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1. FC Herzogenaurach
FC Vorwärts Röslau
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Im Grunde kennt der FC Herzogenaurach seit rund vier Jahren nur noch eine Richtung: nach oben. Abstiegskampf ist in der Jakob-Karches-Ära regelrecht zum Fremdwort geworden. Stets folgt der Saisonverlauf einem bestimmten Muster: Vor der Saison zeigen die Verantwortlichen ihr bescheidenes Gesicht. Die 40-Punkte-Marke wird als entscheidende Hürde auserkoren, die es zu überspringen gilt. Nur in den Hintergrundgesprächen ist dann immer zu hören: Also eigentlich sollte ein einstelliger Tabellenplatz kein Problem sein. Wer also dachte, dass die Landesliga, die dem FCH nach 30-jähriger Abwesenheit wie Neuland vorgekommen sein muss, genügend Furchteinflößendes versprühen würde, um dieses Muster zu durchbrechen, der wurde erneut überrascht. Wieder einmal lag das offizielle Saisonziel bei 40 Punkten. Wieder einmal war indirekt herauszuhören, dass man dem Team durchaus mehr zutrauen würde. Und wieder einmal nähern sich die Pumas ihrem Saisonziel bereits weit vor Saisonende. Das bescheidene Saisonziel und die heimliche Hoffnung auf mehr – fast schon scheint es, als hätte sich diese Diskrepanz inzwischen auf die Spiele selbst übertragen. Denn auch das Team präsentierte der Liga in der Hinrunde zwei unterschiedliche Gesichter. Da war das "Abstiegskampf"-Gesicht, das hier und da aufblitzte und die Verantwortlichen etwas ratlos zurückließ. Vor allem bei längeren Auswärtsfahrten war das ersichtlich, bei der 1:3-Niederlage in Röslau, der vielleicht schlechtesten Saisonleistung, genauso wie in Coburg, als der Ball innerhalb von 45 Minuten viermal im eigenen Tor einschlug. Und dennoch stehen die Pumas vor Beginn der Rückrunde nicht etwa auf einem Abstiegsplatz, sondern gehören stattdessen zur "Best of the Rest"-Gruppe. Hinter den vier Top-Teams, die sich vom Rest der Liga längst entkoppelt haben, gehört der FCH zu den Nachzüglern, die sich im Tabellenmittelfeld positioniert haben und nun darauf lauern, den fünften Platz einzunehmen. Dass der Verein in seiner Rückkehr-Saison bisher so gut da steht, liegt hauptsächlich daran, dass über weite Strecken der Hinrunde das zweite Gesicht des Vereins zu sehen war, das Gesicht, das den heimlichen Erwartungen gerecht werden konnte. Frei nach dem Prinzip: Wer sich nicht wie ein Abstiegskandidat verhält, der wird in der großen Endabrechnung auch zu keinem. Wie schon zuvor in der Bezirksliga waren es nicht spektakuläre Kantersiege, die für Aufsehen sorgten. Stattdessen ließen konstante Leistungen die Pumas in der Tabelle Stück für Stück nach oben rücken. Welches Gesicht präsentiert das Team der Liga in der Rückrunde? Die Antwort wird darüber entscheiden, wo genau in der Tabelle die Pumas am Saisonende landen. Die Vorbereitung gab noch keine Hinweise: Vom 6:2-Triumph über die SpVgg Erlangen bis hin zur 0:3-Klatsche gegen den ASV Weisendorf deckte die Elf wieder einmal beide Extreme ab. Mit Daniel Kratz und Kim Scheller haben zwei Spieler den Verein zur Winterpause verlassen. Jakob Karches will, dass die jungen Spieler diese Lücke auffüllen, auch langfristig ist das der einzige Weg. Und so hält der Trainer die Höhen und Tiefen, die derzeit noch die Spiele prägen, für ein notwendiges Übel in der Entwicklung, die sein Team durchlaufen muss. Auch deshalb warnt Karches vor dem März. Die Gegner stehen fast alle unten. Gegner, die teilweise nichts mehr zu verlieren haben. Und die sind bekanntlich am gefährlichsten. Oliver Koprivnjak

Die Latte war ein "Puma"

Der FC Herzogenaurach ist zurück aus der Winterpause. Und das erfolgreich. Beim 1:0-Erfolg gegen den FC Vorwärts Röslau mussten die Pumas jedoch drei unterschiedliche Spielphasen überstehen.