Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Über allem standen am Samstagabend die drei Zähler - im Hinblick auf das sich abzeichnende Fernduell mit den Beton Boys München, die ebenfalls erst einmal Punkte liegen lassen mussten (beim 4:4 in Nürnberg). Aber auch mit dem Gedanken an die Weihnachtsfeier nach dem Spiel, die bei einem Punktverlust wohl etwas weniger beschwingt ausgefallen wäre. Dementsprechend motiviert und konzentriert gingen die Hausherren die Partie vom Anpfiff weg an, brachten Ingolstadt früh in Bedrängnis und gingen mit 1:0 in Führung: Ermin Kojic schloss einen Tempolauf wuchtig ab (3.). Als Paul Schulze-Zachau (8.) und Kojic (13.) zwei weitere Treffer nachgelegt hatten, schlich sich jedoch ein kleiner Schlendrian ein. Nürnberg reagierte in der Folge nur noch und ließ das in dieser Phase verdiente 3:1 zu (18.). In der Pause nahmen sich die Futsaler aus der Noris vor, wieder aktiver zu werden und entschlossener an beiden Enden des Feldes zu agieren. Das klappte zunächst auch sehr gut, Neuzugang Paul Horndasch schoss in seiner Futsal-Premiere zum beruhigenden 4:1 ein (25.) und gab drei Minuten später die Vorlage für Kojics dritten Treffer. "Paul hat sich super eingefügt, nicht nur auf dem Platz", lobte Spielertrainer Peter Schulze-Zachau den Neuen und freute sich darüber, wie sein Team jeweils zu Beginn der Hälften aufgetreten war: "Wir sind zu Beginn und nach der Pause gut ins Spiel gekommen und haben konzentriert verteidigt. In diesen Phasen waren wir ungewohnt kalt vor dem Tor, das sah schon sehr gut aus." Nach dem 5:1 hatten die Nürnberger ihr Pulver dann allerdings verschossen, zahlreiche weitere Möglichkeiten blieben in der Folge ungenutzt. "Leider haben wir hinten raus etwas die Spannung verloren, wodurch der Gegner das Ergebnis noch etwas korrigieren konnte. Man muss aber auch sagen: Bei konsequenterer Chancenverwertung hätten wir höher gewinnen können, immerhin haben wir vier- oder fünfmal Aluminium getroffen", so Schulze-Zachau. Die beiden Gegentreffer in den Schlussminuten (38./40.) standen wieder einmal sinnbildlich für die Fähigkeit der Nürnberger, entschieden geglaubte Spiele noch einmal spannend zu machen. Der endgültige Jahresabschluss war das 5:3 allerdings noch nicht, am Wochenende vor Weihnachten muss Nürnberg zum aktuell auf Rang fünf postierten Futsal Club Regensburg. Bis dahin gilt für den Trainer: "Jetzt heißt es nochmal, alle Kräfte für das Spiel in Regensburg zu bündeln, um dort einen vernünftigen Abschluss hinzubekommen." psz