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SC Eltersdorf: Die Baustelle "Kaderplanung" geht ihrer Vollendung entgegen

Regionalliga

Beim SC Eltersdorf wird für die Regionalliga gebaut, auf und neben dem Spielfeld. Für ersteres konnten die Quecken nun weitere Vollzugsmeldungen an die Öffentlichkeit geben.

Der Neuzugang betreibt Eigenwerbung: Dominik Haschke traf im Test gegen den SC Adelsdorf.

 / © Sportfoto Zink

Eltersdorf, Samstagmittag, 32 Grad. Ab und zu weht es Staub in Richtung des Rasens des Elsner-Sportparks. Während dort 22 Spieler des SC Eltersdorf und des SC Adelsdorf bei einer Testpartie schwitzen, schuftet direkt nebendran ein kleines Team von Freiwilligen des SCE auf der Baustelle.

Der Gästeblock muss hergerichtet werden, das ist eine Auflage für die Regionalliga, in der die Quecken in der kommenden Saison spielen. Der Zaun an der Bande steht schon, für die Stufen, auf denen die Anhänger später stehen sollen, wird noch am Fundament gearbeitet.

Während man beim SCE also noch voll dabei ist, die Sportanlage aufzuhübschen, gehen die Arbeiten am künftigen Regionalliga-Kader ihrem Ende entgegen. Am Rande des Testspiels gegen den Bezirksligisten, das die Quecken mit 5:0 (2:0) gewannen, präsentierte Manager Joachim Uhsemann drei weitere Neuzugänge.

Einer soll die Defensive stützen: Tobias Schaffors stößt wie zuvor bereits Offensivspieler Laurin Klaus von der SpVgg Greuther Fürth II zum SCE. Beim kleinen Kleeblatt spielte der 20-Jährige meist vor der Abwehrkette, bei den Quecken soll er, so Uhsemann, vor allem als Innenverteidiger antreten. Denn dort hat Eltersdorf nach dem sportlich schmerzhaften Abschied von Kevin Woleman (ATSV Erlangen) noch Bedarf. Der wurde, genau wie Burak Ayvaz (ebenfalls ATSV), Aristotelis Dougalis (SV Seligenporten) sowie Torhüter Lucas Lutz (ASV Vach) vor der Partie verabschiedet. Auch Patrick Fuchs (TSV Buch) verlässt den Verein. Woleman betonte, der Gang zum Stadtrivalen habe nur sportliche Gründe. "Ich schaffe die Regionalliga aus privaten Gründen nicht. Mit nur 70 bis 80 Prozent würde ich dem nicht gerecht werden."

Mit Tim Sulmer von der SpVgg Bayreuth präsentierte Uhsemann zudem einen neuen Stürmer mit Regionalliga-Erfahrung. Auch wenn der 24-Jährige dort zuletzt nicht so oft eingesetzt wurde, wie er sich das vorstellte. Was war der Grund, nach Eltersdorf zu wechseln, fragte Stadionsprecher Holger Betzelt. "Mal wieder auf dem Platz zu stehen", antwortete Sulmer trocken. In Bayreuth kam der Angreifer, der in der Jugend unter anderem beim FCN, dem TSV 1860 München und in Unterhaching ausgebildet wurde, zuletzt nur zu Kurzeinsätzen.

Ein weiterer Neuzugang des SCE kommt aus England: Matthew Livingstone ist zum Studieren nach Erlangen gekommen und hat sich beim SCE vorgestellt. Die Quecken haben ihn nach einigen Probewochen nun für die Regionalliga verpflichtet, er soll als Linksverteidiger der Back-Up für Kevin Bär sein. Zuletzt spielte Livingstone für das Team der Wingate University in North Carolina/USA.

Gleichzeitig bahnen sich weitere Transfers an: Mit dem 19 Jahre alten Eubene Um vom TV 48 Erlangen hat der SCE einen kleinen, sehr quirligen Offensivspieler an der Angel, der gegen Adelsdorf das 4:0 beisteuerte.

"Es wird brutal"

Mit Timm Strasser (TSV Burgebrach) stand in der ersten Halbzeit ein weiterer Stürmer als Probespieler auf dem Platz. Er erzielte in der 34. Minute das 2:0. In der kommenden Woche soll ein weiterer Testspieler zum SCE stoßen. Auf der Suche ist Uhsemann nach einem zweiten Torwart, denn der 17 Jahre alte Lukas Peterson (Würzburger Kickers) ist als Nummer drei eingeplant.

Es wird keine einfache Aufgabe für die Quecken, denn die Regionalliga Bayern ist stark besetzt: Der FC Schweinfurt 05 und die SpVgg Bayreuth sind am Aufstieg gescheitert und bleiben viertklassig, der FC Bayern II und die SpVgg Unterhaching kommen aus der 3. Liga dazu. "Es wird brutal. Wir sind ein kleiner Verein", warnt Trainer Bernd Eigner.

Doch er und sein Team wollen die Aufgabe annehmen, auch wegen der Männer, die an diesem Samstagmittag auf der Baustelle schuften. "Das muss für uns als Mannschaft die Aufgabe sein: Dass wir das zurückzahlen und alles in die Waagschale werfen." Das Ziel, ganz klar: einen Platz über dem Abstiegs-Strich stehen. Damit sich die Schufterei am Ende lohnt.

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