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SpVgg Zeckern
SpVgg Heßdorf
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Personell ausgedünnt mussten Heßdorf und Zeckern in der jüngsten Vergangenheit agieren: Während bei den Seebachsgründern am Mittwochabend unter anderen Mario Linsenmeyer, Fabian Straub, Steffen Nagel und Roland Purucker fehlten musste auch Zeckern auf einigen Positionen improvisieren - unter anderem stand Ex-Heßdorfer Tobias Gumbrecht, der erst kurz zuvor aus den USA zurückgekehrt war in der Startelf. Dennoch stand einiges auf dem Spiel und vor allem in den ersten 15 Minuten war dies den Gästen deutlich anzusehen: "In den ersten zehn Minuten laufen sie uns sehr gut an - da mussten wir uns erst darauf einstellen", sagte Zeckerns Coach Manuel Kilger nach der Partie. In der Anfangsphase legte Heßdorf nämlich los, wie die Feuerwehr. In der ersten Minute verpasste Reichelsdorfer eine Büttner-Flanke nur knapp, David Nagel setzte eine Eckballhereingabe wenig später per Kopf genau in die Arme von Warter. Florian Nagel setzte Meyer per Steilpass in Szene, dieser zögerte aber zu lange und vertändelte den Ball zehn Meter vor dem Tor. Heßdorf presste immer höher und auf einmal hatten die Hausherren die Riesenchance auf die Führung: Ein Befreiungsschlag landete bei Räuber, der seinen Bewachern enteilte und allein auf Allerdissen zog, der Heßdorfer Schlussmann parierte stark. Nun wachte Zeckern allmählich auf und ging mit der nächsten Aktion in Führung: Räuber brach auf der linken Seite durch und flankte mit dem linken Fuß ins Zentrum. Schmitt ging der Hereingabe am energischsten entgegen und wuchtete das Leder per Flugkopfball ins Netz. Heßdorfs Übungsleiter Joachim Schwarz resümierte: "In der ersten Viertelstunde waren wir eigentlich überlegen. Dann macht Zeckern das Tor und in den folgenden 20 Minuten war bei uns tote Hose." Tatsächlich war bei seinen Schützlingen in der Folgezeit etwas die Luft draußen, auf der Gegenseite näherten sich Emrich und Glaser dem Gästetor an. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurde Heßdorf noch einmal gefährlich, Marxer zielte nach starkem Solo aber nicht genau genug. Kurz vor dem Pausenpfiff hätte Räuber dann beinahe einen Fehler der Gäste im Spielaufbau bestraft, seinen direkten Abschluss lenkte Allerdissen stark über die Latte. Und auch Heßdorf hätte vor der Pause noch treffen können Büttner machte nach gutem Marxer-Pass alleine vor dem Tor aber einen Haken zu viel. In den zweiten 45 Minuten gönnten sich beide Teams nach furioser erster Halbzeit zunächst eine kurze Pause. Lediglich über Distanzschüsse prüften beide Mannschaften den generischen Schlussmann, so viel Tempo wie in Durchgang eins bekamen die rund 270 Zuschauer aber nicht zu sehen. Mitten in diese Ruhephase hätte Räuber dann beinahe das 2:0 erzielt: Der Torjäger ging 25 Meter vor dem Tor ins Tempo, ließ zwei Verteidiger stehen und schloss wuchtig ab, fand aber einmal mehr seinen Meister in Allerdissen. Und da die Offensivreihen ansonsten nur wenig zustande brachten, schaltete sich Innenverteidiger Florian Nagel in Lucio-Manier ins Angriffsspiel seiner Mannschaft ein: Nach einem 60-Meter-Tempolauf bediente dieser Steffen Büttner im Strafraum, dieser kam im Zweikampf zu Fall - Strafstoß die Folge. Und wie Marxer diesen im Anschluss verwandelte, sagte viel über den Willen der Gäste an diesem Tag aus: "Ich denke, dass unser Wille die Partie heute entschieden hat. Spielerisch waren wir gleichwertig, aber wir wollten den Sieg einfach mehr", freute sich Schwarz nach der Partie. Denn statt den Ball ins Eck zu schieben, jagte Marxer den Elfmeter mit dem Vollspann in den Winkel. Nun gingen beide Teams mit offenem Visier zu Werke, ein weiterer Nackenschlag für die Hausherren sollte die Partie aber endgültig drehen: Nach einem Zweikampf im Mittelfeld schickte der ansonsten sehr gute Unparteiische Zeckerns Kilger mit Gelb-Rot zum Duschen - vielleicht hätte es eine Ermahnung auch getan. Umso bitterer für die Hausherren, dass Heßdorf mit dem folgenden Freistoß in Führung ging: Marxer setzte den ruhenden Ball an die Latte, von dort landete dieser auf dem Kopf von Sinelis. Dessen Versuch wurde zwar noch geblockt, im dritten Anlauf wuchtete Büttner das Leder aber ins Netz. In der Schlussphase kam bis auf etwas Hektik nicht mehr viel Spielbetrieb auf, mit der Schlussminute dann beinahe der Ausgleich: Einen Kreuzer-Freistoß verlängerte Schmitt an die Latte. "Man hat heute leider gemerkt, dass einige unserer Spieler gerade erst wieder fit geworden sind und auf dem Zahnfleisch gegangen sind. Teilweise waren wie heute leider am Limit", so Kilger nach der Partie.