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TSV Kornburg
TSV Buch
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Wo er denn am Freitagabend das Derby seiner Kornburger gegen den TSV Buch verfolgen wird, haben wir TSV-Trainer Klaus Mösle gefragt. „Ganz klar, auf der Bank!“ Die zwei Spiele Sperre, die er für den von ihm provozierten Spielabbruch während der Totopokal-Qualifikation in Herzogenaurach jetzt vom Verband aufgebrummt bekommen hat, wird er wohl absitzen müssen, aber eben noch nicht gegen den TSV Buch. Noch hat nämlich der TSV Kornburg die Möglichkeit, gegen das Urteil Einspruch einzulegen. „Ob dies dann auch der Fall sein wird, das werden wir heute Abend entscheiden“, ließ Mösle am Donnerstag durchblicken. "Natürlich werden wir erst einmal alles abwägen, ob der Einspruch auch Sinn macht. Die Kosten würden auf alle Fälle höher werden.“ Und schwer einzuschätzen, ob sich am Strafmaß etwas ändert. So werden die Kornburger Verantwortlichen wohl oder übel diese Kröten schlucken müssen. Wenigstens darf Klaus Mösle ab 18.30 Uhr auf der Bank sitzen, wenn es gegen den TSV Buch geht. Keine leichte Aufgabe, denn die Knoblauchsländer sind in dieser Saison nach drei Spielen noch ungeschlagen und dürften wohl mit breiter Brust ins Derby gehen. Das war in der Vorsaison noch ganz anders. Fünf Spiele lang mussten die Bucher da auf ihren ersten „Dreier“ warten. Der gelang mit 7:1 beim TSV Sonnefeld. Drei Niederlagen und zwei Remis standen bis dahin zu Buche. Zwei Punkte also, in der aktuellen Spielzeit haben sie bereits nach drei Spielen drei Zähler mehr. Der Sieg beim SC Großschwarzenlohe wird flankiert von den beiden Unentschieden gegen Vach und Röslau. An sich keine schlechte Bilanz. Da haben die Kornburger an ihrer bisherigen Serie schon mehr zu knabbern. Zwei Mal ging es in die Fremde, zweimal gab es nichts Zählbares. War das 0:1 in Schwabach schon ärgerlich, so spiegelt die hohe 1:5-Niederlage in Selb den „wahren Spielverlauf nie und nimmer wider“, resümierte Mösle. „Zwei Tore in den letzten Minuten des Spiels und die schnellen Gegentore nach unserer Führung waren zuviel!“ Vor allem in der Schlussphase hab die Abwehr ungewohnt unaufmerksam agiert. „Klar müssen wir das gegen Buch besser machen — wir haben Nachholbedarf, brauchen drei Punkte, um unsere Auswärtsniederlagen wettzumachen“, fordert Mösle. Vielleicht hilft dem TSV-Trainer ja, dass mit Noah Tiefel und Nino Seiler zwei zuletzt angeschlagene Spieler wieder mitmachen können. Allerdings muss Mösle mit Dominik Rohracker einen Akteur ersetzen, der sich immer besser ins System eingefügt hat. Für den TSV Buch wäre am letzten Wochenende gegen Röslau mehr drin gewesen, am Ende fielen am Wegfeld keine Tore. „Die Jungs sind sehr enttäuscht“, sagte Coach Manuel Bergmüller nach der Partie, „ich bin glücklich, dass wir hinten zu Null gespielt und fast nichts zugelassen haben“. Mit fünf Punkten im Gepäck darf er am Freitag zum Derby nach Kornburg reisen. // Roland Jainta/jam