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ASV Neumarkt
TSV Großbardorf
15.
30.
45.
60.
75.
90.

 Beim ASV Neumarkt steht am Samstag der Saisonauftakt gegen den TSV Großbardorf auf dem Programm. Dabei wird es nicht nur auf und neben dem Platz neues Personal geben, sondern auch die ungewohnte Anstoßzeit um 13.30 Uhr, für die sich die ASV-Verantwortlichen als Regelanstoßzeit entschieden haben. ASV-Geschäftsführer Sport/Marketing Thomas Schlecht erklärte die Neuerung so: „Wir wollten in dieser Saison mal etwas Neues probieren. Nach vielen Gesprächen mit Fußballfans aus der Region haben wir auf die sportlichen Veränderungen in der 1. Bundesliga sowie auf die allgemeine Entwicklung der Fußballgewohnheiten der Fans reagiert. Viele Fans aus Neumarkt und der Umgebung verfolgen gerade die Spiele des FC Bayern wie auch des 1. FC Nürnberg.“ Da nun neben den Bayern auch der Club regelmäßig am Samstagnachmittag um halb vier spielt und der Fußballfan im Allgemeinen gern um 15.30 Uhr sein Sky-Abo nutzt, „wollten wir mit der veränderten Anstoßzeit diesen Fakten Rechnung tragen und den Fans die Möglichkeit geben, zum Bundesligabeginn zu Hause zu sein und zuvor trotzdem das ganze ASV-Spiel verfolgen zu können.“ Auch Finanzvorstand Max Gnus verteidigt den gemeinsamen Entschluss: „Wenn wir das nicht einmal probieren, wissen wir nie, ob es vielleicht funktioniert. Ein großer Vorteil ist es auch, dass oft Spiele der Jugend um diese Zeit enden.“ Wenn ein Jugendspiel etwa um 11 Uhr angestoßen werde, könnten die Jungs nach Abpfiff noch in Ruhe duschen und sich im Anschluss mit Eltern und Freunden die Begegnung der Ersten ansehen. „Wenn der Anstoß erst um 15 Uhr erfolgt, dann, das ist auch klar, fährt man erst einmal nach Hause, weil der Abstand zu lang ist.“ Ob die Maßnahme den gewünschten Erfolg bringt, wird man wohl frühestens zur Winterpause wissen. Wobei bis dahin lediglich fünf Partien mit dieser Anstoßzeit absolviert sein werden, da die restlichen Begegnungen aus verschiedenen Gründen zu ganz unterschiedlichen Zeiten angepfiffen werden. Eines davon ist auch das beliebte Volksfestheimspiel, das zum ersten Mal unter der Woche ausgetragen wird. Der Bayerische Fußballverband gestattete den Antrag des ASV, die Begegnung gegen die Reserve der Würzburger Kickers vorzuziehen. Zu den Neuerungen auf dem Platz zählt dann am Spieltag auch noch der ganz frische Neuzugang Panagiotis Iatrou, der vom Regionalligisten VfB Eichstätt an den Deininger Weg gewechselt ist. In den Trainingseinheiten sowie dem kurzfristig anberaumten Testspiel beim TuS Feuchtwangen machte der ehemalige Jugendspieler vom griechischen Spitzenklub Olympiakos Piräus einen sehr guten Eindruck, sodass man dem 25-Jährigen durchaus eine tragende Rolle in der kommenden Saison zutraut. Die Fans wünschen sich am liebsten, dass er die Nachfolge des in die USA gewechselten Markus Smarzoch antritt, der im vergangenen Jahr zu den besten Scorern im ASV-Team gehörte. Wichtig wird auch seine Erfahrung sein, denn insgesamt geht Trainer Marco Christ mit elf Spielern aus dem Jahrgang 1998 und jünger in die Saison, das bedeutet fast die Hälfte des aktuell 24 Mann umfassenden Kaders. Das durchschnittliche Alter beträgt damit 22,6 Jahre, würde man die „Ü30er“ Bachner, Eger und Yetkin sowie den Fast-Ü30er Bindner, der aktuell weiterhin verletzt ist, aus dieser Statistik herausnehmen, so beträgt das Durchschnittsalter unglaubliche 20,9 Jahre. Zum Auftakt werden neben Bindner mit Ferdinand Buchner und Bernhard Neumayer nahezu das komplette Herz des ASV fehlen, alle drei nicht nur tragende Säulen im ASV-Spiel, sondern auch Kapitäne ihrer Elf. Dieses Amt wird am Samstag wohl wieder Christian Schrödl innehaben, der bereits zum Pflichtspielauftakt im Pokal in Feucht die Binde trug. Christian Konrad