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SpVgg Bayern Hof
SC Eltersdorf
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Jens Wartenfelser ist ein Schönwetter-Fußballer. Sagt zumindest Jens Wartenfelser über Jens Wartenfelser. Im besten Sinne natürlich. Im Wortsinn. Winter, Kälte und Regen sind nicht sein Ding. „Im Sommer fühle ich mich wohler, tiefe Plätze mag ich nicht gerne.“ Die Wintervorbereitung samt Rückrunde waren entsprechend schwierig. Der Mittelfeldmann war zu Saisonbeginn als Absteiger zum SC Eltersdorf gekommen. „Da muss man sich schon erst einmal unterordnen.“ Dachte er. Nun hat er acht von acht Spielen bestritten, alle von Beginn an, und drei Tore und einige Vorlagen zu sechs Siegen beigetragen. Ins Quecken-Spiel passt Wartenfelser, nicht durch Schnelligkeit, auch durch gutes Stellungsspiel und steile Pässe. Erst zu Saisonbeginn war der 23-Jähriger an die Langenaustraße gewechselt, nach zwei Jahren bei Jahn Forchheim und zuvor einer Saison in Baiersdorf. Die Jugend hat er bei der Spielvereinigung Greuther Fürth verbracht. Beim BSV wollte er in der Landesliga als Führungsspieler vorangehen, nun wächst er auch in der Bayernliga in diese Rolle hinein. „Ich fühle mich pudelwohl hier“, sagt Wartenfelser. „Man merkt, der Erfolg ist da, deshalb wird alles leichter. Es kommt auch die Phase, in der es nicht so läuft. Doch wir haben eine gute Mannschaft.“ Endlich einmal oben mitspielen, das wollte der gebürtige Steinbacher diese Saison mal. „Ich will ins Spiel gehen als Favorit. Bis jetzt klappt es gut.“ Am vergangenen Freitag gegen Bamberg war es nicht anders, auch wenn es sicher nicht der souveränste Sieg des SCE in der noch jungen Saison war. Durch den 2:0-Erfolg kletterten die Quecken auf Platz eins, Primus Seligenporten hatte spielfrei. „Wir hätten offensiv einen Tick cleverer sein können“, sagt Wartenfelser, der anschließend ein freies Wochenende genießen durfte. Nun geht es für ihn und sein Team gegen Bayern Hof (8.), erneut an einem Freitagabend. Und erneut hat der Wetterbericht, Wartenfelser dürfte es freuen, sonniges Wetter vorausgesagt. Die Quecken könnten somit an der tschechischen Grenze vorlegen und ihren Platz an der Sonne verteidigen. Bis zum 12. Spieltag könnte es so weiter gehen. Dann nämlich hat Eltersdorf spielfrei, und der SV Seligenporten die Möglichkeit - insofern er dann noch in Schlagdistanz liegt - Rang eins zurückzuerobern. // Katharina Tontsch/jam