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SC 04 Schwabach
TSV Sonnefeld
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Der Papierform nach ist es die leichteste Aufgabe, die Landesligist SC 04 Schwabach in dieser Saison zu lösen hat. Die Mannschaft von Jochen Strobel empfängt am Freitag, 19 Uhr, unter Flutlicht das abgeschlagene Schlusslicht TSV Sonnefeld zum Punktspiel im Stadion an der Nördlinger Straße. Sonnefeld, man muss es so deutlich sagen, ist überfordert in der Landesliga Nordost. Ende Juli erstritt die Mannschaft von Heiko Schröder einmal ein 0:0 gegen den Aufsteiger FC Coburg. Ansonsten setzte es in bislang zwölf Saisonspielen ausschließlich Niederlagen, und zwar zum Teil Niederlagen der deftigen Sorte. 6:67 Tore im ersten Saisondrittel sprechen eine deutliche Sprache. Nicht ausgeschlossen, dass die Oberfranken schon in der Hinrunde mehr als 100 Gegentreffer einstecken müssen. Überraschend ist diese Entwicklung allerdings nicht. Der langjährige Spielertrainer Bastian Renk ist vor Beginn der Saison zum VfL Frohnlach gewechselt, zahlreiche Spieler schlossen sich ihm an. Weil auch die Geldgeber zurückhaltender agieren, konnten die Oberfranken auf dem Spielermarkt nicht so beherzt zugreifen, wie es für einen von Abgängen geplagten Landesligisten nötig gewesen wäre. Zeitweise stand die Abmeldung der Mannschaft im Raum. Die konnte allerdings verhindert werden. Denn bei einem Neuanfang hätte Sonnefeld ja wieder in der B-Klasse beginnen müssen. Der neue Trainer Heiko Schröder, der vom Coburger Nachwuchsleistungszentrum nach Sonnefeld gekommen ist, versucht mit einer ganz jungen Truppe irgendwie durch die Saison zu kommen, um dann im nächsten Jahr in der Bezirksliga den richtigen Neuanfang zu starten. Angesichts solcher Voraussetzungen fühlen sich schon vergleichsweise knappe Niederlagen wie vergangenes Wochenende (1:3 gegen Mitterteich) an wie kleine Siege. Gastgeber Schwabach hat sich von seinen knappen Niederlagen gegen die Top-Teams gut erholt und gefällt durch herzerfrischenden Offensivfußball. 37 Tore stempeln die Strobel-Schützlinge gemeinsam mit Neudrossenfeld zum angriffslustigsten Team der Liga. Beeindruckend, wie die Nullvierer letzte Woche in Röslau nach einem Rückstand noch einen 5:3-Sieg herausschossen. rog