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SpVgg Ansbach
SC Eltersdorf
15.
30.
45.
60.
75.
90.

7:0! Nun ist die SpVgg Ansbach bekannt dafür, gerne mal ungewöhnliche Ergebnisse abzuliefern, ein so klarer Sieg aber ist selbst für die Bezirkshauptstädter etwas besonderes - zumal es gegen einen Gegner ging, bei dem die SpVgg Ansbach seit zwölf Jahren nicht mehr gewann. "Wir sind defensiv kompakt gestanden und haben unsere Konter effektiv ausgespielt", analysiert Interimstrainer Christoph Hasselmeier, der selbst nach einer Verletzungspause wieder rund eine Stunde lang auf dem Feld stand. "Und natürlich hat uns der Platzverweis in die Karten gespielt. Hof hatte danach große Probleme, sie sind meiner Meinung nach auch unnötig hoch gestanden." Entsprechend hervorragend sei die Stimmung in Reihen der SpVgg, "aber nicht nur aufgrund des 7:0-Sieges, sondern wegen der Resultate der letzten Wochen," betont der Trainer. In den sechs Partien unter Hasselmeiers Leitung gab es vier Siege, auf Rang neun ist das Team aktuell gelistet, "und wir würden noch besser dastehen, hätten wir seit Saisonbeginn so gespielt," sagt er selbstbewusst. Doch was macht Hasselmeier anders als Vorgänger Robert Kovacic? "Wir haben eine andere taktische Ausrichtung, machen uns vor jedem Spiel Gedanken, wie wir gegen den jeweiligen Gegner auflaufen. Zuvor haben wir gegen jeden Gegner gleich gespielt", erklärt er. Auch habe eine neue Fehlerkultur Einzug gehalten: "Das habe ich klar gesagt: Fehler dürfen bei mir gemacht werden! Zuvor wurde uns jeder davon noch unter die Nase gerieben." Und natürlich kennt der junge Coach seine (Mit-)Spieler in und auswendig, spielt der 28-Jährige, der in seiner Jugend für die Bayern und das Kleeblatt kickte, doch seit 2010 bei den Ansbacher Herren. "Ich trete jetzt auch nicht auf die Euphorie-Bremse", sagt Hasselmeier im Hinblick auf die kommende Aufgabe, "wir wollen den Schwung mitnehmen." Eltersdorf sei "ein Top-Team, sie spielen einen guten Fußball und haben schon wahnsinnig viele Tore geschossen. Das Tempo wird viel höher sein, aber wir wollen uns nicht verstecken, wollen den Ball und Ruhe im Ballbesitz haben", kündigt er an. Vor allem aber sei die Kompaktheit entscheidend, ohne die es in dieser Liga nicht gehe. "Das haben wir bis auf das Spiel in Bamberg (1:4-Niederlage, d.Red.) aber immer gut hinbekommen." Auch der kommende Gegner hat ein erfolgreiches Wochenende hinter sich: Drei souveräne Zähler gegen Coach Bernd Eigners Ex-Verein FC Sand eingefahren, den Rückstand auf Tabellenführer Seligenporten verringert. "Ja, wir spielen nach dem Umbruch weiter eine tolle Runde. Aber ich muss warnen, es ist in den letzten Wochen nicht alles Gold, was glänzt. Wir hatten in jedem Spiel Phasen, in denen es nicht gut lief", mahnt Eigner. Dennoch sorgt die Momentaufnahme freilich für gute Stimmung: "Und jetzt freuen wir auf das Duell mit einer der spielstärksten Mannschaften der Liga. Beide wollen Fußball spielen, es wird ein offenes Spiel zweier offensiv ausgeglichener Mannschaften. Die Tagesform wird wohl entscheiden", glaubt Eigner vor dem Duell der beiden besten Offensiven der Liga (Ansbach 38 Treffer, Eltersdorf 43 Treffer). Fragezeichen stehen dabei hinter Manuel Stark, Michael Mirschberger und Simon Drießlein - und auch Defensivstabilisator Kevin Woleman droht auszufallen. // jam