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Landesliga 2021/22: Ein Modus, den Jahn Forchheim nicht wollte

Landesliga Nordost

Nicht gerade begeistert ist die SpVgg Jahn Forchheim vom neuen Spielmodus in der Landesliga Nordost. Ganz im Gegenteil!

Muss das Votum der Mehrheit akzeptieren: Uwe Schüttinger (links), Abteilungsleiter bei der SpVgg Jahn Forchheim

 / © Roland G.Huber

Abteilungsleiter Uwe Schüttinger kommentiert das Ergebnis der Abstimmung wie folgt: "Jetzt wird die Variante gespielt, die wir am wenigsten geschätzt haben. Aber gut - die Mehrheit entscheidet und wir akzeptieren das."

Während die Vereine der beiden Bayernligen für den althergebrachten Modus stimmten, sprachen sich immerhin zwei der fünf Landesligastaffeln dafür aus, die Ligen zu teilen. In der Gruppe Nordost endete die Abstimmung knapp 10:8 (bei einer Enthaltung), in der Gruppe Nordwest 12:7. Schüttinger erkärt, dass es letztlich sogar drei Auswahlmöglichkeiten gegeben habe: Zunächst die klassische Variante: 36 Spiele jeder gegen jeden – mit etwa fünf Wochenspieltagen, die wohl dann nicht mehr nur nach regionalen Gesichtspunkten gestaltet hätten werden können.

Dann der Gruppenmodus: mit zwei Unterformen, wobei man in je zwei Gruppen à zehn beziehungsweise neun Mannschaften gespielt hätte, mit 18 bzw. 16 Partien in der Vorrunde. Die Rückrunde hätte in beiden Fällen aus einer Aufstiegsrunde mit den vier ersten Mannschaften jeder Gruppe und einer Abstiegsgruppe mit dem Rest bestanden.

Der feine Unterschied

Jetzt kommt aber der Unterschied: Im Gruppenmodell 1 werden die Punkte aus der Vorrunde mitgenommen gegen die Mannschaften, die mit einem in der Gruppe gespielt haben und man spielt nur noch gegen die Mannschaften der anderen Gruppe. Das bedeutet für die Aufstiegsgruppe acht Spiele (in Summe mit Vorrunde 26) statt 36 im herkömmlichen Modus.

Im Modell 2 würden die Punkte gelöscht, und jeder spielt gegen jeden - also nochmals 14 Spiele. Dazu wären Bonuspunkte für die Platzierung aus der Vorrunde vorgesehen gewesen. Die Vorrundenersten wären beispielsweise mit fünf Punkten gestartet, die Zweiten mit drei. Man hätte 32 Spiele, "spart sich also vier Spieltage", so Uwe Schüttinger, dessen Verein für dieses Modell gestimmt hatte.

Als Begründung führt er zum einen die sanfte Reduzierung der Spieltage an: "So sinkt der Termindruck, es fallen vier, fünf Wochentagsspiele weg und es werden trotzdem genügend Spiele gemacht." Zum anderen findet er das Modell gerechter. "Schlägt eine Mannschaft alle drei Rivalen seiner Vorgruppe, geht er mit 18 Punkten in die Rückrunde, und ist die andere Gruppe ausgeglichener, kann deren Erster diesen Rückstand in nur acht Spielen kaum aufholen", fürchtet Schüttinger. Da sich die Landesliga Nordwest deutlicher für das Gruppenmodell 1 entschieden hat, wird dieses nun in beiden Staffen angewendet. "Da gebe ich dem BFV Recht, mit zwei unterschiedlichen Modi in Nachbargruppen zu spielen, macht wenig Sinn", räumt der Jahn-Funktionär ein.

Die möglichen Landesliga-Gruppen:

Vorrunden-Gruppe A: FC Eintracht Münchberg, FC Vorwärts Röslau, SV Mitterteich, Kickers Selb, TSV Neudrossenfeld, SpVgg Jahn Forchheim, FSV Erlangen-Bruck, 1. FC Herzogenaurach, ASV Vach, FSV Stadeln

Vorrunden-Gruppe B: SC 04 Schwabach, TSV Buch, TSV Kornburg, SG Quelle Fürth, SV Schwaig, SC Großschwarzenlohe, BSC Woffenbach, Türkspor/Cagrispor Nürnberg, TSV 1860 Weißenburg.

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