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TSV Buch
ASV Vach
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Die Frage nach seinem Befinden beantwortet Manuel Bergmüller mit nur zwei Worten: "Gscheid nervös". Für den Trainer des TSV Buch war dieser Sommer der erste, in dem er für die komplette Vorbereitung bei einem Landesligisten verantwortlich war – bei einem Verein, der nach einem schwierigen Jahr jetzt vor einem sehr schwierigen steht. "Wir haben wohl den jüngsten Haufen der gesamten Liga", sagt Bergmüller, der in den vergangenen Wochen vor allem sehr viel erklären musste. In Testspielen verloren die Bucher unter anderem 1:6 gegen Bayernligist SC Eltersdorf und holten gegen die Bezirksligisten Kalchreuth und Burgfarrnbach zwei Unentschieden. "Ich habe versucht, allen klarzumachen, dass wir vor allem Vertrauen brauchen", sagt der 43-Jährige, "deshalb ist mir auch ein Stein vom Herzen gefallen, dass es am Sonntag so gut geklappt hat." Mit Siegen gegen die Liga-Konkurrenten Bruck und Stadeln sowie einem Unentschieden gegen Vach gewann der TSV das neue Pokal-Turnier, "da ist zum ersten Mal der Plan von Udo und mir aufgegangen, die Jungs waren willig und bissig und zum ersten Mal nicht mehr komplett unterlegen". Udo Brehm ist nach seinem Karriereende neuerdings Co-Trainer, auch der erfahrene Abwehrchef Thomas Reichel wird nicht mehr mithelfen, dazu fällt Angreifer Philip Lang wohl bis zum Winter wegen eines Knorpelschadens aus. Dennoch sagt Bergmüller: "Wir fühlen uns gut, wir haben eine Mannschaft, die den TSV Buch lebt und sich mit dem Verein identifiziert." Seine Nervosität liegt deshalb vor allem daran, dass Buch in der "wohl besten Landesliga seit der Ligenreform" spielen wird, gegen "Vereine, die nur so mit dem Geld um sich werfen". Buch werde "ums Überleben kämpfen, um mitzuhalten in dieser brutalen Liga", auf "kurz oder lang werden wir aber eine erfolgreiche Mannschaft werden". Zu hohe Erwartungen verbittet sich Bergmüller deshalb, "wenn wir permanent über unsere Grenzen hinausgehen, werden wir vielleicht einen einstelligen Tabellenplatz erreichen". Wie realistisch das ist, wird sich am Freitag ab 18.30 Uhr zeigen, wenn Bayernliga-Absteiger Vach zum Kärwaspiel nach Buch kommt. Die Vacher waren letzte Saison noch Bayernligist. Die Favoritenrolle - so könnte man meinen - ist also klar verteilt. Doch ASV-Coach Norbert Nein bremste unlängst: "Unser Aderlass war groß. Es sind auch Spieler gegangen, die uns schon eine Zusage gegeben haben." Elf Zugänge und 14 Abgänge notiert man so beim ASV. Ein Ziel gibt man in Vach, das sich so runderneuert erst mal finden muss, nicht aus, "aber wenn man nicht gleich die Bremsen reinbekommt, hat man ein Problem", mahnt Nein an. Er glaubt: "Wir werden uns in der Liga etablieren, auch wenn wir erstmal wieder kleinere Brötchen backen." Michael Fischer / jam