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1. FC Aha
SV Lellenfeld
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Jakob Hinderer war bereits auf dem Sprung. Auf dem Sprung in den Profi-Fußball. Über seinen Heimatverein FC Aha und die SpVgg Ansbach hatte es der heute 21-Jährige aus Pflaumfeld in die Nachwuchsleistungszentren des TSV 1860 München und des FC Ingolstadt geschafft. Im Erwachsenenbereich heuerte er noch einmal in der Bezirkshauptstadt an, ehe er sich dazu entschloss die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen – die Knie machten die Belastung nicht mehr mit. Doch weg von seiner großen Leidenschaft Fußball kam Hinderer nicht. „Für mich gibt es im Fußball zwei Möglichkeiten“, erklärt Hinderer heute: „Entweder, ich greife als Profi an, oder aber ich will bei meiner Leidenschaft Spaß haben.“ Die Folge: Jakob Hinderer trainiert seit diesem Sommer mit 21 Jahren seinen Heimatverein FC Aha in der A-Klasse West. Kein gewöhnlicher Schritt, immerhin ist Hinderer einer der jüngsten Akteure im Kader – als Spielertrainer. „Angst hatte ich keine vor der Aufgabe, aber Respekt vor der Verantwortung“, sagt der in Ansbach studierende Hinderer nun nach einem knappen halben Jahr beim FC Aha. „Es sind bis zu 30 Mann im Training, denen hätte ich den Spaß am Fußball versauen können“, blickt Hinderer zurück auf seine Anfänge als Spielertrainer. Doch diese Befürchtungen stellten sich schnell als unbegründet heraus. „Jakob ist für sein Alter sehr reif, er macht das sehr gut“, lobte FC-Sport-Vorstand Timo Reuter, zugleich Spieler von Hinderer, vor ziemlich genau zwei Monaten im Gespräch mit dem Altmühlboten. Und offensichtlich sehen das auch die anderen Spieler so, es klingt jedenfalls nicht überheblich, wenn Hinderer sagt, dass „die Jungs mir abnehmen, was ich ihnen sage. Das Teamgefüge stimmt, das war aber schon vor mir so, das wird in Aha gelebt. Und die Mannschaft ist das Wichtigste überhaupt.“ Der Erfolg spricht für sich. Immerhin führt der FC Aha die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung auf den FC Altenmuhr an, hat erst zwei Spiele verloren. Eines davon gegen den den SV Lellenfeld am zweiten Spieltag mit 0:2. Revanchegelüste treiben Jakob Hinderer weniger an, wenn er sagt, dass sie im FC-Lager trotz der Wetter- und Platzbedingungen unbedingt spielen wollen. „Wir sind motiviert, wir wollen Fußball spielen, wir wollen als Tabellenführer in die Winterpause“, sagt der „Ohmer“ Coach, der zusammen mit seiner Mannschaft Großes vor hat: In der nächsten Saison erstmals im der Historie des FC Aha in der Kreisklasse antreten. „Jeder merkt hier, dass das große Ziel möglich ist“, sagt Hinderer. Man nimmt es ihm ab.