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Nach dem großen Umbruch: Klosterer haben Land in Sicht

Bayernliga

Der Umbruch im Sommer war gewaltig, doch es gibt Hoffnung: Seligenportens Trainer Gerd Klaus hat zum Trainingsstart immerhin schon ein rundes Dutzend Spieler im Kader.

Hält weiter Ausschau: Seligenportens Trainer Gerd Klaus rechnet fest damit, dass bis Ende August noch der ein oder andere interessante Spieler den Weg zum SVS finden könnte.

 / © Sportfoto Zink

"Das wird schon eine Herausforderung", gibt Gerd Klaus zu. Doch der Trainer des Bayernligisten SV Seligenporten ist inzwischen zuversichtlich, dass der Neuaufbau gelingen kann. Ganze zwei Stammspieler aus der Vorsaison sind dem 50-jährigen Coach geblieben, nachdem die Corona-Zwangspause den möglichen Wiederaufstieg in die Regionalliga verhinderte und der Hauptsponsor sein Engagement herunterfuhr. Nun will Klaus um die beiden verbliebenen Stürmer-Routiniers Bernd Rosinger, der auch zum Co-Trainer aufstieg, und Christian Knorr ein neues Team zusammenstellen, "dass dann auch konkurrenzfähig ist". Natürlich sei in dieser Lage der Klassenverbleib das vorrangige Ziel.

Überwiegend junge Spieler konnte der SVS für das Projekt gewinnen, das für Klaus kein Himmelfahrtskommando mehr ist. Denn inzwischen hat er schon gut ein Dutzend Akteure in seinem Kader und er ist optimistisch, dass dieser noch weiter wächst. "Wichtig ist, dass wir jetzt einen Kern haben, um den herum wir weiter auffüllen können. Ich bin lange genug im Geschäft und weiß, dass bis August noch viele Spieler auf dem Markt sind, die sich vielleicht ihren Traum von der Regionalliga nicht erfüllen konnten und dann ganz froh sind, in der Bayernliga unterzukommen", sagt Gerd Klaus.

Nachwuchs aus der Jugend des 1. FC Nürnberg und ambitionierte Kicker aus unterklassigen Vereinen der Region bilden jetzt den Stamm des "neuen SVS". Und einen Transfer haben die Klosterer tatsächlich den Neumarkter Nachrichten zu verdanken. Denn die meldeten, dass Torhüter Berti Schötterl (unter anderem FC Fulham und Lok Leipzig) seine Profikarrriere zu den Akten gelegt hatte und in die oberpfälzische Heimat zurückgekehrt war. Ein Kontakt war schnell hergestellt – und nun steht der 26-Jährige aus Postbauer-Heng im Kader der Seligenportener.

Nur sieben Mann sind spielberechtigt

Während andere Vereine schon an diesem Wochenende ihre ersten Vorbereitungsspiele bestreiten, muss sich Gerd Klaus wohl oder übel noch gedulden. "Wir müssten zu siebt antreten, weil mehr Spiele noch gar keine Freigabe für uns haben. Das wäre also keine gute Idee", witzelt er. Ohnehin soll sich die neue Mannschaft erst einmal finden.

Die ersten Testspiele (ab 27. Juni) wurden daher auch nicht gegen Hochkaräter vereinbart, sondern gegen Teams wie den FC Ottensoos, den Landesligisten BSC Woffenbach, die Kreisklassisten FC Schnaittach und TSV Mörsdorf.

Vergleichsweise groß im Vergleich zum Aufgebot an Spielern ist das Trainerteam des SVS: Neben Gerd Klaus blieb auch Co-Trainer Arpad Backens, dazu assistiert ihm jetzt noch Stürmer Bernd Rosinger. Und auch die restliche Familie Klaus hilft nach Kräften. "Ich bin froh, dass mich meine Brüder Fred und Jörg in dieser schwierigen Situation unterstützen. Beispielweise mit Spielbeobachtungen, aber auch im Training", sagt Gerd Klaus. Damit Seligenporten weiter in der Bayernliga bleibt.

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