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Henger SV
SV Pölling
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Das Duell der Kellerkinder dürfte wohl eines der interessantesten Spiele am Sonntag werden. Beide brauchen dringend Punkte - und beide haben sich gut verstärkt. Der Henger SV mit Jakob Neumann und Tobias Lehr-Kramer, der SV Pölling mit Philipp Kunze. HSV-Coach Eleftherios Sadikis hat jedenfalls ein Problem weniger und das sind Verletzungssorgen: „Schön, dass es wieder losgeht. Die Vorbereitung ist sehr gut verlaufen. Die Jungs haben super mitgezogen, denn wir waren mindestens dreimal die Woche auf dem Platz, fast alle Mann sind am Bord“, freut sich Sadikis. Am Sonntag trifft er auf seinen Freund, ehemaligen Trainer und derzeitigen Trainerkollegen Johannes Feihl: „Ich bin froh, dass ich ihn wieder treffe“, sagt Sadikis. Es werde ein schwieriges und schlecht einzuschätzendes Spiel, da das letzte Pflichtspiel ja fast schon ein Jahr her sei: „Wir haben zwar mehrere Testspiele absolviert, aber die sind nicht unbedingt vergleichbar. Aber wir freuen uns, dass wir gleich mit einem Heimspiel beginnen können. Wir sind mitten im Abstiegskampf und versuchen natürlich das Spiel zu gewinnen. Wir haben jetzt elf Endspiele vor uns.“ Die Defensive verstärken wird Tobias Lehr-Kramer, der sein erstes Pflichtspiel für die Henger absolvieren wird. Der zweite Neuzugang Jakob Neumann wird dagegen aus beruflichen Gründen nicht auflaufen können. Sadikis blickt kurz auf das verlorene Hinspiel zurück: „Wir hatten gut begonnen, dann kam der Knick, haben aber schlussendlich verdient 0:2 verloren. Da haben wir was gut zu machen. Wir müssen am Sonntag fokussiert in das Spiel reingehen und eine ordentliche Leistung abliefern.“Die Elf von Johannes Feihl hat derweil einen wahren Spiele-Marathon vor sich, denn mit nur zwölf absolvierten Spielen haben die Pöllinger durchschnittlich drei Spiele weniger als die anderen Teams. Beim SV Pölling war die Vorbereitung eher durchwachsen: „Wir waren eigentlich nie richtig komplett, es gab zu den Verletzten dann auch noch die Urlauber, und zudem war es ja eine ziemlich neue und ungewohnte Situation für uns alle“, so Coach Johannes Feihl. Zudem haben mit Philipp Feihl, Benjamin Gärtner und Lukas Fuchs drei Spieler ihre Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Der einzige Neuzugang kommt aus der eigenen A-Jugend. Das Spiel gegen den Hemger SV wird für Feihl eher ein „Überraschungsei“, denn aufgrund diverser Wechsel und nachrückenden Jugendspielern weiß wohl kein Verein so genau, wo er stehe: „Es wird wohl so sein, dass derjenige, der am besten mit der aktuellen Situation umgehen kann, als Sieger vom Platz geht“. Die Freude am Re-Start hält sich bei Feihl deshalb in Grenzen: „Es steht alles auf sehr wackligen Beinen. Was wäre, wenn plötzlich ein Corona-Fall in einer Mannschaft bestätigt wird?“ Es gehe da dem Coach erstmals nicht um das wie, wann oder ob weiter Fußball gespielt werden kann, sondern: „Wichtig ist erst mal unser aller Job, denn Fußball ist ja unser Hobby. Ich kenne jedenfalls keinen, der dann gerne in Quarantäne gehen würde“, gibt Feihl zu bedenken.