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SC Großschwarzenlohe
TSV Sonnefeld
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Mehr Kellerduell geht eigentlich nicht. Mit 4:1 hat der Vorletzte der Landesliga Nordost, der SC Großschwarzenlohe, Schlusslicht TSV Sonnefeld geschlagen. Wie gesagt, eigentlich war es das Kellerduell. Aber in der Realität war es trotzdem mehr als ein Klassenunterschied, der zwischen dem Sieger und dem Verlierer liegt. Denn: Sonnefeld verbarrikadierte sich auch beim vermeintlich zweitschwächsten Team der Liga mit Mann und Maus in der eigenen Hälfte und zeigte null Interesse an Eigeninitiative. Großschwarzenlohe war von der ersten Minute an drückend überlegen. Aber man sah auch, wie schwer sich die Bauer-Schützlinge tun, wenn sie ausnahmsweise selbst mal das Spiel machen müssen. In der Regel können sie ja reagieren und mit schnellem Umschaltspiel den einen oder anderen Gegner überraschen. Doch gegen Sonnefeld war Eigeninitiative gefragt, und da sah es lange Zeit mau aus. Der letzte oder der vorletzte Pass kam einfach nicht an, Sonnefelds Torhüter Rang musste erst bei einem Freistoß von Opcin erstmals eingreifen (26.). Auch ein Fallrückzieher von Nerreter war für den jungen Keeper noch kein Problem (40.). Kurz vor der Pause musste er aber dann doch hinter sich greifen. Eine Uluca-Freistoßflanke köpfte Spielertrainer Florian Bauer fast von der Torauslinie noch Richtung Tor, Rang ließ abklatschen, Bauers Innenverteidiger-Kollege Niklas Schmidt staubte ab (43.). Auch nach dem Wechsel brauchte Großschwarzenlohe, was die Chancen angeht, eine lange Anlaufzeit. Die erste richtig große hatte Nerreter nach Vorarbeit von Spinder – drüber. Besser machte es drei Minuten später Dustin Koricic, der nach Vorarbeit von Schmidt von links nach innen zog und unhaltbar traf (67.). Der gleiche Spieler fand zwei Minuten in einer Einszu- Eins-Situation in Rang seinen Meister. Das 3:0 fiel so, wie es Großschwarzenlohe am liebsten ist – nach einem Konter gegen die jetzt etwas offensiveren Sonnefelder. Nerreter bereitete vor, Spindler umkurvte noch den Torhüter und schob ein (73.). Dreimal Spindler, Koricic und Uluca hätten in den folgenden Minuten durchaus weiter erhöhen können, stattdessen gelang den wackeren Gästen nach einem Missverständnis von Torhüter Brunnhübner und Urban das Ehrentor durch Brückner – es war der achte Saisontreffer der Oberfranken (83.). In der letzten Minute stellte der SCG den alten Abstand wieder her. Ulucas Zuspiel nutzte Opcin zum 4:1. Großschwarzenlohe konnte nicht nur den zweiten Sieg in Folge feiern, sondern gewissermaßen schon das Erreichen des ersten Saisonziels. Direkt absteigen – es gibt in der Liga nur einen direkten Absteiger - wird der Aufsteiger nicht. Sonnefeld wird die zwölf Punkte, die zwischen beiden Teams jetzt liegen, nicht mehr aufholen. Dafür sind die personell ausgezehrten Oberfranken einfach zu schwach. rog/skl