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SG Quelle Fürth
1. SC Feucht
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Traumtor, Viererpack, höchster Auftaktsieg der jüngeren SC-Geschichte – mit dem 9:0 (6:0)-Kantersieg gegen den TSV Sonnefeld am Freitagabend haben die Feuchter ihre Konkurrenz zum Start der neuen Landesligasaison gleich schwer geschockt und nachdrücklich ihre Aufstiegsambitionen unterstrichen. Gegen völlig überforderte Oberfranken lieferten die Zeidler eine Galavorstellung ab, an die alle Beteiligten wahrscheinlich noch langen denken werden. Allen voran Feuchts Knipser vom Dienst Szymon Pasko, der bereits im ersten Spiel mit seinem Viererpack (6., 10., 16., 30.) Ansprüche auf die Torjägerkanone anmeldete. Zum Beben brachte das Waldstadion vor allem sein dritter Treffer, als er nach einer Flanke von Kaya den Ball per Seitfallzieher artistisch in die Maschen drosch. „Im Strafraum ist Szymon ein Killer“, lobte auch SC-Coach Florian Schlicker hinterher seinen Polen-Knipser völlig zurecht in höchsten Tönen. Aber natürlich war Schlicker nicht nur mit seinem Goalgetter zufrieden: „Am Anfang waren wir etwas nervös, aber dann haben die Jungs wirklich schöne Tore gemacht. Wir wissen aber, wie wir dieses Spiel einordnen müssen. Das ist sicherlich jetzt nicht der Maßstab für die nächsten Partien.“ Die nun folgende Partie am Mittwochabend hält natürlich einen besonderen Nebenschauplatz parat. Zusammen bildeten sie einst ein erfolgreiches Duo im Kloster, nun treffen Florian Schlicker und Serdal Gündogan erstmals als Gegner aufeinander. Vier Spielzeiten lang leiteten die beiden die Geschicke beim SV Seligenporten – und das überaus erfolgreich: Drei Spielzeiten konnte das Duo das Kloster in der Regionalliga Bayern halten, sich dort gegen die zahlreichen Reserveteams von Profimannschaften wie dem 1. FC Nürnberg, SpVgg Greuther Fürth, FC Augsburg oder dem FC Bayern München behaupten. Vor über einem Jahr endete dann die gemeinsame Zeit in Seligenporten, Schlicker zog es als Co-Trainer zur U17 des Club, Gündogan gönnte sich eine schöpferische Pause, bevor er dann wie Schlicker Anfang dieser Spielzeit in der Landesliga Nord Ost anheuerte, genauer: bei Quelle Fürth. Ein Verein, der seit jeher auf spielerische Mittel setzt und für die Ausbildung von Talenten bekannt ist. Schlicker geht daher davon aus, dass „uns mit Quelle jetzt ein ganz anderer Gegner erwartet als Sonnefeld.“ Eine Wiederholung der 9:0-Gala vom Saisonauftakt ist also eher nicht zu erwarten. Nicht nur, weil die Quelle, die sich zum Start ein 0:0 gegen Bayernligaabsteiger TSV Kornburg sicherte, „deutlich stabiler“ (Schlicker) einzuschätzen ist, auch taktisch können sich beide Trainer nach all den gemeinsamen Jahren an der Seitenlinie des SVS wohl nicht mehr sonderlich überraschen. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich die Fans beider Lager auf gepflegtes Rasenschach einstellen müssen. „Wir sind beide Trainer, die Fußball spielen wollen“, kündigt Schlicker an. Da trifft es sich gut, dass der SC-Coach für das erste Auswärtsspiel der Saison beinahe sein derzeit bestes Team aufbieten kann. Aus der Startelf gegen Sonnefeld fehlt heute nur Mittelfeldspieler Ahmed Salim. Für ihn könnte allerdings Fabian Klose nachrücken, der nach seiner Einwechslung bei der Saisonpremiere mit seinem Traumschlenzer zum 7:0 nachdrücklich unter Beweise gestellt hat, dass mit ihm heuer zu rechnen ist. Allerdings: Auch mit dieser personellen Maßnahme wird Schlicker seinen Kumpel Gündogan („Ja, das kann man so sagen“, Schlicker) kaum überrumpeln können, schließlich war der Quelle-Trainer ja Augenzeuge der Feuchter Machtdemonstration. Aus Spionagegründen hatte sich Gündogan letzten Freitag unter die lokale Fußballprominenz im Waldstadion gemischt – und nach 90 Minuten dürfte sein Zettel relativ voll gewesen sein. Krischan Kaufmann