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SC Eltersdorf
SV Seligenporten
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Was noch fehlt nach ganz oben, das musste der SC Eltersdorf in diesem Spitzenspiel leidvoll erfahren: Sechzig Minuten lang war der Tabellenzweite spielerisch mindestens auf Augenhöhe, ja, schnürte vor und nach der Halbzeit mit beeindruckend starkem Kombinationsfußball den SV Seligenporten in seiner Hälfte phasenweise ein. Dann aber, eben erst hatte Calvin Sengül zwei hervorragende Chancen zur Führung ausgelassen, reichte ein Geistesblitz, eine geniale Einzelaktion von Bernd Rosinger aus, um Eltersdorf eiskalt zu duschen: Ein Schuss aus der Drehung, ein Tor, 2:1 für Seligenporten. Es war der vorweggenommene Schlusspunkt in einer starken, in einer hochklassigen Partie des Bayernliga-Tabellenführers aus der Oberpfalz bei seinem derzeit schärfsten Verfolger. Und so musste Eltersdorf seine allererste Saisonniederlage hinnehmen, Seligenporten bleibt – dank der Cleverness eines Spitzenklubs verlustpunktfrei an der Spitze. „Es war genau dieser Hauch Cleverness“, fand auch SCE-Trainer Bernd Eigner, der den Unterschied machte in einer Partie auf Augenhöhe. „Wir waren glücklicher heute“, sagte sein Gegenüber Gerd Klaus. Und so durfte Seligenporten die drei Punkte mitnehmen – dafür hatten sie auch ausreichend Zuschauer mitgebracht: 515 fanden sich letztlich ein auf dem Sportgelände des SC Eltersdorf, „ich fand es ein wenig enttäuschend, ich hatte auf 800, 900 gehofft“, sagte Eigner. Calvin Sengül, der mit seinen vergebenen Chancen haderte, fand die Kulisse trotzdem „geil“: „Ich denke, wir dürfen stolz auf unsere Leistung sein“, fand der pfeilschnelle Angreifer, der für den Gelb-Rot gefährdeten Dickson Abiama nach 45 Minuten gekommen war. Stolz sein durfte Eltersdorf wirklich: Nach einem Blitzstart der Gäste – Mergim Bajrami hatte sie nach Abwehrfehler in Führung gebracht – spielte bald nur noch Eltersdorf, der Ausgleich durch den starken Jens Wartenfelser (9.) war verdient. Und weiter drängte vor allem Eltersdorf blitzschnell nach vorne, enorm entwickelt präsentierte sich die Mannschaft im Angriff. In der Defensive fehlt dafür noch ein wenig die Stabilität – immer wieder bekam die Deckung Probleme, wenn Seligenporten mit viel Tempo im Konterfußball anrollte. Erst recht nach dem 1:2, als die Heimmannschaft beinahe wütend nach vorne lief und dabei mitunter den Kopf verlor, der sie zuvor beim kreieren von Chancen noch ausgezeichnet hatte. So sah auch Herzner in der Schlussphase noch unnötig Gelb-Rot nach einem Frustfoul – dann war Schluss. „Das sagt überhaupt nichts aus, die Saison ist noch lang. Wir sind gut im Rennen und werden uns schütteln – und dann geht’s weiter“, versprach Bernd Eigner. Calvin Sengül sah es ähnlich: „Wir spielen eine gute Runde und werden uns davon jetzt nicht die gute Stimmung kaputt machen lassen.“