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DJK Obererlbach
1. FC Altenmuhr
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Als in der Nachspielzeit FC-Stürmer Andreas Schmidt einem langen Ball hinterher rannte und DJK-Schlussmann Dominik Bischof resolut außerhalb seines Strafraums dazwischen fegte, gab es tatsächlich Proteste ob des ausbleibenden Pfiffs von Clemens Lubowski. Zwar hatte diese Szene in der 93. Minute beim Stand von 3:1 für Obererlbach keinen Einfluss mehr auf den Spielausgang, erwähnenswert ist sie aber dennoch. Denn es war das erste Mal, dass eine der beiden Parteien an einer Entscheidung des Unparteiischen aus Schwabach ernsthaft etwas auszusetzen hatte. Ansonsten leitete Lubowski das faire Duell – er brauchte nur eine Gelbe Karte – ohne jegliche Probleme. Dabei stand schon etwas auf dem Spiel für die beiden Konkurrenten, die vor der Spielzeit neu in die Kreisklasse West gekommen sind. Obererlbach spielte gefühlt "immer" in der Nord-Gruppe, wo sie auch gerne geblieben wären, wie Trainer Patrick Pfahler sagt: "In der West geht es härter zu, in der Nord wird mehr Fußball gespielt, deshalb wollten wir eigentlich nicht wechseln." Aufsteiger Altenmuhr dagegen ist froh, nach dem Abstieg 2016 wieder in der Kreisklasse West gelandet zu sein. "Eine Liga, die Spaß macht", sagt FC-Coach Markus Nölp. Dass es den Muhrern aber momentan allzu viel Spaß macht, darf bezweifelt werden. Mit drei Niederlagen ist der amtierende Meister der A-Klasse West gestartet, vor dem 1:3 am Sonntag setzte es eine deftige 2:7-Pleite in Gnotzheim und ein 2:6 daheim gegen Kattenhochstatt. "Kopfsache" findet Markus Nölp, dem allerdings auch einige Akteure noch nicht zur Verfügung stehen, was er aber nicht zu hoch hängen will: "Das geht anderen auch so." Überhaupt verfällt der Muhrer Coach nach drei Niederlagen mit 16 Gegentoren nicht in Panik. "In der Liga zählt kein Torverhältnis, wenn wir am Schluss 50 Gegentore bekommen haben und drin bleiben, ist mir das auch recht", so Nölp, der auch auf die Jugend einiger seiner Schützlinge verweist: "Die dürfen auch Fehler machen", sagt Nölp unaufgeregt. In Obererlbach war es eine Fehlerkette, die zum 0:1 geführt hatte. Nach Doppelpass zwischen Walid Mahammoud Hussein und Michael Bogenreuther brachte die FC-Abwehr zwar noch ein Bein dazwischen, doch nach der folgenden Bogenlampe brachten weder Schlussmann Michael Gilch noch seine Vorderleute den Ball aus der Gefahrenzone, Bogenreuther war der Nutznießer (40.). Zuvor verlief die Partie an sich ausgeglichen, beide Mannschaften waren bei stetigem Nieselregen auf Sicherheit bedacht. Die dicke Ausgleichschance bot sich Muhr kurz vor dem Pausenpfiff, nach klasse Zuspiel von David Kuznik schoss Martin Büchler aus vollem Lauf aber drüber. Nach Wiederanpfiff wurde das Duell lebendiger, ein Fehler bei der DJK ermöglichte dem eingewechselten Andreas Schmidt den Ausgleich für den Gast (55.). Fünf Minuten später klärte Gilch noch gegen Bogenreuther, doch der traf in der 65. Minute zur erneuten Führung. Nach einem Freistoß hatte Gilch Probleme mit dem auch glitschigen Spielgerät, in der Folge entstand ein Gewühl, Bogenreuther drückte den Ball über die Torlinie. Und der zweifache Torschütze war auch am 3:1 beteiligt, er passte quer auf Hussein, dessen Schuss Gilch zwar noch parieren konnte, doch Jascha Wolff staubte ab (73.). Es war allerdings noch nicht die Entscheidung, denn die DJK vergab in der Folge das 4:1 und auf der Gegenseite zeigte Altenmuhr dem Rückstand zum Trotz eine intakte Moral und drängte auf den Anschluss. Doch DJK-Schlussmann Dominik Bischof verhinderte mit tollen Paraden, dass die Schlussphase noch einmal richtig spannend wurde und hielt den ersten Obererlbacher Saisonsieg nach zuvor drei Unentschieden fest. "Wir haben in den ersten Spielen mit Dreierkette gespielt und Wert auf die Defensive gelegt, das ist unser Prunkstück. Heute haben wir auf Viererkette umgestellt und wollten Muhr unter Druck setzen. In der zweiten Hälfte hat das besser geklappt. Wichtig sind die ersten drei Punkte, egal wie", sprach DJK-Trainer Patrick Pfahler zufrieden.