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Lucas Markerts neue Chance in Fürth: "Mal schauen, was sich entwickelt“

Regionalliga Bayern

Der Erlanger Lucas Markert spielte in der Jugend schon mal beim Kleeblatt, jetzt wechselt er aus Unterhaching zur Fürther U 23.

Damals noch Gegner, bald Vereinskollegen: Lucas Markert im Duell mit Fürths Senkrechtstarter Dickson Abiama.

 / © Zink

In der vergangenen Woche machte Lucas Markert erst einmal den Abflug. Urlaub mit seinem Bruder. „Zum Entspannen, nicht zum Feiern“, betont der 20 Jahre alte Fußballspieler. Voraussichtlich ab Anfang Juni wird der Erlanger dann bei seinem neuen Verein trainieren: der Regionalliga-Reserve von Bundesliga-Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth. Hinter Markert liegt ein bewegtes Jahr: Im Sommer hat der junge Fußballer einen Vertrag beim damaligen Drittligisten SpVgg Unterhaching unterschrieben. Es folgte eine Leihe zum TSV Rosenheim in der Regionalliga Bayern, die mit dem neuerlichen Lockdown im Herbst ein jähes Ende nahm. Die Saison wurde schließlich abgebrochen.

Ausgeliehen nach Rosenheim

„Es war ein brutales Jahr für ihn mit allen Höhen und Tiefen“, sagt Jörg Markert, Lucas’ Vater und Abteilungsleiter beim Bayernligisten ATSV Erlangen. Vom ATSV war Lucas Markert im Sommer nach Haching gewechselt. Dort konnte er mit gestandenen Profis wie Mittelstürmer Dominik Stroh-Engel trainieren, absolvierte mehrere Testspiele mit dem Team. „Ich habe menschlich und sportlich viel mitnehmen können, die Profis haben mir viele Tipps gegeben“, sagt Markert. Doch zu einem Einsatz in der 3. Liga kam es unter Trainer Arie van Lent, der im August Claus Schromm abgelöst hatte, nicht. Um Spielpraxis zu sammeln, wurde er im Oktober an Rosenheim verliehen. Dort lief er im Oktober dreimal auf, dann kam der neuerliche Lockdown, auch in der Fußball-Regionalliga.

Den Rest des Jahres trainierte Markert dann wieder in Unterhaching. Doch nach dem Abstieg aus der 3. Liga stellt sich der Verein neu auf. Nach dem Hin und Her fühlt sich der Wechsel nach Fürth für Markert denn auch nicht nach einem Rückschritt an: „Natürlich ist das eine Chance für mich.“ Das Kleeblatt ist sein alter Ausbildungsverein, im Alter von neun Jahren wechselte Markert ins Nachwuchsleistungszentrum der Spielvereinigung. Erst in der U 15 war für ihn dort Schluss, unter anderem, weil ein Trainer meinte, er sei zu klein.

Schlechte Erinnerungen habe er deshalb nicht an Fürth, sagt Markert, im Gegenteil: „Ich habe mich immer dort wohlgefühlt.“ Und auch beim Kleeblatt-Nachwuchs scheint man das Urteil längst revidiert zu haben, schon im vergangenen Sommer soll es Interesse der U 23 an dem jungen Erlanger gegeben haben. In Fürth wird Markert nun wohl unter Dominic Rühl trainieren, der beim kleinen Kleeblatt vom U 16-Coach zum Trainer der Regionalliga-Mannschaft aufsteigen soll. Er ist dort eines von vielen regionalen Talenten, auf die das Kleeblatt setzen will. Die Aussicht, nun im Nachwuchs eines Erstligisten zu spielen, macht die Aufgabe noch spannender.

„Er kann zufrieden sein“

„Er kann zufrieden sein mit seiner Leistung, dass ein Jetzt-Erstliga-Verein ihn in sein NLZ aufnimmt. Wir sind natürlich stolz, dass er es da noch einmal probieren kann und mit ein bisschen Glück und Können den Sprung nach oben schaffen könnte“, sagt Vater Jörg. „Wenn ich Gas gebe, mal schauen, was sich entwickelt“, sagt Lucas Markert. Wichtig sei aber vor allem, wieder spielen zu können.

Die Rückkehr nach Fürth hat einen weiteren Vorteil: Er ist wieder in der Nähe seiner Familie und seiner Erlanger Freunde. Der Umzug ist fast abgeschlossen. „Ich habe sie schon sehr vermisst“, sagt Markert. Nur seinen kleinen Bruder Florian könnte er künftig weniger sehen. Der ist in Unterhaching im Nachwuchsleistungszentrum geblieben. „Den Vertrag wollen wir unbedingt erfüllen“, sagt Jörg Markert. Auch auf Florian Markert wartet eine neue Herausforderung: Er rückt in die U 17 der SpVgg Unterhaching auf. Und die spielt in der Junioren-Bundesliga. 

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