Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk
SG Quelle Fürth
TSV Kornburg
15.
30.
45.
60.
75.
90.

"Das war bisher unsere schwächste Darbietung in dieser Saison", fasst Serdal Gündogan, Trainer der SG Quelle Fürth, das letzte Spiel gegen den SV Friesen zusammen. Ein hartes, aber gerechtes Urteil, wenn man den Spielverlauf betrachtet. Zuerst hatte die Quelle einen Rückstand gedreht, doch dann den knappen Vorsprung wieder hergegeben. In der hektischen Schlussphase hatte erst Doppeltorschütze Nino Seiler Gelb-Rot gesehen und schließlich hatte sich David Cabrera Diaz noch zu einer Beleidigung hinreißen lassen. "Wir haben das intern geklärt", sagt Gündogan, "damit ist die Sache erledigt". Was dem Coach mehr Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass seine Taktik nicht aufging. "Wir konnten unseren Plan zu keiner Zeit durchsetzen", sagt er. Im Heimspiel am Samstag gegen den TSV Kornburg soll das besser werden. Die Gäste befinden sich in einer gruseligen Phase mit fünf Niederlagen in Folge. Nur aufgrund der Schwäche der Konkurrenten hat man nur vier Punkte auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Trotzdem warnt Gündogan vor dem TSV. "Die Negativserie hat Kornburg nicht geschadet", sagt der Trainer. Dass die Kornburger tief im Abstiegskampf verwickelt sind wundert ihn: "Ich bin überrascht, dass sie da hinten drin stehen, denn sie haben Qualität." Für die Fürther zählt aber in erster Linie wieder die eigene Leistungsfähigkeit auf den Platz zu bekommen. Dann sollte es nach fünf sieglosen Spielen in Folge auch wieder mit einem Dreier klappen. Lucas Werner wird für das Spiel voraussichtlich ausfallen. Nun zum TSV Kornburg: In fünf Spielen gab es nun schon nichts Zählbares mehr. Zuletzt allerdings war trotz der 2:4-Heimniederlage gegen den 1. SC Feucht eine deutliche Steigerung erkennbar. "Wir haben das Spiel analysiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass nicht alles schlecht war", resümierte Trainer Klaus Mösle. Vor allem defensiv habe man sich deutlich steigern können, was wohl auch das Verdienst von Neuzugang Michele Rinchiuso gewesen sei. Der 33-Jährige war jetzt schon über sechs Monate nicht mehr bei einem Verein unter Vertrag und daher sofort spielberechtigt. Bei ihm spürte man schnell, dass er sofort helfen kann. Allein auf Grund seines großen Erfahrungsschatzes. Seine bisherigen Stationen - unter anderem bei der SpVgg Bayreuth, ASV Neumarkt, SV Seligenporten oder SC Freiburg II in der Bayern- oder Regionalliga - könnte der Mannschaft sicherlich zu Gute kommen. Mit ihm und auch den übrigen Leistungsträgern im Team glaubt Mösle schon, dass der TSV Kornburg den Weg aus dem Tabellenkeller finden kann. Es ist ein steiniger Weg, ein Weg der kleinen Schritte, aber "es ist beileibe nicht hoffnungslos", versprüht Mösle viel Selbstvertrauen. Inwieweit das alles hilfreich ist, damit bereits am Samstag im Gastspiel bei der SG Quelle Fürth (Anpfiff 15 Uhr), Zählbares herausspringt (ähnlich wie beim 0:0 in der Vorrunde vor heimischer Kulisse), muss man abwarten. Dass die SG Quelle zuletzt auch keine hohen Sprünge getätigt hat, lässt sich aus den Ergebnissen ableiten. Die Fürther haben ebenfalls fünf Mal nicht gewonnen, dabei aber immerhin vier Punkte geholt — vier Punkte mehr als Kornburg. Timo Weith / Roland Jainta